Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

So nehmen Sie an einer Oldtimer-Rallye teil

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Auf die Plätze, fertig, los!  

So nehmen Sie an einer Oldtimer-Rallye teil

12.03.2015, 09:34 Uhr | SP-X, wanted.de

So nehmen Sie an einer Oldtimer-Rallye teil. An diesen Rallyes können Sie mit Ihrem Oldtimer selbst teilnehmen. (Quelle: BMW)

An diesen Rallyes können Sie mit Ihrem Oldtimer selbst teilnehmen. (Quelle: BMW)

Sie wollten mit Ihrem Old- oder Youngtimer immer schon eine Rallye fahren? Super Idee! wanted.de verrät Ihnen, auf welchen Rennstrecken Sie mit Ihrem automobilen Sammlerstück teilnehmen können.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Eine echte Oldtimer-Rallye ist keine sonntägliche Ausfahrt - sie macht viel mehr Spaß. Wer mit dem Gedanken spielt, in diesem Jahr zum ersten Mal mitzufahren, findet hier Antworten auf zehn wichtige Fragen zum Thema. Mit der Entscheidung sollte man sich beeilen – die ersten Anmeldefristen laufen in den kommenden Wochen ab.

Welche Rallye soll ich fahren?

Dutzende Oldtimer-Rallyes finden jährlich in Deutschland und Umgebung statt. Man fährt auf geschwungenen Passstraßen, idyllischen Alleen, einsamen Landstraßen, durch romantische Dörfer und malerische Landschaft - kurzum: auf schönen Strecken. Je nach Rallye zum Beispiel in Voralberg/Tirol (Silvretta Classic), im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz (Bodensee-Klassik), quer durch Italien (Mille Miglia) oder etwa von Berlin nach Hamburg (diesjährige Hamburg-Berlin-Klassik). Regionale Oldtimerclubs zeigen die schönsten Strecken der Heimat. Einige Ausfahrten sind ambitionierter, andere touristischer, wieder andere konterkarieren das klassische Rallye-Reglement, wie die Creme-21-Rallye.

Bei der Youngtimer-Rallye gibt es skurrile Wertungsprüfungen. So müssen die Teilnehmer das Gewicht von Matchbox-Autos schätzen. Ansonsten steht aber auch bei dieser Veranstaltung der Spaß am Fahren im Vordergrund.

Wie anstrengend ist das? Eine echte Oldtimer-Rallye ist allerdings keine Spazierfahrt, sondern eine ambitionierte Ausfahrt von Gleichgesinnten, die Freude an ihren alten Autos haben. Mit Strecken von 100 bis 200 Kilometern am Tag sollte man immer rechnen, manchmal geht es auch länger. Darf mein Auto teilnehmen?

Das erfahren Sie in der Ausschreibung. Bei einer Schnauferl-Rallye liegt der Schwerpunkt auf Vorkriegsfahrzeugen, bei einer Youngtimer-Rallye auf Fahrzeugen etwa zwischen 1975 und 1995, Oldtimer-Rallyes liegen oft irgendwo dazwischen, wobei es für das Alter nach oben meist keine Beschränkung gibt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wer mitmachen darf entscheidet der Veranstalter - im Zweifel hat man bei früher Nennung in einem seltenen Auto die besseren Karten. Es gibt aber auch sehr spezielle Voraussetzungen: An der berühmten Mille Miglia beispielsweise darf nur teilnehmen, wessen Auto oder Modell bei dem originalen Straßenrennen zwischen 1927 und 1957 dabei war.

Wie kann ich teilnehmen?

Schnell bewerben! Bei vielen Rallyes, die in diesem Sommer stattfinden, endet die Nennfrist Ende März, für die Mille Miglia ist sie Anfang Januar abgelaufen. Bei kleinen Rallyes kann die Nennung häufig bis einen Monat vor dem Termin erfolgen. Um in die Gesellschaft der Oldie-Verrückten und die Abläufe hinein zu schnuppern, eignet sich eine kleinere Veranstaltung hervorragend.

Muss ich schnell fahren, um zu gewinnen? Nein. Die Oldtimer-Rallyes, die auf öffentlichen Straßen ausgetragen werden, sind Gleichmäßigkeitsrennen. Es gewinnt nicht der Schnellste, sondern der mit den wenigsten Strafpunkten. Um möglichst wenige zu sammeln, muss man die Prüfungen präzise absolvieren, sich an gewisse Zeiten halten und sich selten verfahren. Wie läuft so eine Prüfung?

Die Vorgaben finden sich meist im Roadbook, sie lauten (vereinfacht) zum Beispiel: 100 Meter in 10 Sekunden zurücklegen. Dann rechnen Sie vorher aus, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit Sie fahren müssen, in diesem Fall also 36 km/h. Der Beifahrer startet die Stoppuhr bei der Einfahrt in die Prüfung und zählt die letzten Sekunden laut runter, bei "Null" fährt der Fahrer über den Messschlauch oder die Lichtschranke - so zumindest die Theorie. Strafpunkte gibt es bereits bei einer Abweichung von einer Hundertstel-Sekunde von der Sollzeit. Daneben gibt es an der Strecke zum Beispiel auch Kontrollen, an denen Sie sich einen Stempel auf der Bordkarte abholen müssen. Am Ende gewinnt derjenige mit den wenigstens Fehlerpunkten. Vieles steht im Roadbook erklärt, was Sie dann noch nicht verstanden haben, fragen Sie vor dem Start bei der Crew oder einem hilfsbereiten Mitfahrer nach - irgendwann war schließlich für jeden das erste Mal.

Muss ich das wirklich alles so ernst nehmen? Wer lediglich eine geführte Ausfahrt machen möchte, der ist von einer Mehrtages-Rallye schnell genervt. Der Beifahrer muss über das Roadbook mit Chinesenzeichen - das sind kleine Pfeile, die die Richtung vorgeben - und Kilometerangaben navigieren. Zu viel Zeit dürfen Sie sich nicht lassen, die Stempelkontrollen überprüfen das. Ein kleines bisschen sportlicher Ehrgeiz gehört eben dazu - der Spaß an den alten Autos steht aber im Vordergrund. Was kostet es? Tages-Rallyes von kleinen Clubs kosten oftmals unter 100 Euro, inklusive Verpflegung. Bei größeren Veranstaltungen über mehrere Tage kann man mit Preisen zwischen mehreren hundert Euro und wenigen Tausend Euro pro Auto mit Fahrer und Beifahrer rechnen. Richtig kostspielig ist die Teilnahme an Klassikern wie der Mille Miglia (8500 Euro inklusive Hotel). Was passiert, wenn ich liegen bleibe? Es ist sinnvoll, auf einer Oldtimer-Veranstaltung mit einem funktionstüchtigen, bestenfalls frisch gewarteten Auto aufzufahren - das Abreißen der Kilometer in kurzer Zeit ist für den Klassiker eine Belastungsprobe. Grobe Funktionsstörungen erkennt die technische Abnahme vor Ort und streicht im schlimmsten Fall die Teilnahme. Natürlich kann am automobilhistorischen Kulturgut immer etwas kaputt gehen, dann wird niemand am Straßenrand zurück gelassen. Im Falle des Falles hilft der Veranstalter mit Rat und Tat. Wie bereite ich mich vor?

Der Tageskilometerzähler sollte in Ordnung sein, wer ambitionierter ist, installiert im Auto gleich einen Wegstreckenzähler, den man auf Knopfdruck nullen kann. Für die Wertungsprüfungen sollten zwei Stoppuhren an Bord sein. Wer seinen Lerneffekt beschleunigen will, kann ein Rallye-Training absolvieren, das es von verschiedenen Anbietern gibt. Manche Rallyes bieten auch eine Kurzschulung vor dem Start an. Erfahrungsberichte in Oldtimer-Magazinen stimmen auf das richtige Rallye-Gefühl ein.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Shopping
NIVEA Duftkerze für perfekte Wohlfühlmomente
ideal auch als Geschenk - jetzt auf NIVEA.de
Shopping
Jetzt portofrei Weihnachts- geschenke bestellen!
schnell zu JAKO-O.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017