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Le Mans: Duell der Konzernschwestern

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Le Mans: Duell der Konzernschwestern

13.06.2014, 12:39 Uhr | Press-Inform, dpa-afx,wanted.de, wanted.de

Le Mans: Duell der Konzernschwestern. Kann Audi in Le Mans den Vorjahreserfolg wiederholen? (Quelle: Hersteller)

Kann Audi in Le Mans den Vorjahreserfolg wiederholen? (Quelle: Hersteller)

Das spannendste Autorennen des Jahres findet am Wochenende in Le Mans statt. Nicht, dass die 24 Stunden ohnehin eines der spektakulärsten Motorsport-Events wären. Doch wenn sich die Konzernbrüder Porsche und Audi erstmals duellieren, ist Spannung garantiert. Kann Porsche mit seinem Comeback an alte Erfolge anknüpfen? Am Ende könnte auch ein Konkurrent aus Japan der lachende Dritte sein, wie sich schon beim Qualifying zeigt.

Für die pikante Note sorgt, dass das Rennen Audi gegen Porsche nicht nur auf dem legendären Rennkurs von Circuit de la Sarthe in Le Mans ausgefahren wird. Die beiden Aushängeschilder des Volkswagenkonzerns treffen zunehmend auch im Alltagsgeschäft aufeinander.

Kampf um die Pfründe

Hier geht es um Entwicklungshoheiten und Pfründe in der Hierarchie unter dem mächtigen Volkswagendach. Wer kreiert die besseren, weil innovativeren Autos? Wer hat die Entwicklungshoheit inne und wer darf zukünftig vorausfahren ohne Rücksicht nehmen zu müssen? Der Zuffenhausener Sportwagenbauer gibt sich vor seinem Comeback nach 16 Jahren Pause optimistisch: "Porsche gehört zu Le Mans, und Le Mans gehört zu Porsche.

Aber aus Nostalgie tätigt man keine solchen Investitionen, sie müssen auf die Zukunft einzahlen", erläutert Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz, "soweit ich mich entsinnen kann, gab es nie ein Reglement, das den Ingenieuren so viel Freiheit gegeben und so viel Innovationskraft abverlangt hat. Die Verpflichtung zur Hybridisierung und die Effizienzformel sind revolutionäre Herausforderungen."

Audi unter Druck

Audi sucht aktuell nach seinem rechten Weg für die Zukunft. Bei der Marke mit den vier Ringen stottert es gewaltig. Der Audi A4 wurde deutlich nach hinten geschoben und kommt nunmehr erst spät im nächsten Jahr auf den Markt. Auch der große Q7 bekam nicht das Placet von Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg und wird seine Publikumspremiere erst Anfang nächsten Jahres feiern. Beim 24 Stunden Rennen von Le Mans könnte Audi in punkto Technik-Kompetenz Boden gut machen.

Und so blasen die konkurrierenden Entwicklungsabteilungen von Audi und Porsche die Backen dicker denn je auf. Denn wer dort gewinnt, darf sich als Entwicklungshäuptling fühlen, denn mehr als in allen anderen Rennserien, geht es in Le Mans um die enge Technologieverstrickung vom Rennsport zur Serie. Das war bei den historischen Le-Mans-Rennen in den 20er oder 50er Jahren kaum anders als in der vergangenen Dekade, als Seriensieger Audi Fahrzeugtechnologien wie Direkteinspritzung, TDI oder Hybrid auf dem Sarthe-Kurs in Le Mans vergoldete und scheibchenweise in seine Straßenmodelle brachte.

Ungewöhnliches Antriebskonzept Porsche startet in Le Mans nicht nur mit einem komplett neu entwickelten 919 Hybrid, sondern auch einem ungewöhnlichen Antriebskonzept. "Die Idee eines V4-Turbos war schon da, als ich im Dezember 2011 hier angefangen habe", erinnert sich der technische Leiter Alexander Hitzinger, "heute sind Gewicht und Effizienz bei einem LMP1-Rennwagen längst das entscheidende." Der neu entwickelte Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum dürfte im Renntrimm rund 550 PS leisten. Ein zusätzlicher Elektroantrieb versorgt die Vorderachse mit nochmals bis zu 300 PS. Porsche-Teamchef Fritz Enzinger will sein 230-Mann-Team so aus der Schusslinie nehmen: "Die Vorgaben für das erste Jahr stehen: ankommen und wettbewerbsfähig sein." Audi gibt sich optimistisch

Das dürfte in Ingolstadt nicht mehr als Lächeln hervorrufen. Audi hat sein Erfolgskonzept mit einem besonders leistungsstarken V6-Dieseltriebwerk im R 18 e-tron für die neue Saison perfektioniert. Im vergangenen Jahr musste sich Audi allein mit den hybriden Toyota-Rennern herumschlagen. Nicht der schnellste Rennwagen wird in Le Mans gewinnen, sondern der, der mit seinem Kraftstoff am schnellsten unterwegs ist. Pro Runde dürfen die Hybridrenner in der Königsklasse nicht einmal fünf Liter Kraftstoff verbrauchen. "Wir gehen mit dem Gefühl in die Rennwoche, gründlich vorbereitet zu sein. Wir wissen, wie hart Le Mans in diesem Jahr wird“, sagte Chris Reinke, Leiter LMP von Audi Sport.

Porsche verweist auf die Stärken seines Renn-Boliden: "Unser Auto ist das einzige im Feld, das nicht nur beim Bremsen, sondern auch beim Gas geben Energie wandelt und nutzbar macht, die sonst einfach verpuffen würde. Das hat immenses Potenzial für zukünftige Straßensportwagen.“ Zudem verspricht sich Porsche viel Imagegewinn von einem erfolgreichen Vierzylindereinsatz. Schließlich soll die nächste Generation von Boxster und Cayman von aufgeladenen Vierzylindern befeuert werden. Die waren vor vielen Jahren aus den wenig imageträchtigen Porsche-Modellen 924, 944 und 968 verbannt worden.

Toyota-Rennwagen kommt auf 1000 PS

Doch es geht in Le Mans nicht nur um den Zweikampf Audi gegen Porsche. Toyota könnte in diesem Duell zum Spielverderber werden. Denn der hybride Toyota TS040, im Gegensatz zu Audi und Porsche mit einem brüllenden 3,7-Liter-V8 unterwegs, siegte beim Saisonauftakt in Silverstone und zuletzt beim Sechs-Stunden-Rennen von Spa. Der zweite Toyota belegte in Belgien Platz drei und sicherte den Japanern so die Führung in der Herstellerwertung der Rennserie. Der insgesamt 1000 PS starke Toyota TS040 Hybrid kombiniert die Leistung eines 520 PS starken 3,7-Liter-Benziners mit einem 480 PS starken Elektromodul, das seine Leistung an alle vier Räder überträgt.

Was Toyota drauf hat, konnte man schon beim Qualifying beobachten. Die Japaner sicherten sich zum zweiten Mal nach 1999 die Pole Position für das prestigeträchtige Rennen. In 3:21,789 Minuten waren die früheren Formel-1-Piloten Kazuki Nakajima (Japan), Stéphane Sarrazin (Frankreich) und Alexander Wurz (Österreich) in ihrem Boiliden 0,357 Sekunden schneller als das Porsche-Trio Romain Dumas/Neel Jani/Marc Lieb (Frankreich/Schweiz/Ludwigsburg) im 919 Hybrid. Erst auf dem fünften Startplatz ist ein Audi-Fahrer zu finden.

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