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Corvette 427er Collector’s Edition: Dickes Ende

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Corvette 427 Collector’s Edition  

Das dicke Ende

26.03.2013, 17:45 Uhr | Press-Inform

Corvette 427er Collector’s Edition: Dickes Ende. Corvette 427er Collector’s Edition (Quelle: Press Inform)

Corvette 427er Collector’s Edition (Quelle: Press Inform)

Die 427er Collector’s Edition setzt der auslaufenden Corvette die Krone auf. Mit einer so großen Maschine fuhren Corvetten zuletzt vor knapp 40 Jahren. Das Nachfolgemodell steht schon bereit, aber mit wesentlich kleinerem Aggregat. Mit diesem Auto endet zumindest vorläufig eine Legende - die Ära der besonders großen amerikanischen Achtzylinder.

Darauf haben die Corvette-Fans zum Finale gerade noch gewartet. Denn die amerikanische Lustspenderin Corvette Z06 mit ihrem gigantischen Siebenliter-V8 war bisher nur als geschlossene Version zu bekommen. Wer gegen die imageträchtige Konkurrenz von Mercedes SLS Roadster, Porsche 911 Turbo S Cabrio oder Ferrari California Eindruck schinden will, für den ist die Corvette 427 Cabrio Collector’s Edition schlicht das perfekte Traummobil. Optisch fallen nicht nur die geschmiedeten Spezialfelgen, sondern besonders die Doppelstreifen auf, die sich markant über der 4,46 Meter langen Karosserie ausbreiten. Die kleine ZR-Spoilerlippe am Heck ist da eher schon etwas für den Kenner.

Corvette 427er Collector’s Edition mit gewaltigem Hubraum

Das gilt auch für das Triebwerk. Denn wer die mächtige Karbonmotorhaube der Vette nach oben klappt, blickt auf ein Ungetüm amerikanischer Motorenbaukunst. Der Namenszusatz "427" kommt nicht von ungefähr, spiegelt die dreistellige Ziffernfolge doch die Größe des Brennraums im Format Kubik-Inch wieder. Kurz umgerechnet ergibt das sieben Liter Hubraum – da läuft selbst erfahrenen US-Car-Fans beim Druck auf den Starter ein wohliger Schauer über den Rücken. Der Achtzylinder-Sauger aus der Corvette Z06 leistet 512 PS und ein mächtiges Drehmoment von 627 Newtonmetern. Wie viel das wirklich ist, zeigt sich nach ein paar Meilen in freier Natur eindrucksvoll. Wer meinte, dass eine offene Corvette mit dem normalen 436-PS-Triebwerk mehr als ausreichend motorisiert ist, sieht sich allzu schnell eines Besseren belehrt.

Corvette 427er Collector’s Edition bietet brutale Fahrleistungen

Jeder Beschleunigungsversuch des offenen Zweisitzers wird dabei nicht nur zu einem audiovisuellen Hochgenuss. Die Fahrleistungen sind so eindrucksvoll, wie man es von sieben Litern Hubraum erwarten darf. Null auf Tempo 100 schafft die Collector’s Edition in kaum mehr als vier Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 310 km/h ist keine Überraschung.

Fahrwerksqualitäten der Corvette 427er Collector’s Edition

Das tolle Fahrwerk ist bei der 427er Collector’s Edition ebenfalls ein Höhepunkt. Das Magnetic Selective Ride Fahrwerk ist sportlich straff, aber mehr als gekonnt abgestimmt. Bei sportlicher Gangart würde man sich auf ebener Piste durchaus noch mehr gesunde Härte wünschen. Doch Vorsicht! Diese offene Corvette ist kein Rennwagen wie die Z06 oder gar ZR1, sondern ein offener Kraftprotz mit Gleiter-Qualitäten. Geschaltet wird per knochiger Sechsgang-Handschaltung. Gerade bei langsamen Tempi wollen die Gänge behutsam eingelegt sein. Ist das Getriebe erst einmal warm und hat sich der 1,5 Tonnen schwere Renner mit Fahrer und Fahrbahntemperatur angefreundet, geht es kommoder von der rechten Hand. Gefallen kann einmal mehr die Lenkung, deren Servo-Unterstützung für einen Renneinsatz zu vehement wäre. Zum sportlichen Gleiten ist sie dagegen nahezu perfekt.

Schwächen im Innenraum der Corvette 427er Collector’s Edition

Das kann man von Innenraum und besonders der Sitzposition nicht sagen. Hier kann man nur auf die nächste Corvette-Generation hoffen. Die aktuellen Lederstühle sind trotz stimmungsvoller Ziernähte für größere Piloten nicht ausreichend dimensioniert, der Seitenhalt ist zu schwach und die Verstellmöglichkeiten angesichts dessen, was die Konkurrenz bietet, peinlich. Auch die Bedienung passt keinesfalls ins 21. Jahrhundert. Hier scheint die Corvette 427 Cabrio Collector’s Edition wie ihre schwächeren Brüder in den 80er Jahren festgefahren. Klimaautomatik, Sitzheizung und Head-Up-Display lassen sich nicht mehr zeitgemäß verstellen.

Ihre Reize machen sie begehrt

Wer aber über die Schwächen des Interieurs hinwegsieht, auf automobile Kriegsbemalungen steht und sich an den 512 trampelnden Pferden unter der Motorhaube nicht satthören kann, der muss schnell sein. Die 427er Collector’s Edition ist das finale Abschiedsgeschenk der auslaufenden Corvette-Generation. Sie steht in den USA ab 76.000 Dollar beim Händler – das sind weniger als 60.000 Euro. Ob der Eigenimport lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Profis wie US-Cars Geiger bieten sie ab 100.000 Euro an.

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