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Nissan Note: Transporter-Talent im Kleinwagen-Format

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Nissan Note  

Kleinwagen ganz groß

04.11.2013, 10:45 Uhr | Wolfgang Gomoll, Press-Inform

Nissan Note: Transporter-Talent im Kleinwagen-Format. Nissan Note: Kleinwagen ganz groß (Quelle: Hersteller)

Nissan Note: Kleinwagen ganz groß (Quelle: Hersteller)

Hierzulande begeisterte der Nissan Note bisher vor allem praxisorientierte Autofahrer mit großer Variabilität und viel Platz. Diese Nische war den japanischen Marketing-Strategien zu klein. Jetzt soll der Note, der sich mit dem Renault Clio die Architektur teilt, auf einmal nicht mehr Mini-Van sondern "normaler" Kleinwagen sein und gegen Ford Fiesta, Hyundai i20 und Konsorten antreten.

Nissan Note: Der Van ist tot, es lebe der Van

Im Falle des Note ist es schön zu wissen, dass Papier geduldig, die Fakten aber normativ sind. Kaum hat man in dem 4,10 Meter langen Gefährt Platz genommen, begeistert dessen Geräumigkeit. Schiebt man die Rückbank nach hinten, herrschen im Fond fast schon fürstliche Platzverhältnisse, die einer Limousine der oberen Mittelklasse gleichkommen. Vorne sitzt man leicht erhöht und genießt so eine bessere Rundumsicht. Soviel also zum Thema "kein Van".

Bis zu 2012 Liter Laderaumvolumen

Doch auch ein japanischer Kleinwagen, unterliegt den Gesetzen der Metrik. Bei maximaler Beinfreiheit für die hinteren Passagiere, schrumpft das Kofferraumvolumen von 411 auf 325 Liter. Legt man die Rückbanklehnen um und stopft den Note bis unters Dach voll, sind es 2012 Liter.

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Nissan Note: Mit doppeltem Ladeboden

Das ist aller Ehren wert. Eine gute, wenn auch nicht unbedingt neue, Idee ist der variable Kofferraumboden, der in der Höhe verstellbar ist. Dadurch wird dann die lange Ladefläche eben und unterhalb des Bodens ergibt sich ein zusätzliches Ladeabteil mit einer Wanne, in dem sich aller Utensilien unterbringen lassen. Um den zu bekommen, muss man allerdings das Family-Paket für 500 Euro ordern. Da gibt es dann noch ein paar Extras wie verdunkelte Scheiben und Armlehnen.

Klavierlack und 3-D-Optik im Note-Cockpit

Im Innenraum geht es auch sonst nicht allzu spartanisch zu. Unterschäumte Flächen sucht man vergebens, aber die Japaner geben sich große Mühe, das typische etwas dröge Nissan-Cockpit mit der kreisrunden zentralen Klima-Bedieneinheit durch ein bisschen Klavierlack in der Mittelkonsole und etwas 3-D-Look in den Rundinstrumenten aufzuhübschen.

Nissan Note mit vielen Assistenz-Systemen

Gelingt auch ganz ordentlich. Zumal die Verarbeitung solide aber nicht überragend ist. Aber irgendwo muss ja der Preis von das Einstiegsmodell von 13.990 Euro herkommen. Das gefahrene Modell „Acenta“ ist zwei tausend Euro teurer. Die Aufpreisliste ist zwar kurz, aber wer die Kreuze an der richtigen Stelle macht, bekommt für 1.200 Euro ein ganzes Paket von Assistenzsystemen: Darunter eine selbstreinigende Kamera mit Vogelperspektiven-Rundumsicht inklusive Bewegungssensor, einen Spurhalte und Toter-Winkelassistent und einem Navi-System. Legt man weitere 450 Euro drauf, wird aus der manuellen Klimaanlage eine Klimaautomatik. Bei soviel hilfsbereiter Technik, die für einen Kleinwagen außergewöhnlich ist, fällt dann doch etwas negativ auf.

Komfortables Fahrwerk, lethargischer Benziner

Passend zu den komfortablen Platzverhältnissen ist auch das Fahrwerk nicht allzu straff abgestimmt, ohne jedoch in Kurven extrem schwammig zu sein. Da man mit dem etwas lethargischen 80-PS-Motor ohnehin keine Bäume ausreißen kann, wird das Fahrwerk ohnehin nicht auf eine zu harte Probe gestellt. Wenn man dem Triebwerk mit Drehzahlen unter die Arme greift, geht es einigermaßen flott voran. Zumindest so schnell, dass man nicht zur rollenden Schikane mutiert. Wer es trotzdem in den Kurven wissen will, hat es immerhin mit einer Lenkung zu tun, die vernünftig auf die Steuerbefehle reagiert. Aber das ist nicht die Kernkompetenz des Nissan Note. Die ist es, praktisch und vielseitig zu sein. Und das schafft der kleine Japaner. Egal ob er nun als Minivan oder klassische Kleinwagen-Limousine bezeichnet wird.

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