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Porsche 911 Turbo S im Test

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Porsche 911 Turbo S im Test

14.04.2014, 16:00 Uhr | Peter Eck/SP-X, wanted.de

Porsche 911 Turbo S im Test. Porsche 911 Turbo S (Quelle: Hersteller)

Porsche 911 Turbo S (Quelle: Hersteller)

"So baut man Sportwagen" warb einst vor vielen Jahren Porsche um Kunden. Das gilt erst recht und ganz besonders für das 911er-Spitzenmodell Turbo S. Das Fazit unserer Zeit mit dem bärigen Boliden können wir durch leichte Abwandlung des Eingangszitats vorwegnehmen: So baut man (Super-)Sportwagen.

Warum? Zum einen ist es natürlich der Antrieb und fast mehr noch das von ihm ausgehende Soundgewitter. Der Sechszylinder-Boxer grollt nach dem Start so herrlich und dabei doch unaggressiv los, dass es zu spontanen Beifallskundgebungen auf der Straße kam. Doch dazu später mehr. Handeln wir zunächst mit allem Respekt und doch in aller Kürze die Sportwagen-Qualitäten dieses Fahrzeugs ab: Man könnte sie kurz und knapp mit einem "ja" zusammenfassen. Ja, der Turbo S ist ein echter Sportwagen, bei 560 PS unter der Haube darf man ihm sogar noch das Wort "Super" voranstellen.

Höchsttempo bei 318 km/h

Einige wichtige Daten seien hier genannt: Höchstgeschwindigkeit 318 km/h – haben wir leider nie annährend erreicht, spätestens bei 290 auf der abendlich leeren Autobahn tauchte am fernen Horizont dann doch ein Fahrzeug auf der linken Spur auf, dem man sich binnen

Sekunden auf Bremsweite genähert hatte. Aber wir glauben die Vmax auch ungeprüft und unbesehen. Ebenfalls nicht bis zum Letzten ausprobiert, haben wir die Spurtqualitäten des Turbo S. In rund drei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100? Aber sicher. Wir würden es eher so zusammenfassen: Uns ist während der Testperiode niemand davongefahren.

Klassische Proportionen

Dafür kämen wenn man es darauf anlegt außer sehr starken Motorrädern sowieso nur wenige Konkurrenten in Frage, von denen man die meisten nur sehr selten auf der Straße sieht.

Einen Porsche 911 sieht man dagegen dauernd auf der Straße, was zum einen daran liegen mag, dass die klassischen Proportionen des Ur-Sportwagens immer noch alle Blicke auf sich ziehen und zwar tatsächlich vom zweijährigen Bub bis zu dessen Ur-Großvater. Zum anderen, und das mögen nicht alle Fans goutieren, fahren heute auch einfach deutlich mehr 911er durch die Gegend als früher. >>

Den Turbo sieht man natürlich nicht ganz so häufig, angesichts eines Grundpreises, der etwa doppelt so hoch liegt wie der eines Basis-Modells mit 350 PS leicht erklärlich. Optisch ist auch unser Spitzenmodell vor allem ein "Elfer", aber nicht nur Spezialisten sehen an ein paar Kleinigkeiten und hören den Unterschied ständig.

Womit wir nun beim vielleicht bemerkenswertesten Punkt wären – genauer bei den zwei bemerkenswertesten Punkten. Da wäre zum einen die angesichts seines optischen Auftritts, seiner Akustik und Preises fast schon unverständlich hohe Sozialverträglichkeit. Meint: Man erntet wesentlich mehr positive als negative Resonanz.

Sportwagen bewährt sich im Alltag

Und als Öko- oder Sozialschweine mussten wir uns sogar kein einziges Mal beschimpfen lassen. Gut dass niemand wusste, dass man bei schneller Fahrt etwa den Verbrauch von vier bis fünf Kleinwagen auf sich vereint. Oder anders gesagt: Offiziell verbraucht der Bolide nur 9,7 Liter, bei schneller Fahrt auf 20 Liter zu kommen ist allerdings auch kein Problem und unser Testverbrauch von ca. 13,5 Litern kommt der Realität vermutlich ziemlich nahe. Und somit zum zweiten Punkt, der vielleicht mit dem erstgenannten der Sozialverträglichkeit doch einiges zu tun hat und sehr viel über das Unternehmen Porsche aussagt. Kein anderer Hersteller – darauf legen wir uns hier fest – baut einen Super-Sportwagen mit einer derartigen Alltagstauglichkeit. Mehr noch: Der Turbo S ist vielleicht der alltagstauglichste 911er überhaupt. Denn man kann ihn tatsächlich mit leichtem Gasfuß völlig problemlos und recht unspektakulär etwa durch die Stadt bewegen, wohl wissend, dass irgendwo hinter einem der Turbolader auf seinen Einsatz wartet. Und dieser Einsatz kommt früher oder später.

Wobei "Alltagstauglichkeit" natürlich relativ gesehen werden muss. Der Turbo S ist selbstverständlich bretthart gefedert, nur eben nicht so bretthart, wie man es von einem derartigen Fahrzeug erwartete hätte. Es bleibt immer noch genügend Restkomfort zumindest für Menschen, die noch einen gesunden Rücken haben.

Leider ist für einen 911 Turbo S ein gesundes Bankkonto viel wichtiger als ein gesunder Rücken. Von daher bleibt dieser Porsche mehr noch als (fast) alle anderen Modelle der Stuttgarter ein Traumwagen. Die Preisliste für den Boliden startet bei rund 197.000 Euro. Aber wenn wir das nötige Kleingeld hätten, oder einen Chef mit einer extrem großzügigen Auffassung von Dienstwagen: Wir schwören, über den Turbo würden wir ernsthaft nachdenken.

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