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BMW 3er (E46) im Gebrauchtwagen-Check

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BMW 3er  

Mittelklasse-Dynamiker im Gebrauchtwagen-Check

25.11.2013, 18:15 Uhr | Holger Holzer, SP-X

BMW 3er (E46) im Gebrauchtwagen-Check. BMW 3er als Gebrauchtwagen (Quelle: Hersteller)

BMW 3er als Gebrauchtwagen (Quelle: Hersteller)

Der Bestseller im BMW-Programm war und ist der 3er. Durch die hohen Verkaufszahlen ist auch das Angebot an Gebrauchtwagen der Mittelklasse-Baureihe vielfältig. Doch gerade die Generation mit der internen Bezeichnung E46 (von 1998 bis 2005 gebaut) hat einige spezifische Schwachpunkte.

BMW 3er: Karosserie und Innenraum

Wie von BMW gewohnt zählte auch der 3er zu den eher eng geschnittenen Modellen im Wettbewerb. Wer auch mal im Fond Erwachsene mitnehmen will, wählt besser einen Mercedes oder einen Audi. Und auch der Touring genannte Kombi (1999 bis 2005) ist alles andere als ein Raumriese. Ausgeglichen wird das mit Handlichkeit und der für den Hinterradantrieb typischen Dynamik.

Gute Verarbeitung und Ergonomie

Am konsequentesten gelingt die Fahrspaß-Maximierung bei Coupé (1999 bis 2006) und dem noch mit Stoffdach ausgerüsteten Cabrio (2000 bis 2007). Als weitere Alternative gab es zwischen 2001 und 2004 das Kurzmodell Compact. Der Innenraum glänzt in allen Varianten mit guter Verarbeitung, funktioneller Bedienung und straff gepolsterten Sitzen.

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BMW 3er: Viele Motoren im Programm

Das Antriebsprogramm ist groß - sechs Diesel und 14 Benziner wurden während der Laufzeit angeboten, darunter erstmals im Dreier auch ein Benzin-Direkteinspritzer. Die Bandbreite reicht vom 1,8-Liter-Vierzylinder mit 105 PS bis zum 3,3-Liter-Sechszylinder des M3 CSL mit 360 PS. Wer in einem 3er den BMW-Slogan "Freude am Fahren" erleben will, sollte keinen der ganz kleinen Motoren wählen. Die sind zwar sparsam, aber recht träge und passen kaum zum sportlichen Gesamtcharakter. Eine gute Wahl sind der 318i (150 PS) oder der geschmeidige Sechszylinder 320i (170 PS).

330d mit Problemen an der Einspritzpumpe

Beliebt und gesucht sind die sparsamen Diesel, vor allem solche mit wenig Laufleistung. Empfehlenswert ist hier der 320d ab Baujahr 2001 mit 150 PS oder die Asphaltfräse 330d ab Baujahr 2003 mit 204 PS. Allerdings hat BMW in der Vergangenheit oft Probleme mit seinen Turboladern gehabt, beim 330d macht gelegentlich die Common-Rail-Pumpe Ärger. Darauf sollten Interessenten achten.

Straffes Fahrwerk wurde häufig noch getunt

Nach zeitgenössischer Mode war der 3er extrem sportlich abgestimmt. Häufig haben die Vorbesitzer sogar noch einmal mit Sportfahrwerk oder großen Rädern an Sportlichkeit nachgelegt. Gebrauchtwagenkäufer lassen in einem solchen Fall besser die Finger von dem Fahrzeug. Denn neben mangelndem Komfort können harte Durchschläge die Karosserie und alle Anbauteile schädigen.

Rückrufaktion aufgrund der Hinterachse

Der 3er hat ohnehin ein Problem mit den Achsen, die Aufhängung macht im E46 hinten und vorne viel Ärger und schneidet deshalb beim TÜV-Mängelreport schlechter als beim Durchschnitt ab. Im schlimmsten Fall kann die ganze Hinterachse rausreißen, was auch eine peinliche Rückrufaktion nach sich zog. Rost und Ölverlust kennt der Bayer jedoch kaum.

ESP kam erst mit dem Facelift ab 2001

Sparsam ausgestattete BMWs gibt es selten, die meisten Neuwagenkunden legen gerne ein paar tausend Euro drauf und schneidern sich so ihren Traumwagen. Gerne genommen wurden Metalliclackierung, Radio und Schiebedach. Vollausgestattete Fahrzeuge mit Lederausstattung findet man aber eher selten. Die Sicherheitsausstattung ist dafür auch in der Basis gut. Wie es sich für ein Familienauto gehört, gibt es serienmäßig Front-, Seiten und Kopfairbags. ESP gab es aber erst nach der Modellpflege im September 2001 - und dann auch nicht für jedes Modell.

Qualität: Auf diese Schwächen sollten Sie achten

Die Verarbeitung ist prinzipiell gut, bis auf die herausgerissenen Hinterachsaufnahmen bis Baujahr 2000, flatternde Lenkräder, anfällige Airbags und schlecht wirkende Handbremsen. Diese fällt bei der Hauptuntersuchung oft durch einen langen Zugweg ohne Wirkung auf. Interessenten sollten überprüfen, ob die Reparaturen fachgerecht erledigt wurden. Auch Probleme mit den Bremsschläuchen und Leitungen sind nicht selten. Schwachstellen gibt es bei den Dieseln, bei denen der Turbolader keinen Druck aufbauen will. Bei einer Probefahrt können diese Dinge aber schnell überprüft werden.

Fazit: Hände weg von "Bastelbuden"!

Das Angebot an 3ern ist groß, aber nicht alle Fahrzeuge kann man bedenkenlos kaufen. Vor allem die zahlreichen Bastelbuden sollten lieber gemieden werden. Wer ein gut gewartetes Fahrzeug, am besten nach der Modellpflege 2001, mit den notwendigen Reparaturen an Achse und Bremsen findet, erhält einen noch heute dynamischen und wertstabilen Wagen.

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