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Der Admiral wird 50: Als Opel Oberklasse war

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Als Opel Oberklasse war

17.09.2014, 09:57 Uhr | SP-X, wanted.de

Der Admiral wird 50: Als Opel Oberklasse war. Als Opel Oberklasse war: Die KAD-Reihe wird 50. (Quelle: Patrick Broich / SP-X)

Als Opel Oberklasse war: Die KAD-Reihe wird 50. (Quelle: Patrick Broich / SP-X)

Die Opel-KAD-Reihe ist zweifellos der Exot unter den Kult-Oldtimern. Dabei war Opel bis in die Siebziger in der automobilen Oberklasse unterwegs. Wir gratulieren der Serie zum 50. Geburtstag!

Mit der 1964 eingeführten KAD-Reihe (kurz für: Kapitän, Admiral und Diplomat) gab es erstmals Achtzylinder-Versionen für Kunden mit dem Wunsch nach höchstem Antriebskomfort. Der Erfolg war beachtlich: Mercedes konnte vom Vorläufer der S-Klasse nur wenige Tausend absetzen, während die KAD-Baureihe mit fünfstelligen Zulassungszahlen glänzte.

Oberklasse-Flair

Auch die stattliche Erscheinung – das Trio aus Kapitän, Admiral und Diplomat war 4,95 m lang – passte zum Oberklasse-Flair. Auch heute noch fällt der Opel auf und vermittelt Prestige eher durch seinen Auftritt als durch den Blitz auf dem Kühlergrill. Unsere Testkandidaten mit Chevy-Achtzylinder haben außerdem noch einen mächtigen Sound: Es handelt sich um einen Admiral mit 190 PS, von dem in Top-Ausführung nur einige hundert Fahrzeuge gebaut wurden sowie um das hochexklusive Diplomat-Coupé, das Opel in Osnabrück bei Karmann herstellen ließen.

Der Zweitürer wurde ausschließlich mit dem 230 PS starken Topmotor ausgeliefert, während man bei der Diplomat-Limousine wählen konnte.

Keine Angst vor der Konkurrenz Das Coupé atmet Noblesse aus jeder Pore. Fein belederte Sessel mit Einzelsitzcharakter im Fond erinnern von der Machart an die Mercedes-Coupés der Baureihe 126. Sobald der Blick jedoch in die restlichen Winkel des Interieurs schweift, kommt der typische Sechziger-Geist zum Vorschein: Bandtacho, viel Chromzierrat und das riesige Lenkrad mit spindeldürrem Kranz (teils in Bakelit gehalten) wirken nicht nur zeitgeistig, sondern lassen auch Erinnerungen an den amerikanischen Automobilbau jener Epoche anklingen. Ruckfreies Beschleunigen

Dieses Gefühl setzt sich fort: Beim Admiral rasten die Fahrstufen per Lenksäulen-Hebel ein – dem Diplomat haben die verantwortlichen eine breite Mittelkonsole samt Wählhebel spendiert. Beide Exemplare heben sich weit aus den Federn beim kräftigen Beschleunigen.

Die 40 Zusatzpferdchen unter der Haube des Coupés machen sich dabei angenehm bemerkbar. Er tritt ein Quäntchen giftiger, aber keinen Deut sanfter an. Die alte GM-Automatik wechselt die Fahrstufe nahezu ruckfrei und sorgt für flauschiges Anfahren.

Kurven mag die KAD-Reihe nicht

Man merkt den Autos an, dass sie für lange Geraden ausgelegt sind. Zügiges Cruisen ist die Welt des KAD. Kurven hingegen mag der Jubilar aus Rüsselsheim so gar nicht. Schon beim Autobahnzubringer ist Vorsicht angesagt: Nur nicht zu schnell in die Kehre einfahren, sonst besteht die Gefahr des Leitplanken-Kontaktes. Windungsreiche Landstraßen werden mit jeder Menge Seitenneigung begleitet. Dafür gibt es massenhaft Platz vorn und hinten. Trotz allem Lob bleiben Mankos: Da wären die konturlosen Stühle, auf denen man allzu gerne hin- und her rutscht. Auch die Bremsen mag man nicht allzu sehr belasten. Eine Klimaanlage gibt es logischerweise nicht, dafür einigermaßen nützliche Dreieck-Fenster, welche die Wärme aus der Fahrgastzelle ziehen. Das Coupé bietet diese Art der Fenster ebenso plus elektrische Scheibenheber für alle vier Seitenscheiben. Hinzu kommen großzügige Holztäfelungen – ein bisschen darf man schließlich auch erwarten angesichts 25.500 Mark Neupreis. Der Admiral V8 ist mit 15.950 Mark im Jahr 1965 auch kein billiges Vergnügen – immerhin ist die, wenn auch gefühllose Servolenkung frei Haus. Gegen 485 Mark wanderte ein mechanisches Schiebedach an Bord - welch ein Luxus vor fünfzig Jahren! Doch man braucht in diesen Autos gar keine technischen Gimmicks, um glücklich zu werden. Wenn der Smallblock-V8 unter der mächtigen Haube seine Arbeit aufnimmt, ist Dauergrinsen garantiert – heute genauso wie in den Sechzigern. Wir zeigen die schönsten Modelle nochmal in der Foto-Show.

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