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Jaguar XE: Business-Limousine wildert im Revier von BMW und Mercedes

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Komfortorientierter Dynamiker  

Der Jaguar XE wildert im Revier von BMW und Mercedes

20.05.2015, 11:33 Uhr | t-online.de,

Jaguar XE: Business-Limousine wildert im Revier von BMW und Mercedes. Jaguar XE: Neue Business-Limousine in der Mittelklasse. (Quelle: Patrick Schäfer/t-online.de)

Jaguar XE: Neue Business-Limousine in der Mittelklasse. (Quelle: t-online.de/Patrick Schäfer)

Jaguar ist weiter auf dem Sprung - nach dem Achtungserfolg mit dem XF wildern die Briten nun auch in der Mittelklasse. Mit dem neuen Jaguar XE will die vor achtzig Jahren gegründete Traditionsmarke zu den Konkurrenten von BMW und Mercedes-Benz aufschließen. Ein erster Autotest zeigt, wie dicht der kleine Jaguar auffahren kann.

Wie 3er BMW und Mercedes C-Klasse setzt der XE auf Hinterradantrieb. Optisch erinnert er mit seiner langen Motorhaube und dem knackigen Fließheck an den XF, weist aber auch Ähnlichkeiten zum bayerischen Erfolgsmodell auf: Etwa an der Front mit dem zugekniffenen Blick aus den schmalen Scheinwerfern oder mit dem Hofmeister-Knick an der C-Säule. Auch von den Proportionen ähneln sich die Limousinen: Der Jaguar ist mit 4,67 Meter nur fünf Zentimeter länger als ein 3er, aber zwei Zentimeter kürzer als die C-Klasse.

Jaguar XE: Dynamisch, aber luxuriös

Dass der Brite eher den Fahrdynamiker geben will, wird schon an der Konstruktion deutlich: Die Karosserie besteht bis zu 75 Prozent aus Alu, nur die Längsträger vorne, die Türen, die Heckklappe sowie der hintere Unterboden sind aus Stahl. Das leichteste Modell wiegt nur 1,4 Tonnen - das merkt man auch beim Fahren.

Fahrbericht 
Jaguar XE: Sportlimousine im Raubkatzenlook

Der Brite gibt sich betont sportlich und bietet eine interessante Alternative zur C-Klasse und dem 3er BMW. Video

Starker Diesel, agiles Handling

Mit einem tiefen Brummen erwacht der eigens entwickelte Ingenium-Diesel zum Leben. Aus zwei Litern Hubraum schöpft der Vierzylinder-Selbstzünder im XE 20d (auch bei der Modellbezeichnung nähert sich Jaguar BMW an) 180 PS und 430 Newtonmeter Drehmoment. Mit der sanft schaltenden Achtgang-Automatik von ZF ergibt diese Kombination einen schnellen und ruhigen Reisewagen, der sich mit der erstmals bei Jaguar eingesetzten elektromechanischen Servolenkung flink um die Kurven zirkeln lässt.

Das Fahrwerk mit den Doppelquerlenkern vorne (ähnlich wie beim F-Type) sowie die Integrallenker-Hinterachse hilft beim Kurvenräubern tatkräftig mit, kann aber aufgrund der sportlich-straffen Abstimmung auf schlechter Fahrbahn auch mal etwas poltern.

Kompressor-Power im XE S

Sehr sportlich geht es im 340 PS starken XE S zu. Der Sechszylinder kommt auch im Jaguar F-Type zum Einsatz. Im XE verhilft er dem Mittelklasse-Briten zu Sportwagen-Fahrleistungen. Der Motorsound ist im XE jedoch zunächst enttäuschend, weil zu synthetisch. Erst bei eingeschaltetem Sportmodus und durchgetretenem Gaspedal kommt zum Dröhnen des Motors noch das Heulen des Kompressors.

Luxuriöser, aber knapper Innenraum

Die Business-Limousine setzt sich im Innenraum mit seiner gemütlichen Clubatmosphäre von der Sachlichkeit der deutschen Konkurrenz ab. Der Fahrer kauert tief und geborgen im fein verarbeiteten Innenraum, die Armaturentafel wölbt sich von Tür zu Tür um die Insassen. Die zwei Rundinstrumente im Cockpit bieten eine schicke, aber leider schlecht ablesbare Grafik. Auf der Mittelkonsole sitzt ein acht Zoll großer Touchscreen. Das neue Infotainment-System zeigt sich verbessert und bietet nun auch WLAN und diverse Apps, allerdings erfordert die Bedienung etwas Eingewöhnung. Nach wie vor effektvoll: Der ausfahrbare Automatik-Drehschalter.

Foto-Serie mit 15 Bildern

Auch der Fond ist eher knapp geschnitten. Man sitzt trotz des 2,83 Meter langen Radstandes etwas beengt, weil die abfallende Dachlinie den Ausblick nach draußen erschwert.

Neue Assistenzsysteme an Bord

Aufgeholt hat Jaguar endlich auch beim Thema Assistenten: So gibt es nun eine Stereokamera für Notbremsassistenten, Spurwechselwarner, den adaptiven Tempomaten oder den Parkassistenten. Auch ein farbiges Laser-Head-up-Display ist verfügbar. Insgesamt versucht Jaguar, das Beste der Konkurrenz im XE zu vereinen: Sportliches Design und dynamisches Fahrverhalten (BMW) werden mit luxuriöser Ausstattung und modernen Assistenzsystemen vereint (Mercedes).

Selbstbewusste Preispolitik

Auch bei der Preisgestaltung sieht sich Jaguar auf Augenhöhe. Der Einstiegspreis ab 36.450 Euro für den Vierzylinder-Turbobenziner spielt in der Liga der Konkurrenten. Ein etwa gleich starker Mercedes C 200 startet ab 36.560 Euro, der BMW 320i ist 34.750 Euro teuer. Die XE-Diesel mit 163 und 180 PS fangen bei 36.500 Euro an. Alles inklusive 3 Jahre Garantie und kostenlosen Inspektionen bei unbegrenzter Kilometerleistung. Ab Mitte Juni ist der in Solihull gefertigte Jaguar XE in vier Modelllinien Pure, Prestige, Portfolio und R-Sport erhältlich.

Jaguar XE: Technische Daten und Preise

ModellXE E-PerformanceXE 20dXE 20tXE 25tXE S
MotorTurbodieselTurbodieselTurboTurboV6-Kompressor
Hubraum2,0 Liter2,0 Liter2,0 Liter2,0 Liter3,0 Liter
Leistung163 PS180 PS200 PS240 PS340 PS
Drehmoment380 Nm430 Nm280 Nm340 Nm450 Nm
0 - 100 km/h8,4 s*7,8 s7,7 s6,9 s5,1 s
V-Max227 km/h230 km/h237 km/h250 km/h250 km/h
EU-Verbrauch3,8 l4,2 l7,5 l7,5 l8,1 l
Preis ab36.500 €36.500 €36.450 €39.750 €54.600 €

* mit Handschaltung

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