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VW Golf GTE: Der Golf GTI für die Steckdose

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VW Golf GTE im Test  

Der GTI für die Steckdose

08.09.2014, 16:14 Uhr | Peter Maahn, SP-X

VW Golf GTE: Der Golf GTI für die Steckdose. VW Golf GTE (Quelle: Hersteller)

VW Golf GTE (Quelle: Hersteller)

Ende 2014 bringt Volkswagen den Golf GTE auf den Markt, den ersten Wolfsburger mit Plug-In-Hybrid. Im Gegensatz zum BMW i3 verzichtet VW dabei auf ein extravagantes Design seines Hybriden und steckt den Stromer in die Kleider eines Golf GTI.

Die Kraft der zwei Herzen

Nach dem rein elektrisch angetriebenen E-Golf wird kurz vor Weihnachten der nächste Zug des Öko-Fahrplans von VW aufs Gleis gesetzt. Im Unterschied zum Schwestermodell hat der neue GTE die Kraft von zwei Herzen: Ein Benziner mit 150 PS arbeitet mit einem 102-PS-Elektromotor zusammen. Die Systemleistung liegt bei 204 PS.

Ist der Akku nach zwei bis vier Stunden voll, kann der VW bis zu 50 Kilometer rein elektrisch unterwegs sein. Aber auch der bordeigene TSI-Motor kann die Batterie in einer guten halben Stunde wieder füllen.

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Vorausschauendes Fahren spart Strom

Mit den zwei Energiequellen des GTE kommt man überall hin, ein Rechner ermittelt die jeweils beste Art der Fortbewegung. So werden auf der Autobahn beim Gaswegnehmen Motor und Doppelkupplungsgetriebe vom Antrieb abgekoppelt - der Wagen segelt ohne große Widerstände und verbraucht fast nichts.

Oder man wählt den Modus, bei dem der Golf beim Lupfen des rechten Pedals sofort stark verzögert und die dabei freiwerdende Energie in die Batterie umleitet. Wer vorausschauend fährt, kommt im Stadtverkehr sogar fast ohne Bremse aus.

Praxis: Verbrauch von gut fünf Litern

Laut VW soll der Fahrer kaum etwas vom ständig wechselnden Betrieb der beiden Systeme mitbekommen. Nur an der leichten Bewegung des auf ein Mini-Format geschrumpften Drehzahlmessers soll der zugeschaltete 1,4-Liter-Turbomotor wahrzunehmen sein. Der Normverbrauch von 1,5 Litern auf 100 Kilometer jedoch ist blanke Theorie. Denn er wird auf Basis einer recht weltfremden EU-Methode errechnet, bei der der rein elektrische Betrieb zu zwei Dritteln einfließt.

Die restlichen 33 Benzin-Prozent bewältigt der Prüfstand auch nur recht halbherzig. Bei Testfahrten in und rund um Zürich meldete der Bordcomputer jedenfalls bei verhaltener Fahrt 5,3 Liter auf 100 Kilometern. Etwas forscher unterwegs, war ein guter Liter mehr nötig. Immerhin: Der neue Golf GTE ist bis zu 222 km/h schnell und beschleunigt in nur 7,6 Sekunden auf 100 km/h.

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Spaß, so lange die Batterie Saft hat

Vom Paulus zum Saulus mutiert der GTE, wenn in der Mittelkonsole der gleichnamige Knopf gedrückt wird. Der Golf tobt los, wird per Soundgenerator mit dem passenden Sportgeräusch beschallt, lässt beide Herzen in Hochfrequenz rackern. Grün ist nur noch die innere Unvernunft-Ampel. Der Verbrauch schnellt locker auf deutlich über zehn Liter und mehr.

Ein Golf zum Rumtoben, der mit den normalen GTI oder GTD mithalten kann, solange die Batterie noch Saft hat. Macht der Bleifuß nach wenigen Kilometern schlapp, ist dank immer noch vorhandener 150 PS keine Agonie angesagt. Aber vom eigentlichen Zweck solcher "klugen" Autos ist das alles ein gutes Stück entfernt.

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VW Golf GTE: Fahrspaß im Vordergrund

"Wir wollten mit dem GTE beweisen, dass sich E-Mobilität und Fahrspaß nicht ausschließen", sagt VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neusser und begründet so die Auslegung des Neulings als sportliches Hybrid-Fahrzeug mit Lademöglichkeit an der heimischen Steckdose.

Tatsächlich hat der GTE rein optisch vieles mit dem GTI gemein: Das gilt für das Innenleben mit den typisch karierten Sitzbezügen und dem Sportgestühl ebenso wie für manche Details des Blechkleides. Alles, was beim GTI in Rot erstrahlt, ist beim Hybriden in blau gehalten - auch die Bremssättel. Das C-förmige Tagfahrlicht rund um die Lufteinlässe unter dem Stoßfänger stammt allerdings aus dem E-Golf.

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Teurer, unsichtbarer E-Spaß

Mit 36.900 Euro ist der GTE deutlich teurer als seine zahlreichen Verwandten mit dem Golf-Schriftzug. Ein Grund dafür ist aber auch die hochwertigere Serienausstattung: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, LED-Scheinwerfer, Einparkpiepser vorn und hinten, ein Touchscreen-Bildschirm, Alu-Räder und manches mehr sind schon eingebaut. Gegen Aufpreis gibt es unter anderem eine elektronische Dämpferverstellung. Abstandsradar oder die halbautomatische Einparkhilfe.

Des Kaisers alte Kleider

Unterm Strich bleibt das Fragezeichen, ob die Jünger der E-Mobilität wirklich so dezent unterwegs sein wollen statt ihre Bereitschaft zum Wandel offensiv zur Schau zu stellen. Der mit moderner Technik vollgepfropfte Golf sieht recht normal aus, ist von Nicht-Fachleuten nur schwer als solcher zu erkennen. Ganz anders als der ungewöhnlich gestylte Hauptkonkurrent BMW i3, der seine Extravaganz stolz vor sich her trägt.

VW Golf GTE - Technische Daten

  • 1,4-Liter-Benzinmotor mit Turbo und Direkteinspritzung, 110 kW/150 PS plus Elektromotor 72 kW/102 PS, Systemleistung: 150 kW/204 PS
  • Systemdrehmoment 350 Newtonmeter
  • Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h bzw. 130 km/h (elektrisch), 0-100 km/h in 7,6 s, Durchschnittsverbrauch nach Norm: 1,5 l/100 km, CO2-Ausstoß: 35 g/km
  • Tankinhalt: 40 Liter, Reichweite elektrisch: 50 Kilometer, Gesamtreichweite: 933 Kilometer, Leergewicht: 1524 kg
  • Lithium-Ionen-Batterie mit 8,7 kWh, Ladedauer bei 2,3 kW: 03:45 h, bei 3,6 kW 02:15 h.
  • Grundpreis: 39.900 Euro

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