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Rinspeed: Hinter den Kulissen der kleinen Edelschmiede

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Rinspeed: Hinter den Kulissen der kleinen Edelschmiede

17.04.2014, 13:10 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Rinspeed: Hinter den Kulissen der kleinen Edelschmiede. Der sQuba von Rinspeed konnte sogar auf eine Tiefe von bis zu zehn Metern abtauchen. (Quelle: Hersteller)

Der sQuba von Rinspeed konnte sogar auf eine Tiefe von bis zu zehn Metern abtauchen. (Quelle: Hersteller)

wanted.de Reporter Christian Sauer durfte einen exklusiven Blick in die geheime Werkstatt von Frank M. Rinderknecht in der Schweiz werfen. Außerdem sprach er mit ihm über seine Zukunftsvisionen.

"Wer hat’s erfunden?" Die Antwort auf diese Frage aus dem Werbespot kennen wir – die Schweizer. Und tatsächlich führt unsere Reise zu ihnen, genauer gesagt zu Frank M. Rinderknecht. Oft wird er mit Daniel Düsentrieb, dem genialen wie leicht verrückten Erfinder aus den Comics von Walt Disney verglichen und "Die Welt" betitelte ihn als "Porschefahrer mit Öko-Tick".

35 Jahre verrückte Ideen

Der Maschinenbauer gilt als Mitbegründer des modernen Autotunings. "Bin ich verrückt? Ja, denn verrücken bedeutet bewegen!" Die Frage hat der Endfünfziger wohl schon oft gestellt bekommen und die Antwort passt zu ihm wie zu seinen spektakulären Gefährten. Nach der Gründung der Rinspeed AG im Jahr 1979 präsentierte er als erstes Ergebnis seiner Arbeit einen Golf GTI mit Turbomotor und war nicht nur damit seiner Zeit voraus. Flügeltüren, rechteckige Scheinwerfer und matte Lackierungen folgten später. Doch eine seiner Erfindungen nutzen heute viele von uns tagtäglich im eigenen Auto: Aus dem ersten Lenkrad mit Tastatur von 1985 wurde später das Multifunktionslenkrad – Rinspeed sei Dank!

In den Folgejahren übernahm Frank M. Rinderknecht den Vertrieb von AMG sowie AC Schnitzer in der Schweiz und machte PS-starke Sportwagen noch schneller.

Neben diversen Porsche-Modellen schreckte er selbst vor dem Bugatti EB 110 oder der ersten Generation Viper nicht zurück.

Geschäft und Leidenschaft

Seine Bühne war und ist jedes Jahr wieder der Genfer Salon. Seit 1995 tritt Rinspeed auf der weltweit wichtigsten Messe für exklusive Automobile als Eigenmarke auf. Während Rinderknecht in den ausgestellten Einzelstücken à la Rinspeed Roadster, Yello Talbo oder Mono Ego noch starke Benzinmotoren verbaute, widmete er sich zunehmend auch alternativen Antrieben mit Gas oder Strom.

Zu seinen bislang spektakulärsten Visionen gehören sicherlich der Rinspeed Splash von 2004 und der sQuba aus dem Jahr 2008, die jeweils Frank M. Rinderknecht’s Leidenschaft fürs Wasser wiederspiegeln. Ähnlich wie die Powerboats designed by Rinspeed lässt sich mit dem Splash auf oder über das Wasser fliegen. An Land erreicht der Splash mit seinem 140 PS starken Erdgasmotor 200 km/h, als Tragflügelboot bis zu 43 Knoten (80 km/h). Sogar den Ärmelkanal überquerte Rinderknecht mit seinem Prototypen in Rekordzeit.

Unterwasser-Flieger wie bei James Bond Ebenfalls für Ausflüge an Land, aber zusätzlich auch für unter Wasser war der sQuba gedacht. Wie in "Der Spion, der mich liebte“ bildete ein Lotus die Basis für das U-Auto. Doch anders als im Film ließ James-Bond-Fan Frank M. Rinderknecht den Benziner der Elise durch gleich drei Elektromotoren ersetzen, die tatsächlich Tauchfahrten bis zu zehn Metern Tiefe erlauben. Ob der sQuba oder ein anderes Concept Car aus der langen Geschichte von Rinspeed ihm ganz besonders am Herzen liegt, da will sich Rinderknecht nicht festlegen: "Nein, jedes Fahrzeug hat/hatte seine Bedeutung zu seiner Zeit.“ Autonom, exklusiv und nachhaltig

Seine letzte Schöpfung, der Rinspeed XchangE, ist eine ganz besondere Luxuslimousine auf Basis des Tesla Model S. Diesmal widmete er sich dem Autonomen Fahren und konzipierte einen futuristischen Innenraum mit Liegesitzen und aus dem Kofferraum ausfahrbarem Riesen-Bildschirm. Wie bei allen seinen Projekten integrierte er auch diesmal wieder innovative Details, an deren Entwicklung zahlreiche Zulieferer aus der Automobilbranche und andere namhafte Unternehmen beteiligt waren. Doch Rinderknecht nutzt darüber hinaus seine Kontakte in vielerlei Hinsicht für Rinspeed. Neben der Aufgabe als Designer, bauen er und sein kleines Team mit fünf Mitarbeitern auch Prototypen oder exklusive Kleinserien. In den Händen von Frank M. Rinderknecht sind sie gut und sicher aufgehoben: "Die meisten unserer Kundenprojekte sind geheim und unterstehen Vereinbarungen zur Verschwiegenheit.“

Ein- und Ausblick

Blicke hinter die Kulissen von Rinspeed in Zumikon nahe Zürich sind daher rar und selten. In der unauffälligen Halle neben dem zweistöckigen Verwaltungsgebäude stehen einige der spektakulären Studien dicht an dicht aufgereiht. Nach ihren Weltpremieren in Genf warten sie hier darauf, für Promotions oder Presse-Events wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu fahren. Verkauft hat Rinderknecht im Laufe der Jahre nicht viele seiner Autos – Anfragen bekommt er ständig. "Die Nummer 1 und 2 habe ich verkauft um 2, respektive 3, bauen zu können. Die Nummer 1 ist wieder „im Stall“, die 2 steht in einem Museum in Holland.“ Auf unsere Frage, welche neuen Projekte wir demnächst erwarten können, gibt sich der stets entspannt wirkende Schweizer zurückhaltend: "Was wir in Genf 2015 zeigen werden, steht noch in den Sternen. Wir gehen natürlich von einigen "Eckwerten“ bei unserem neuen Fahrzeug aus. Diese sind sicher: Proprietäres Konzept, emotional aufgeladen, leicht verständlich, Konnektivität, Automatisierung, Nachhaltigkeit.“ Wir von wanted.de sind auf jeden Fall gespannt, was wir dann nächstes Jahr im März auf dem Genfer Salon bestaunen dürfen.

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