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Skoda Octavia Combi: Fast schon Mittelkasse

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Skoda Octavia Combi: Größer und trotzdem leichter

03.05.2013, 13:09 Uhr | Frank Wald, mid

Skoda Octavia Combi (Quelle: Hersteller)

Skoda Octavia Combi (Quelle: Hersteller)

Der Skoda Octavia Combi war im vergangenen Jahr hierzulande das meist verkaufte Skoda-Modell. Auch europaweit fuhr er als beliebtester Import-Kombi im Kompaktsegment allen davon. Die dritte Generation rollt am 25. Mai zu Preisen ab 16.640 Euro zum Händler.

Großer Golf-Bruder aus Tschechien

Wie sein technischer Zwilling Golf ist auch der neue Skoda Octavia Combi rund 100 Kilo leichter geworden. Mit 4,66 Meter ist er aber neun Zentimeter länger als der Vorgänger, den er auch beim Radstand um knapp elf Zentimeter übertrifft. Entsprechend geräumiger gestalten sich bei dem viertürigen Kombi die Innenraumlänge und Beinfreiheit im Fond. Auch bei Kopf- und Schulterfreiheit legte der Combi noch einmal spürbar zu.

C-förmige Leuchten am markanten Heck

Die gestreckte Linie und der breitere Radstand betonen zusammen mit dem kürzeren Überhang vorn die eleganten Proportionen. Von der Front, identisch mit der Limousine, laufen die flächigen Seiten geradlinig ohne Schnörkel in eine leicht abfallende Heckpartie. Das markante Heck ist wichtig, schauen bei einem Kombi eben doch alle öfter mal aufs Hinterteil. Und das ist im neuen Octavia Combi im Wortsinne großartig.

Skoda Octavia Combi: Chic und clever

Mit 610 Litern übertrifft der Kofferraum sowohl den Vorgänger als auch den neuen Golf Variant um fünf Liter. Mit umgeklappter Rücksitzbank erhöht sich das Ladevolumen auf 1740 Liter. Clever: Die Rücksitzlehne lässt sich für 80 Euro Aufpreis bequem per Knopfdruck vom Kofferraum aus umlegen. Ist dann noch der Beifahrersitz nach vorn geklappt, darf das Regal auch mal 2,92 Meter lang werden. Neu ist auch die Ablage für automobilen Krimskrams wie Regenschirme unter der Kofferraumabdeckung. Der Kofferraumboden ist für 50 Euro Aufpreis außerdem erstmals als Wendematte zu haben. Außerdem finden sich im Ladeabteil des Octavia Combi vier Klapphaken zum Aufhängen von Einkaufstaschen sowie eine 12-V-Steckdose für die Stromversorgung beispielsweise einer Kühltasche.

Das C ist Programm: Combi mit viel Comfort

Auch das Beladen läuft dank weit nach oben schwingender Heckklappe einfach und bequem. Im Innenraum findet sich allerlei Praktisches: ein Universalhalter in der Mittelkonsole für Mobiltelefon oder iPod, Abfallbehälter für die Ablagefächer in den Türen sowie Halter für bis zu acht Flaschen oder Trinkbecher. Mühseliges Suchen ersparen der serienmäßige Eiskratzer in der Tankklappe und die in einem speziellen Halter sofort greifbare Warnweste unter dem Fahrersitz.

Octavia Combi: Fahrprofil auf Knopdruck

Technik und Motoren sind identisch zur Limousine. Im Angebot sind vier Benzindirekteinspritzer, vom 1.2 TSI mit 86 PS bis zur 180 PS starken Topmotorisierung 1.8 TSI, sowie drei Diesel mit 90 PS, 105 PS und 150 PS. Vor allem letzterer überzeugt mit Durchzug und Laufruhe und ist sowohl für forsches Autobahntempo wie für die anspruchsvollere Berg- und Talfahrt ein idealer Begleiter. Wer es noch entspannter mag, überlässt das Schalten dem DSG-Doppelkupplungsgetriebe für 2200 Euro Aufpreis. Es reagiert allerdings im unteren Drehzahlbereich nicht immer mit der gewünschten Schnelligkeit. Nachschärfen lassen sich Gasannahme, Getriebe und Lenkung mit einer Fahrprofilauswahl, über die der Fahrer per Knopfdruck bestimmte Fahreigenschaften des Fahrzeugs einstellen kann.

Allradantrieb für den Top-Benziner und zwei Diesel

Bis auf den Basis-Benziner sind alle Motoren mit Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung ausgestattet. Zum Jahresende folgt eine verbrauchsarme Greenline-Version mit einem 110 PS starken 1,6-Liter-TDI, der Normwerte von 3,3 Litern im Schnitt (CO2: 87 Gramm pro Kilometer) erreichen soll. Auch eine Erdgasvariante haben die Tschechen noch in petto. Der Top-TSI sowie die beiden stärkeren Diesel können außerdem mit einem neuen Allradantrieb geordert werden. Auf rutschigem Belag, an steilen Geröllhängen, auf Schnee, Eis oder auch nur bei Starkregen zieht der Octavia damit unbeirrt seine Spur.

Sicher ist sicher: Sieben Airbags und viele Assistenten

Für Sicherheit in Serie sorgen unter anderem sieben Airbags inklusive Fahrer-Knieairbag sowie eine Multikollisionsbremse. Wer mehr will, muss zahlen: 440 Euro für proaktiven Insassenschutz bei drohendem Unfall plus hintere Seitenairbags, 200 Euro für eine Müdigkeitserkennung oder 770 Euro für den Frontradar-Assistenten mit City-Notbremsfunktion und Spurhalteassistent. Ebenso ist die Assistenz-Armada kostenpflichtig, die automatisch das Fernlicht an- und abschaltet (620 Euro), vertikal und längsseitig in Parklücken zirkelt (570 Euro) oder die Verkehrsschilder am Straßenrand anzeigt.

Günstig im Grundpreis, jedoch sind die Extras teuer

Also alles gut beim neuen Skoda Octavia? Nicht ganz. Wie so oft stecken die kleinen Ärgernisse in einer ellenlangen Aufpreisliste. Eine Klimaanlage beispielsweise, in der Basisversion Active nicht Serie, kostet stolze 1120 Euro. Überhaupt sind in dieser Grundausstattung viele der angepriesenen Komfortdetails gar nicht zu bekommen. Und wiederum sind viele Features und Assistenzsysteme nur in Kombination mit diversen Ausstattungspaketen zu haben. Ach ja, und ohne Aufpreis ist der Octavia nur in schlichtem Blau oder Weiß zu bekommen, Sonderfarbe rot kostet 195 Euro, alle anderen Metalliclackierungen 520 Euro.

03.05.2013, 13:09 Uhr | Frank Wald, mid

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