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Autoverkauf: Hersteller setzen auf Luxus-Boutiquen

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Autoverkauf einmal anders

24.04.2014, 15:30 Uhr | Stefan Grundhoff; press-inform, wanted.de

Autoverkauf: Hersteller setzen auf Luxus-Boutiquen. Mit edlen Boutiquen wollen die Autobauer Kunden locken. (Quelle: Hersteller)

Mit edlen Boutiquen wollen die Autobauer Kunden locken. (Quelle: Hersteller)

Immer mehr Autofirmen kehren dem Händlermodell den Rücken. Wer "in“ sein will, eröffnet coole Designershops in den Metropolen dieser Welt und kreiert eine ganz eigene Markenwelt.

Die Anschrift L1-20, Parkview Green No.9 Dongdaqiao Road im Chaoyang Distrikt der chinesischen Hauptstadt Peking zeigt, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen dürfte. Hier hat der Elektrohersteller Tesla vor kurzem seinen neuen Verkaufsraum eröffnet. Für die Amerikaner war China, das automobile Land der weitgehend unbegrenzten Möglichkeiten, bisher ein großer weißer Fleck.

Tesla mit Luxusmall in China

Ostermontag kam Firmenchef Elon Musk aus Kalifornien nach Peking und brachte das erste Model S für China mit. Feierlich präsentiert in dem schick verglasten Schauraum, der sich in einer Luxusmall im Herzen von Peking befindet. Musk und Tesla sind der Konkurrenz diesmal keinen Schritt voraus. Andere Firmen haben die Idee, eine imageträchtige Marke in einem Umfeld, weit abseits der klassischen Verkaufsräume am Stadtrand zu präsentieren, längst erfolgreich in die Tat umgesetzt.

Gleich neben den schicken Geschäften mit einer zumeist betont puristischen Einrichtung und kaum mehr als einem einzigen Fahrzeug im Verkaufsraum, gibt es Geschäfte von Luxusschuhherstellern wie Miu Miu, edles Schreibgerät von Montblanc, edle Bekleidungsmarken und vielleicht noch ein paar Szene-Cafés.

Gestylter Verkaufsberater

Die Autoverkäufer sind kaum mehr solche, sondern perfekt gestylte Verkaufsberater, immer ein iPad in der Hand und dem Kunden die Wünsche von den Augen ablesend. Designermöbel und ein Cappuccino gehören ebenso dazu wie Voss-Wasser oder eine digitale Imagebroschüre.

Was sich in einem Land wie China immer mehr durchsetzt, gibt es in anderen Ländern längst. Zum Autoeinkauf der anderen Art geht es in den Westen der Zehn-Millionen-Stadt Moskau in die edlen Viertel der Ausfallstraße Rubljowka. Lamborghini verkauft hier seine sündhaft teuren Boliden in zwei Edelboutiquen der Luxusfirma Mercury, die unter anderem auch Hersteller wie Bentley, Maserati, Ferrari oder Luxus-Modefirmen wie Dolce & Gabbana in Russland vertritt.

Unternehmenssprecherin Tatiana Koroleva: "Die meisten unserer Kunden sind gerade einmal 27 bis 45 Jahre alt – das ist nicht anders als bei Mercedes, Maybach oder Rolls Royce." Genau das ist der Dreh an dem neuen Shopsystem. Wer Geld hat und in sein will, kauft sein Auto nicht bei irgendeinem Autohändler vor den Toren der Stadt. Man kauft Autos wie schicke Schuhe, ein edles Sakko, das neueste iPhone oder ein Designerkleid.

Erlebniswelt für die Autokunden

Dabei geht es in erster Linie darum, einen Marktwert mit Erlebnischarakter zu schaffen. "Wir haben hier eine Fläche von 381 Quadratmetern“, erläutert Conrad Yan, Verkaufsleiter des AMG-Shops im Pekinger Botschaftsviertel, "die Kunden können sich an der großen Powerwall ihren Traumwagen konfigurieren und müssen dann nur mit dem Aufzug nach unten fahren.“ Auf der hell erleuchteten Parketage stehen die aktuellen AMG-Modelle für leistungsstarke Spritztouren bereit. Das junge Publikum schaut nicht aufs Geld und gönnt sich gerne eines der leistungsstarken AMG-Modelle von E- oder S-Klasse oder gleich das klassische G-Modell. Conrad Yan: "Das Durchschnittsalter unserer Kunden liegt zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Älter ist kaum jemand." Die edlen Shops sind sich weltweit zum Verwechseln ähnlich. Der Tesla Store sieht kaum anders aus als auf dem Santa Monica Boulevard oder in der Nähe des Münchner Viktualienmarktes. Große Flachbildschirme, Demomodelle, ein paar Möglichkeiten zur Fahrzeugkonfiguration und gerne noch eine Ecke mit Merchandisingprodukten.

Autos spielen die nebensächliche Hauptrolle, um der Markenwelt von morgen den letzten Schliff zu geben. Das sieht in der strahlend weißen BMW-Welt unweit des 2010er Weltausstellungsgeländes in Shanghai kaum anders aus. Die Autos werden an Bildschirmen konfiguriert während nur ein paar Meter weiter gerade eine Kunstausstellung läuft.

Diese neuen Verkaufswege hat mittlerweile auch Citroen für sich erkannt. In Europa war die französische Marke für viele lange nicht mehr als ein extravaganter Familien-Billigheimer ohne Sinn. In China hat sich Marke innerhalb von zwei Jahren neu erfunden. In China laufen die Modelle allein unter dem DS-Label und strahlen ebenfalls neben Nobelboutiquen.

Kraftprotze im Autosalon

Besonders spektakulär: die DS-Welt im Herzen von Shanghai auf der belebten Nanjing Road. Innerhalb des letzten halben Jahres wurden mit DS5 und dem eleganten DS 5 LS zwei vor Ort produzierte Modelle auf den Markt gebracht. Bald folgt der auf der Auto China präsentierte Pseudo-Geländewagen DS 6WR. Selbst Brabus, ebenso kleiner wie exklusiver Veredler von Mercedes-Automobilen hat in Peking seinen ersten Flagship Store eröffnet. „Der chinesische Markt ist für uns von Brabus wie für alle anderen Luxushersteller von größter Bedeutung", sagt Brabus-Chef Bodo Buschmann. Hauptdarsteller waren bei der Eröffnung des neuen Shops Kraftprotze wie der 850 PS starke Brabus 850 S oder ein sechsrädriges G-Modell mit 700 PS. So etwas verkauft man am Besten im entsprechenden Umfeld.

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