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Die schönsten Oldtimer der Welt

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Mille Miglia - die schönsten Oldtimer der Welt

15.05.2015, 16:02 Uhr | auto-reporter/press-inform/wanted.de

Die schönsten Oldtimer der Welt. Ein uralter Bentley am Start der Mille Miglia (Quelle: dpp-AutoReporter/hhg)

Ein uralter Bentley am Start der Mille Miglia (Quelle: dpp-AutoReporter/hhg)

Jetzt schnaufen sie wieder: Oldtimer-Fans aus aller Welt jubeln den schönsten Oldtimern der Welt zu. Der Start für die 460 Teilnehmer der Mille Miglia war am Vatertag. Und nun läuft das Rennen über vier Tage und rund 1700 Kilometer bis Sonntag auf dem Kurs Brescia-Rom-Brescia. Ganz Italien ist verzückt.

Neben Pebble Beach in Kalifornien ist die Mille Miglia das Event für Oldtimer-Freunde schlechthin – die Fans nennen es auch das imposanteste rollende Museum der Welt. Am Start: Uralte Bentley, Ferrari, Porsche, Mercedes für Millionen. Legendäre Rennfahrzeuge wie der Mercedes 300 SL Flügeltürer, ein Porsche 356 B oder eine Lancia Aurelia sind heute im millionenschweren Teilnehmerfeld ebenso gesetzt wie die spektakulären Vorkriegsmodelle vom Typ Bentley Blower 4,5 Litre, BMW 328 oder Alfa Romeo 6C.

Startschuss durch Rennlegende Sir Sterling Moss

Den Startschuss gab Motorsport-Legende Stirling Moss in einem Mercedes Silberpfeil. Der Brite, der einst selbst die legendären "Tausend Meilen" von Brescia nach Rom und zurück gewonnen hat, rollte in diesem Jahr als Erster auf die Startrampe und eröffnete den Wettbewerb.

Allerdings war dies nur ein symbolischer Akt - der greise Moss fährt selbst nicht mit. Einer der Stars im Feld dieses Jahres ist ein Porsche 550 Spyder. Spektakulär war einst schon die Sponsor-Beschriftung auf der Alu-Karosse - ein Novum auf einem Porsche-Werkswagen in den 50er-Jahren. Aber die Firmen Fletcher und Telefunken unterstützten Rennleiter Huschke von Hanstein 1954 beim Einsatz des Fahrzeugs bei der Carrera Panamericana in Mexiko und wollten ihr Engagement öffentlich gewürdigt sehen. Damals galt es, die Leistungsfähigkeit des 117 PS starken Spyder mit seinen vier Nockenwellen unter Beweis zu stellen. Und das gelang. Sein geringes Gewicht ließ den Wagen gegenüber der meist hubraumstärkeren Konkurrenz punkten.

Einst donnerten verwegene Kerle wie Huschke von Hanstein, Stirling Moss oder Rudolf Caracciola in ihren heißen Rennwagen durch den nur sporadisch vorhandenen italienischen Alltagsverkehr, um die Strecke Bresia–Rom und zurück in Rekordzeiten von kaum mehr als zehn Stunden zurückzulegen. >>

Sie riskierten bei Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 150 km/h nicht selten ihr Leben und wurden so zu Rennfahrerlegenden – bis heute. Längst ist die Mille Miglia zu einem Show-, Schein- und Oldtimerspektakel geworden.

In Italien hat die Mille Miglia Storica in den meisten Ortschaften und Städten, die sie passiert, seit den 90er Jahren den Rang eines Nationalfeiertags mit Volksfestcharakter. Geschäfte haben Sonderöffnungszeiten, Schüler dürften der Schule fernbleiben und am Straßenrand stehen Kleinkinder und hoch betagte Senioren. Das wird für die Sponsoren mitunter problematisch: Denn da die Orte häufig komplett von Schaulustigen verstopft sind, stecken manche Fahrer fest. Und wenn ein Wagen nicht oder zu spät ankommt, ist das keine gute Publicity.

Erste Mille Miglia im Jahr 1927

Schade angesichts der Tradition. Im Dezember 1925 beschlossen vier junge Männer aus Brescia in Norditalien, ein Autorennen aufzulegen. Graf Franco Mazzotti, Graf Aymo Maggi, Renzo Castagneto und Giovanni Canestrini wollten ihre Heimatstadt zu einem Zentrum des Motorsports machen. Das sollte ein Straßenrennen  über unbefestigte Landstraßen werden. Dreizehn Jahre später wurde Rom als Wendepunkt der Strecke festgelegt - bis heute ein Highlight der Mille Miglia. Die Länge der Strecke: Etwa 1600 Kilometer oder rund 1000 englische Meilen. Selbst einen Bezug zur Historie gab es: Auch die alten Römer sollen ja schon in einer Einheit gemessen haben, die der Meile gleichkommt. Und tatsächlich: Am 26. März 1927 wurde die kühne Idee in die Tat umgesetzt. In der Via Rebuffone fiel der Startschuss für 77 Wagen. Der Triumph war perfekt, als ein OM aus Brescia mit den Werksfahrern Ferdinando Minoia und Giuseppe Morandi das erste Rennen gewann.

Damals mit der Zeit von 21 Stunden, 4 Minuten und 48 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 77 km/h. Noch heute bei der historischen Auflage des Rennens gebührt die Startnummer 1 immer einem OM.

Im Jahre 1957 fand das Profi-Rennen Mille Miglia zum letzten Mal statt, da am 12. Mai ein schwerer Unfall des Spaniers Alfonso de Portago mehrere Todesopfer gefordert hatte. Nach einem Reifenschaden schleuderte ein Ferrari nahe dem Dorf Guidizzolo, das liegt zwischen Mantua und dem Ziel in Brescia, in die Menge. Neben den beiden Fahrern starben auch zehn Zuschauer, darunter fünf Kinder.

Seit 1977 findet das Rennen jeweils im Mai als Mille Miglia Storica, also als historische Mille Miglia und somit als eine Neuauflage mit historischen Fahrzeugen statt. Doch hier zählt nicht mehr die Höchstgeschwindigkeit, sondern Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit – und natürlich das grandiose Oldtimer-Feeling und die Schönheit der Autos. Eindrucke des großen Events sehen Sie in unserer Fotoshow.

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