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Rolls-Royce Wraith: Wie von Geisterhand

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Rolls-Royce Wraith: Wie von Geisterhand

14.05.2013, 15:36 Uhr | Thomas Schneider/mid/ts

Rolls-Royce Wraith: Wie von Geisterhand. Das jüngste Mitglied der "Geisterfamilie".  (Quelle: Hersteller)

Das jüngste Mitglied der "Geisterfamilie". (Quelle: Hersteller)

Die Marke Rolls-Royce steht seit 1894 für automobilen Luxus und souveräne Fahrleistungen. Und auch der Wraith, neben Ghost und Phantom das jüngste Mitglied der britischen "Geisterfamilie", beeindruckt durch hochwertige Materialien und technische Innovationen.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Der aus dem schottischen stammende Begriff "Wraith" bezeichnet einen Geist, der aus der Ferne auftaucht. Er hat bei der britischen Nobelmarke eine lange Tradition. Bereits 1938 kam er für ein Modell der Briten zum Einsatz, wie auch bei dessen Nachfolger "Silver Wraith".

Der Wraith mit seinem 465 kW/632 PS starken 6,6-Liter-V12-Biturbo-Motor ist nun bei der Eröffnung eines neuen Show-Rooms in Köln erstmals in Deutschland präsentiert worden. Dieser Gran Turismo stellt das am stärksten motorisierte Modell in der Firmengeschichte dar. Dabei strahlt er weiterhin Eleganz und Souveränität aus. Sein Beschleunigungswert von Null auf 100 km/h in 4,6 Sekunden weisen das Fahrzeug als agil genug aus, um auch in Gefahrensituationen genug Power auf die Straße zu bringen.
Aber an dem "aktuellen Geschwindigkeitswahn wie etwa bei Bentley" - so Rolls Royce - jenseits der 300 km/h Marke wolle man sich nicht beteiligen. >>

Die Höchstgeschwindigkeit sei bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt und eine Aufhebung der Sperre, die etwa die Konzernschwester BMW M anbietet, sei nicht vorgesehen. "Wir wollen das dynamischste Auto bauen, nicht das schnellste", heißt es.

Hommage an frühere Zeiten

Die Karosserieform des Wraith ist eine Hommage an das Fastback-Design (Schrägheck) mit seiner hinter der ersten Sitzreihe sanft abfallenden Dachlinie, die ohne Unterbrechung im Heck ausläuft. Seinen Ursprung hat das Design in der Stromlinienform der 1930er Jahre. Einer der prominentesten Vertreter ist der Ford Mustang aus den 1960ern. Ein aktuelles Beispiel ist der Bentley Continental GT, der eine ähnliche Silhouette wie der Wraith aufweist. Im direkten Vergleich wirkt der nicht gerade schmächtige Bentley aber neben dem Wraith fast zierlich. Er übertrifft seinen britischen Mitbewerber um einen halben Meter in der Länge (5,27 Meter),

um fast 40 Zentimeter beim Radstand (3,11 Meter) und ist mit 1,51 Metern zehn Zentimeter höher. Dadurch finden hier vier Personen auf Einzelsitzen mehr als genügend Platz.

Luxuriöser Sternenhimmel Seine gegen die Fahrtrichtung angeschlagenen Türen sorgen für eine größtmögliche Bequemlichkeit beim Ein- und Aussteigen und sie schließen auf Knopfdruck. Der Innenraum ähnelt eher dem einer Luxusjacht als einem Auto. Neu bei diesem Rolls-Royce sind die "Canadel Panelling" genannten Verkleidungen aus offenporigem Edelholz im Inneren, die sich sehr samtig anfühlen. Sie finden sich an den Türen und der Seitenverkleidung im Fond sowie in der Mittelkonsole. Eine unnachahmliche Haptik bietet auch das weiche, natürlich strukturierte Leder. In den Dachhimmel sind von Hand 1340 Fiberglas-Lichter eingearbeitet, die einen Sternenhimmel nachahmen. Alles wirkt sehr stimmig, eine Symphonie aus Luxus und Eleganz. Zu den technische Schmankerl des Wraith gehört das erstmals eingesetzte Satelliten-gestützte Achtgang-Automatikgetriebe, das dafür sorgt, dass für den befahrenen Streckenabschnitt stets der optimale Gang anliegt. Fährt das Fahrzeug etwa auf eine Kurvenkombination zu, und der Fahrer nimmt den Fuß vom Gas, bleibt es im entsprechenden Gang, um nach der Kurve optimal herausbeschleunigen zu können. Das geschieht dank einer Luftfederung, die alle 2,5 Millisekunden die Belastung der Stoßdämpfer optimiert und einer Wankstabilisierung, die ein Aufschaukeln verhindert, natürlich unter Beibehaltung des maximalen Fahrkomforts. Der Bolide hört "aufs Wort"

Außerdem gehorcht der Wraith "aufs Wort". Über Sprachbefehle lässt sich nicht nur das Navigationssystem völlig ohne eine lästige Menüsteuerung bedienen, der Fahrer kann auch E-Mails oder SMS diktieren und versenden und so das Radio oder andere angeschlossene Geräte steuern. Die Engländer nennen das einen "modernen Kammerdiener".

Darüber hinaus ist die Luxus-Sänfte mit allen erdenklichen technischen Helferlein ausgestattet, angefangen von der "Night Vision", die per Infrarot Objekte auf der Fahrbahn ortet und auf das Headup-Display in der Windschutzscheibe projiziert, bis zur automatischen Regelung der Helligkeit der Scheinwerfer.
Das Fahrzeug nimmt dem Fahrer im Rahmen des technisch Möglichen alles ab, das ihn beim Fahren ablenken könnte. Im letzten Quartal dieses Jahres kommt das Gefährt dann zu den deutschen Händlern. Mindestens 250.000 Euro muss der Käufer schon bereit stellen, um diesen Komfort sein Eigen nennen zu können.
Aber einen der fahrbaren Traumwagen von Rolls-Royce kann sich Jedermann leisten - wenn auch nur zur Miete zum Beispiel zu einem besonderen Anlass wie einer Hochzeit. Die Preise für ein aktuelles Modell inklusive Chauffeur starten bei etwa 250 Euro pro Stunde oder 1500 Euro pro Tag.

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