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Lexus LS 600h im Test

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Harte Aufholjagd für den Lexus LS 600h

27.08.2013, 16:26 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Lexus LS 600h im Test. Der LS 600 ist das Flaggschiff der Premiummarke Lexus und wird ausschließlich mit Hybrid-Antrieb angeboten. (Quelle: Hersteller)

Der LS 600 ist das Flaggschiff der Premiummarke Lexus und wird ausschließlich mit Hybrid-Antrieb angeboten. (Quelle: Hersteller)

Luxuskarosse aus Fernost: Nach der S-Klasse von Mercedes-Benz nimmt wanted.de-Testfahrer Christian Sauer nun das Topmodell von Lexus genauer unter die Lupe. Kann der Luxus-Hybrid ihn und die anspruchsvolle Kundschaft überzeugen? Wir haben trotz des edlen Auftritts unsere Zweifel.

Foto-Serie mit 18 Bildern

Das Lexus-Flaggschiff greift an Es ist schon ein sehr selbstbewusstes Statement, dass der Toyota-Konzern den LS600 – das Flaggschiff seiner Premiummarke Lexus – ausschließlich mit Hybrid-Antrieb aber ohne direkten Stromanschluss anbietet. So muss der LS 600h seine Batterie während der Fahrt aufladen. Dies geschieht zum einen durch den Achtzylinder-Motor mit fünf Litern Hubraum und 394 PS, sowie durch die Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation). Den aktuellen Status zeigen die Displays zwischen den digitalen Rundinstrumenten und in der Mittelkonsole an. Dort hält der 12,3 Zoll große LCD weitere Menüs und Anzeigen zur Auswertung des persönlichen Fahrstils parat. Hoher Verbrauch trotz Hybrid

Leider lag der Durchschnittsverbrauch in unserem Test meist über zehn Liter auf 100 km und somit auch über dem offiziellen Wert von 8,6 Litern. Gern hätten wir öfters den EV-Modus genutzt, um mit dem Lexus rein elektrisch dahin zu gleiten.

Doch anders als beispielsweise beim Porsche Panamera S E-Hybrid hat man im LS 600h wenig Einfluss darauf, wann sich der Benziner wieder zuschaltet, um den Elektromotor zu unterstützen oder komplett abzulösen. Vielmehr verführte der Japaner uns dazu, die Systemleistung von 445 PS (327 kW) auszutesten. Der allein schon 225 PS (165 kW) starke Stromer mit 300 Nm Drehmoment katapultiert zusammen mit den 520 Nm des Haupttriebwerks den Allradler in 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Beschleunigung endet elektronisch begrenzt bei 250 km/h. Wer so schnell über deutsche Autobahnen rast, braucht sich natürlich auch nicht wundern, dass der Verbrauch alle Angaben sprengt – da hilft kein Hybrid der Welt!

Das Gewicht von 2,5 Tonnen sorgt auch bei normaler Fahrweise für einen relativ hohen Verbrauch. Dabei wirken sich die schweren Hybrid-Komponenten – insbesondere die Batterien – ebenso negativ darauf aus, wie die Luxusausstattung mit vielen Elektromotoren für den Komfort der Passagiere. >>

Der Fahrer sitzt gut, wenn auch etwas hoch, der Beifahrer sogar noch besser. In der von uns getesteten Ausstattungsvariante „Wellness Line“ lässt sich die vordere Sitzfläche soweit ausfahren, dass man die Beine richtig hochlegen kann. Noch komfortabler (und teurer) geht es nur im 13 cm längeren LS 600h L zu. Dort gibt es auch hinten einen Liegesitz – Ottomane genannt. Dabei herrscht nicht nur in der viersitzigen Chauffeurs-Version kein Platzmangel im Fond.

Kleine Mängel im Vergleich zur Konkurrenz

Doch bei allen Komfortzutaten und trotz exklusiver Materialien wie Leder, Alcantara oder Holz zeigen sich hier erste Detailschwächen. Zugegeben, wir "meckern" auf hohem Niveau, aber der Lexus LS 600h tritt in der automobilen Champions Leaque gegen Audi A8, BMW 7er und Mercedes S-Klasse an, die gerade als Neuauflage die Latte jetzt wieder ein Stück höher gelegt hat.

Der Lexus bietet jede Menge Luxus und Hightech: Ein größeres Display als das im LS 600h findet sich derzeit nur in der S-Klasse. Dafür ist dort auch die Grafikauflösung feiner, und die Bedienung gelingt einfacher als bei der japanischen Alternative mit einer Art Computermaus. Zumindest gewöhnungsbedürftig und aus unserer Sicht nicht optimal sind auch die verstreuten Knöpfe zur Steuerung der Assistenz- und Sicherheitssysteme.

Die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Abstandsradar ist in unseren Augen ebenso sinnvoll wie der Nachtsicht-, Spurhalte- oder Totwinkel-Assistent. Diese sind inzwischen aber auch für kleinere Modelle erhältlich und selbst in den erschwinglicheren Klassen gibt es eine Verkehrszeichenerkennung oder ein automatisiertes Einparken als Ergänzung zur Rückfahrkamera. Das fehlt beim Lexus.

Das alles trübt den Gesamteindruck ebenso wie das stufenlose Automatikgetriebe, das einen unruhigen Eindruck hinterlässt. Dabei zeichnet den Motor eigentlich ein sehr geringes Geräuschniveau aus. Der V8 ist nur bei voller Beschleunigung dezent hörbar. Passend dazu schwebt der Fahrer mit der Adaptiven Luftfederung quasi über den Asphalt – fast so gut wie in der S-Klasse von Mercedes. >>

Selbst bei der Einstellung Sport S oder Sport S+ des Fahrmodus-Drehregler mit etwas strafferer Federung und direkterer Lenkung bleibt der Lexus seinem komfortable Charakter treu. Netter Gimmick: In beiden Sport-Programmen wechselt die Instrumentenbeleuchtung von blau auf rot, und die Power-Anzeige weicht einem Drehzahlmesser.

Der Preis ist zu heiß

Auf digitale Instrumente setzt auch die neue S-Klasse von Mercedes-Benz, die als S 400 Hybrid mit Sechszylinder samt 306 + 27 PS mindestens 85.204 Euro kostet. Der S 500 mit Allradantrieb und 455 PS starkem V8 startet ohne Hybrid bei 108.409 Euro. Dagegen schlägt der LS 600h mit 111.000 Euro ins Konto – für unseren Testwagen müsste man sogar 130.000 Euro überweisen. Fazit: Damit ist der Lexus kein Schnäppchen, potentielle Kunden kaufen lieber gleich deutsche Konkurrenten. Den bescheinigen die Auto-Enthusiasten zumindest hierzulande mehr Prestige, und so wird es für Lexus und Toyota weiterhin schwierig bleiben, die marginalen Verkaufszahlen ihres Flaggschiffes zu steigern – selbst mit Hybrid.

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