Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

BMW X6 M 50d fordert Porsche Cayenne S Diesel im Autotest heraus

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Vergleich  

BMW X6 M 50d fordert Porsche Cayenne S Diesel heraus

21.05.2013, 10:33 Uhr | Wolfgang Gomoll, Stefan Grundhoff, Press-Inform

BMW X6 M 50d fordert Porsche Cayenne S Diesel im Autotest heraus. BMW X6 tritt gegen Porsche Cayenne an (Quelle: Press-Inform)

BMW X6 tritt gegen Porsche Cayenne an (Quelle: Press-Inform)

Das ist ein Duell der Super-SUV: Der Porsche Cayenne S Diesel will dem BMW X6 M50d zeigen, was eine Harke ist. Hat der Zuffenhausener die besseren Argumente? Oder lässt sich der Bayer davon nicht beeindrucken?

BMW X6 vs. Porsche Cayenne; Fast identische Leistung

"Lass Dich niemals mit einem harten Puncher auf einen Schlagabtausch ein", lautet eine der Grundregeln für technisch versierte Boxer. Wenn es nur immer so einfach wäre. Denn manchmal geht es einfach nicht anders und dann fliegen die Fäuste. Ohne Wenn und Aber.

Genau mit dieser Attitüde steigen der BMW X6 M50d und der Porsche Cayenne Diesel in den Ring. Kein langes Geplänkel, kein abwartendes Abtasten. Der K.o-Schlag ist das Ziel. Dynamit haben beide genug in den Fäusten beziehungsweise unter der Motorhaube. Nominell sind die beiden Kombattanten absolut auf Augenhöhe: der Porsche hat 382 PS und ein Drehmoment von 850 Newtonmetern und der Bayer hält mit 381 PS und 740 Newtonmetern dagegen.

Porsche Cayenne 
Porsche erweitert sein Diesel-Angebot

Sportlich und effizient: Der Porsche Cayenne S Diesel. zum Video

Acht- gegen Sechszylinder

Doch die Kraft kommt beim Zuffenhausener SUV aus acht Zylindern mit doppelter Turbo-Zwangsbeatmung, während es beim BMW deren sechs sind, die mit drei Ladern versehen sind. Durch eine elaborierte Abstimmung und den knackigen maximalen Einspritzdruck von 2200 bar teilen sich die drei Lader die Arbeit auf und versorgen so den Reihensechszylinder-Selbstzünder mit Kraft.

Auch wenn beide Aggregate auf dem Papier fast identische Werte haben, zeigt sich einmal mehr der Wahrheitsgehalt der alten Weisheit: "Hubraum ist durch nichts zu schlagen, als durch mehr Hubraum". Der Porsche V8 liefert eine souveräne Leistung ab und beschleunigt das 2,2-Tonen-Gefährt fast schon mühelos bis zur Höchstgeschwindigkeit von 252 km/h. Die sämige Leichtigkeit des Vortriebs wird dabei von einem volltönigen, imposanten und bisweilen heißer röchelnden Klang untermalt. Nur wenn sich das 4,2 Liter-Aggregat bei hohen Drehzahlen anstrengt, merkt man, dass ein Selbstzünder am Werk ist.

BMW dreht höher

Der X6 M 50d dreht rund 700 Umdrehungen höher als der Porsche-V8 und kann bei den Fahrleistungen durchaus mit dem Cayenne mithalten, aber der Münchener Sechszylinder wirkt deutlich angestrengter - auch akustisch. Das Triebwerk klingt brummig und auch die Kraftentfaltung ist bei weitem nicht so harmonisch wie beim Konkurrenten. Klar, der Triple-Turbo-Diesel aus Bayern ist und bleibt ein Klasse-Triebwerk, aber der Cayenne-Diesel ist eben besser.

Der X6 schafft laut Tacho 254 km/h. Die größere Mühe mit dem 2,3 Tonner merkt man den X6 M 50d auch auf der Tankuhr an: Mit einem Durchschnittsverbrauch von 12,7 Litern, ist der Münchener um 0,5 Liter durstiger als der Zuffenhausener. Auch wenn der BMW in 5,3 Sekunden die 100-km/h-Marke passiert und daher auf dem Papier 0,4 Sekunden schneller ist als der Cayenne, wirkt der Porsche leichtfüßiger - und bulliger.

Luxusauto 
Luxus-SUV versagt im Gelände völlig

Warum am Ende sogar die Airbags auslösen. zum Video

Beide SUV in Sachen Agilität gleich

Bei der Agilität bewegen sich die Wettbewerber wieder auf Augenhöhe, da beide auf eine exzellente Getriebeautomatik, einen permanenten Allradantrieb mit einer elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung setzen. Lediglich an der Hinterachse gibt es Unterschiede. Porsche erzeugt Einlenkdynamik durch Bremseingriffe am Rad, das durchzudrehen droht und indem mehr Drehmoment auf das kurvenäußere Rad geleitet wird.

Bei BMW sorgt das Torque-Vectoring durch eine elektronisch geregelte aber mechanisch agierende Überlagerungskupplung für Querdynamik. Und das ist auch gut so. Eine alte Ingenieursweisheit sagt: Was man mechanisch machen kann, sollte man auch mechanisch machen." Das zählt auch beim Torque-Vectoring. Das Porsche-Bremseingriff-System macht einen so guten Job, dass die Unterschiede nur kurz vor dem Beginn des Grenzbereichs spürbar sind.

Ähnliche Eigenschaften

Da hat aber BMW einen Vorteil. Auf der Vorderachse wirkt der Zuffenhausener agiler. Unterm Strich ist das luftgefederte Fahrwerk des Cayenne S Diesel, das sich bei Bedarf auch während der Fahrt absenken lässt, ein guter Kompromiss zwischen Komfort und Dynamik.

Porsche innen hochwertiger

Im Innenraum punktet der Porsche mit einer hochwertigen Verarbeitung, die den BMW in den Schatten stellt. Vor allem im Bereich der Klima- und die Radioblende ist das Plastik nicht immer premium-like. Dafür punktet der Bayer beim iDrive-Bedienkonzept, das nach wie vor der Maßstab an Intuition ist. Dagegen erfordert die Knöpfe-Vielfalt, die im Porsche bis in den Dachhimmel reicht, erfordert zusätzliche Einarbeitungszeit. Hat man sich erst einmal mit dem Flugzeug-ähnlichen Cockpit vertraut gemacht, findet man auch die Funktionen schneller. Außerdem liegt das dickere BMW-Lenkrad deutlich besser in der Hand als der dünne Zuffenhausener Kranz.

Porsche hat bessere Sitze

Besser sind dagegen die Sportsitze die Cayenne Diesel S, die sich deutlich variabler einstellen lassen. Nur hier sind Seiten- und sogar Oberschenkelwangen variabel anzupassen. Für einen Preis von 100.000 Euro darf man eben einiges erwarten.

Im BMW geht es beengter zu

Der breite Kardantunnel sorgt beim Münchner für eine gewisse Enge. Da ist der Porsche luftiger. Das gilt konzeptbedingt auch für den Rest des Platzangebots. Im Fond spielt der konventionell geschnittene Cayenne seine Vorteile gegenüber dem SUV-Coupé mit der stark abfallenden Dachlinie aus. Bei Personen ab 1,80 Metern wird es im X6-Fond eng. Auch beim Kofferraumvolumen spielt der Bayer mit 570 bis 1450 Liter gegenüber den 670 bis 1780 Liter des Porsche die zweite Geige. Platz genug bieten aber beide.

Fazit: Der Porsche Cayenne hat die Nase vorn

Mit einem Grundpreis von 78.874 Euro ist der Porsche Cayenne S Diesel um 7526 Euro billiger als der BMW. Der bietet dann auch solche Schmankerln, wie eine Niveauregulierung an der Hinterachse. Vernünftig ausgestattet, kosten beide um die 100.000 Euro. Auch wenn sich der konzeptionell ältere BMW X6 M50d mit dem modernen Triple-Turbo-Diesel kraftvoll einschlägt, hat der Cayenne S Diesel letztendlich aufgrund der Agilität und des grandiosen V8-Motors die Nase vorn.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal