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Neuer Porsche Cayman: Feind aus eigenem Stall

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Neuer Porsche Cayman: Feind aus eigenem Stall

30.11.2012, 09:31 Uhr | Press-Inform

Neuer Porsche Cayman: Feind aus eigenem Stall. Neuer Porsche Cayman (Quelle: Press Inform)

Neuer Porsche Cayman (Quelle: Press Inform)

Mit dem neuen Cayman könnte Porsche einen schlagkräftigen Konkurrenten gegen japanische Konkurrenten wie den Nissan 370 Z, aber auch gegen BMW Z4 und Mercedes SLK auf die Räder gestellt haben.

Der neue Cayman rückt außerdem immer mehr an den Porsche 911 Carrera heran. Seinen Platz in der Porsche-Gemeinde hat schon der Vorgänger längst gefunden. Zu überzeugend sind die agilen Eigenschaften des kurvenhungrigen Mittelmotor-Sportwagens. Die oft gestellte Frage: "Wofür brauche ich noch einen Carrera, wenn ich einen Cayman habe" dürfte jetzt neue Nahrung erhalten, wenn am 2. März 2013 der neue Cayman beim Händler steht.

Neuer Porsche Cayman deutlich leichter

Und neu ist der Cayman in der Tat ist der Mittelmotor-Sportler, wie der Boxster, von Grund auf neu entworfen. Durch den verstärkten Einsatz von Aluminium ist die Roh-Karosse um rund 47 Kilogramm leichter als die des Vorgängers. Unter anderem bestehen die Türen, beide Kofferraumdeckel, Vorder- und Hinterwagen sowie der Boden aus dem Leichtmetall. Gleichzeitig legt die Torsion-Steifigkeit um 40 Prozent zu. Diese Komposition verspricht gesteigerte Agilität. Mit der Diät geht auch eine Verbesserung der Aerodynamik einher: Im Visier war vor allem der Abtrieb an beiden Achsen. Der schicke Frontspoiler mit den breiten Nüstern hat eine neue Lippe, die den Anpressdruck an der Vorderachse erhöht, was zu einem schärferen Einlenkverhalten führt. Das Pendant dazu ist der neue Heckflügel, der 40 Prozent mehr Wirkungsfläche hat als bisher. Damit ist die Balance hergestellt.

Sechs Zentimeter mehr Radstand am neuen Porsche Cayman

Wie der Boxster hat auch der Cayman ein für alle Mal das Kindchen-Schema abgelegt: Der Radstand ist um sechs Zentimeter gewachsen und unter 18-Zoll-Rädern geht gar nichts, bei der S-Variante sind es 19-Zoll. Serienmäßig steht der Cayman auf rollwiderstandarmen Pneus, die den Durst minimieren. Die verkürzten Überhänge dienen nicht nur dem erwachsenen Auftritt, sondern natürlich auch der Straßenlage des Mittelmotor-Sportwagens. Wer will, kann seinen Zweisitzer mit allerlei Dynamik-Extras aufrüsten: Angefangen von variablen Dämpfern bis hin zum elektronischem so genannten "Torque Vectoring", das mit Bremseingriffen an einzelnen Rädern den Cayman um die Ecke zirkelt. Neu ist auch die elektromechanische Lenkung.

Weniger Hubraum und mehr PS am neuen Porsche Cayman 

Bei den Motoren übertrifft der Cayman seinen Oben-Ohne-Bruder Boxster um jeweils zehn PS: Das sind 275 PS im Cayman beziehungsweise 325 PS im Cayman S, der weiterhin 3,4 Liter Hubraum hat. Trotz des PS-Plus hat der Basismotor jetzt 200 Kubikzentimeter weniger Hubraum - 2,7 statt 2,9 Liter. Damit hat die schwächere Version des Cayman mit 101,6 PS pro Liter Hubraum ein veritables Leistungs-Gewichtsverhältnis. Die beiden Sechszylinder Boxer wollen mehr denn je gedreht werden: Spitzenwert sind nun 7400 anstatt 7200 Umdrehungen pro Minute. Eine Funktion, die den Motor abkoppelt, sobald man vom Gas geht, gibt es geschenkt. Doch wer mit dem Cayman die meiste Zeit dahinrollt, bewegt den gut 1,3 Tonnen schweren Sportler nicht artengerecht. Deswegen gibt es - quasi als Gegenprogramm - eine Sport-Taste, mit der man den Porsche etwas schärfer stellen kann. 

Basisversion für über 50.000 Euro

Der sieben Zoll große Bildschirm wird jetzt, wie bei den 911er-Modellen durch eine 4,6-Zoll-große-Variante im rechten der drei Rundinstrumente unterstützt. Der Heck-Kofferraum fasst mit einem Volumen von 425 Litern genau 15 Liter mehr als der Vorgänger. Bei den Assistenzsystemen haben die Zuffenhausener auch nachgelegt und den Cayman auf ein zeitgemäßes Niveau gehievt: Der Tempomat mit Abstandskontrolle passt die Geschwindigkeit automatisch und falls notwendig bis zum Stillstand an. Droht eine Kollision, wird auch bei deaktiviertem Tempomaten eine Vollbremsung initiiert. Das alles hat natürlich seinen Preis. Die Basisversion des Porsche Cayman ist ab 51.385 Euro zu haben, der Cayman S kostet mindestens 64.118 Euro. Sicher, das ist mehr als für einen Nissan 370Z. Aber dafür ist es eben auch ein Porsche, und das durch und durch.

 

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