27.11.2012, 14:31 Uhr | Patrick Schäfer, t-online.de
Mit 1675 Litern Volumen wird er zum sportlichen Lademeister. Gerade der 2,2 Liter Turbodiesel mit 200 PS ist interessant.
Lang und geduckt zeigt sich der neue Jaguar XF Sportbrake. So elegant und schön wie er dasteht, fragt man sich, warum Jaguar nicht schon früher auf den Gedanken kam, einen Kombi zu bauen. Wir sind den neuen Jaguar XF Sportbrake gefahren.
Jahrzehntelang war die Kombination Kombi und Jaguar tabu. Zwar gab es mal vor nicht allzu langer Zeit einen X-Type Estate, aber der war mehr Ford als Jag. Und nun hat Jaguar diesen Luxus-Kombi XF Sportbrake gebaut. Schon der Name verrät: Er will mehr Shooting Brake als Kombi sein, mehr Lifestyle statt Nutzwert bieten. Der XF Sportbrake ist eine elegante und sportliche Erscheinung auf 4,96 Metern Länge. Der flache Kombi bietet eine feine Fensterlinie mit abgedunkelter D-Säule und ein rundliches Heck mit einer breiten Chromspange.
Während sich die Außenhaut ab der B-Säule von der Limousine unterscheidet, gibt es im Innenraum kaum sichtbare Veränderungen. Das Layout für das Cockpit ist logischerweise von der Limousine übernommen worden, nur gibt es nun am Wischerhebel auch eine Funktion für den Arm an der Heckscheibe, und der Bordcomputer meldet beispielsweise eine offene Heckklappe. Also blicken wir nach hinten: Dort ist genug Raum auch für großgewachsene Personen ohne sich den Kopf anzustoßen. Die Übersicht nach hinten ist relativ gut, aber Kombi-typisch nicht vorbildlich. Ansonsten alles wie gehabt: eine gediegene Atmosphäre mit viel Holz, Leder und Aluminium.
Mit 1675 Litern Volumen wird er zum sportlichen Lademeister. Gerade der 2,2 Liter Turbodiesel mit 200 PS ist interessant. zum Video
Technische Daten Jaguar XF Sportbrake | |||
Version | 2,2 Liter Diesel | 3,0 Liter V6 Diesel | 3,0 Liter V6 Diesel S |
Drehmoment | 450 Nm | 500 Nm | 600 Nm |
Leistung | 200 PS | 240 PS | 275 PS |
0-100 km/h | 8,8 s | 7,1 s | 6,6 s |
V-Max | 214 km/h | 240 km/h | 250 km/h |
Verbrauch | 5,1 Liter | 6,2 Liter | 6,2 Liter |
Preis ab | 48.550 Euro | 52.550 Euro | 56.550 Euro |
Aber wer einen Kombi kauft, will auch Nutzwert. Alles ran an das Heck: Auf Wunsch arbeitet die Heckklappe auch mit einem Elektromotor - dieses Feature sollte man sich auf jeden Fall für den eleganten Sportbrake gönnen. Der fast zwei Meter lange Laderaum bietet Platz für maximal 1675 Liter und eine ebene Fläche auch bei umgeklappter Hinterbank. Diese ist 60:40 geteilt und lässt sich links und rechts mit einem Hebel einfach umlegen. Optional geht natürlich noch mehr: Ein eigens gestylte Dachbox, ein Aluminium-Schienensystem für den Gepäckraum mit diversen Erweiterungen - so praktisch kann ein Luxus-Laster sein.
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Angeboten wird der XF Sportbrake vorerst in drei Dieselversionen - schließlich sind die meisten Kombifahrer Kilometerfresser. Und schon mit dem Vierzylinder-Aggregat ist man gut bedient: Zwar nagelt er bei niedrigen Touren, wird aber bei schnellerer Fahrweise deutlich ruhiger. Die 200 PS Leistung mit dem bulligen Drehmoment von 450 Newtonmetern reichen eigentlich vollkommen aus, um zügig und sportlich voranzukommen. Denn auch mit dem großen Kofferraumabteil versteckt der Brite seine sportlichen Gene nicht. Das direkte und dynamische Fahrverhalten der Limousine hat er beibehalten. Hinten arbeitet im Gegensatz zum XF eine Luftfederung mit Niveauregulierung.
Wer ein Plus an Leistung und noch mehr Ruhe im Innenraum wünscht, sollte auf die Dreiliter-Version zurückgreifen. Mit 240 PS wird der XF Sportbrake schon richtig flott, die 275 PS der S-Version jedoch erlauben eine harmonische Kraftentfaltung, die selbst Dieselhasser bekehren kann. Im gut gedämmten Innenraum ist nur ein Rauschen zu hören, während der Commonrail-Diesel mit seinen 600 Newtonmetern Drehmoment souverän beschleunigt und die straffe Lenkung Kurven leicht beherrschbar macht. Dabei bleibt der Sportbrake immer komfortabel, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.
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Der Jaguar XF Sportbrake empfiehlt sich als ideales Reisegefährt für Vielfahrer und Kunden, die etwas mehr Platz brauchen, ohne dabei auf Luxus, Eleganz und Leistung verzichten zu müssen. Der Startpreis liegt bei 48.550 Euro für den kleinen Vierzylinder. Die Briten schätzen, dass der Anteil des Kombi in Deutschland bis zu 60 Prozent der XF-Verkäufe betragen könnte.
Und Jaguar legt weiter nach: Bald kommen der superstarke XFR-S, die Allradversionen von XF und XJ, für China gibt es einen XJ Ultimate, und auch der neue F-Type steht in den Startlöchern. Und es steht zu vermuten, dass auch der Sportbrake irgendwann als XFR und vielleicht sogar XFR-S im Revier von BMW M5, Audi S6 und Mercedes E63 AMG wildern wird.
Quelle: Patrick Schäfer, t-online.de
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