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Le Mans: 24 Stunden Vollgas - auf und abseits der Piste!

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24 Stunden Vollgas in Le Mans

16.06.2014, 11:58 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Le Mans: 24 Stunden Vollgas - auf und abseits der Piste!. Am Ende steht nach 379 Runden und mehr als 5100 Kilometern ein weiterer Doppelsieg von Audi vor Toyota.  (Quelle: Hersteller)

Am Ende steht nach 379 Runden und mehr als 5100 Kilometern ein weiterer Doppelsieg von Audi vor Toyota. (Quelle: Hersteller)

Dieses Rennen ist Lebensstil und Männerkult zugleich: Die 82. Auflage des ältesten und berühmtesten Langstreckenrennens der Welt bot spannende Zweikämpfe und Dramatik bis zum Schluss. Doch auch neben der Piste war über einen Tag lang Action angesagt.

Es ist Samstag, Punkt 15 Uhr in Le Mans - das Warten hat ein Ende und die Motoren heulen auf. Auf diesen Moment haben die 162 Piloten in 3er-Teams in den 54 Rennwagen monatelang hingearbeitet - ab sofort läuft die Uhr rückwärts - noch 23 Stunden und 59 Minuten. Um es vorweg zu nehmen, mehr als ein Viertel von ihnen werden hier, genau einen Tag später, nicht die karierte Zielflagge sehen.

Rennfahrer-Asse volksnah

Das Spektakel sucht weltweit seinesgleichen und die 24 Stunden von Le Mans sind neben der Tour de France das größte jährliche Sportereignis in Frankreich, im Rennsport höchstens mit der Formel 1 vergleichbar. Doch auf der 13,62 Kilometer langen Strecke, die zu großen Teilen aus ansonsten öffentlichen Straßen besteht, werden an einem Stück ungefähr so viele Kilometer gefahren, wie in einer ganzen langen Formel-1-Saison zusammen.

Daher ist die "Materialschlacht" ähnlich aufwendig wie in der "Königsklasse" des Motorsports - zumindest bei den Prototypen von Audi, Porsche und Toyota.

Dagegen fast schon bescheiden wirken die Budgets der Privatteams mit ihren Rennwagen von Aston Martin, Corvette, Ferrari und Porsche, deren Sound dafür den Ton angeben. Ehemalige Formel-1-Piloten wie Alexander Wurz, Mark Webber und Nick Heidfeld gehen an den Start und zeigen sich wie alle Teams bereits am Freitag vor dem Rennen ganz volksnah bei der Fahrerparade im Herzen von Le Mans.

Camping der besonderen Art

Von Anspannung ist ihnen äußerlich nichts anzumerken, sie lachen entspannt und geben unermüdlich Autogramme. Die aus aller Welt angereisten Fans sind begeistert. Während die Stadt Le Mans am Fluss Sarthe rund 150.000 Einwohner zählt, kommen an diesem einem Wochenende mehrere Hunderttausend dazu.

Die meisten übernachten auf den riesigen Campingplätzen an der Rennstrecke. Kurios: Neben den oft einfachen kleinen Zelten sind teilweise

Sportwagen im Wert einer Luxusvilla geparkt. Doch damit nicht genug, vor allem wenn es dunkel wird, rücken die "Petrol Heads" mit Benzin im Blut aus und präsentieren ihre PS-Boliden auf den Straßen rund um der Rennstrecke. Darunter sind sogar Exoten à la Bugatti, Pagani oder Koenigsegg. Noch teurere Gefährte sind nur auf dem direkt angrenzenden Flugplatz, wo zahlreiche Privatjets parken, oder im Infield des Rennkurses mit ausgewachsenen Motorhomes zu finden. Von deren Dächern aus, lässt sich sogar das Renngeschehen in privater Atmosphäre verfolgen. Promis in den VIP-Logen Kaum weniger exklusiv geht es bei den großen Herstellern zu: Entlang der Strecke stehen mehrere Tribünen und riesige Hospitality-Gebäude für die geladenen Gäste zum Verweilen bereit. Dort lässt sich das Renngeschehen (oder die Spiele der Fußball-WM) auf Großbildleinwänden verfolgen und ehemalige Rennfahrer, wie Jacky Ickx und Allan McNish, der 2011 in Le Mans einen schweren Unfall unverletzt überlebte, erklären persönlich Taktik und Technik. Außerdem werden die neusten Straßenmodelle wie der Audi R8 LMX oder der Nissan GT-R 

Nismo präsentiert. Und bei feinstem Essen, Entspannung im eigenen Spa-Bereich sowie Musik von DJs und Livebands vergisst man fast, dass nur wenige Meter entfernt auf der Strecke körperliche und technische Höchstleistungen geboten werden.

Um sich selbst einen Eindruck von der Strecke mit den ultra-langen Geraden samt Höchstgeschwindigkeiten über 330 km/h, den harten Bremspunkten vor den Schikanen und den schnellen Kurven zu verschaffen, stehen Rennsimulatoren zur Verfügung. Wer die Wohlfühl-Oase mit All-Inclusive-Service verlassen möchte, kann einen Ausflug mit den über 100 Shuttle-Bussen zu den spektakulärsten Streckenabschnitten und sogar Helikopter-Rundflüge buchen. Während sich die Fahrer-Trios alle paar Runden abwechseln und zwischendurch so gut wie möglich entspannen, bleiben die Mechaniker in der Box ständig für Reifenwechsel und zum Nachtanken in Bereitschaft - 24 Stunden lang. >>

Draußen auf den Tribünen harren einige Zuschauer dick eingepackt bei Temperaturen unter zehn Grad die ganze Nacht lang aus und die heiße Party auf den Campingplätzen rund um die Strecke geht erst richtig los. Davon unbeeindruckt dreht das berühmte Riesenrad voll beleuchtet seine Runden an der Zielgerade. Die Fahrer kämpfen derweil bei Durchschnittsgeschwindigkeiten über 200 km/h gegen Müdigkeit und die Dunkelheit an.

Mit Anbruch der Morgendämmerung sind es "nur" noch rund zehn Stunden bis Rennende. Reparaturen und technische Defekte wirbelten das Klassement mehrfach durcheinander.

Am Ende wird es nach 379 Runden wieder einmal ein Doppelsieg für Audi, Toyota landet auf Platz drei. Und Porsche? Das Comeback nach 16 Jahren Abstinenz ohne Prototypen scheint bis zum Sonntagmittag erfolgreich zu werden - sogar der Gesamtsieg ist möglich. Doch dann bremsen technische Defekte beide Porsche aus. Zumindest einer sieht abgeschlagen noch die Zielflagge. Ob angekommen oder nicht, allen Beteiligten gebührt Respekt und die Legende von Le Mans ist um ein Kapitel reicher - es wird garantiert nicht das letzte sein.

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