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VW Sharan im Test: Neues Kleid und alte Tugenden

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Neuer Familienvan im Test  

VW Sharan 2.0 TDI: neues Kleid und alte Tugenden

16.06.2015, 14:41 Uhr | Marcel Sommer, Press-Inform

VW Sharan im Test: Neues Kleid und alte Tugenden. Das ist der neue VW Sharan. (Quelle: Hersteller)

Das ist der neue VW Sharan. (Quelle: Hersteller)

Ab Juli buhlt der neue VW Sharan um die Gunst der Familienoberhäupter. Außen wie innen präsentiert sich der Familienvan wie ein alter Bekannter. Aber wie schlägt er sich im Test? Wir sind das Topmodell Highline gefahren.

Neuer VW Sharan: Start im Juli

Ein Sharan aus dem Hause Volkswagen ist seit zwanzig Jahren nicht mehr aus unserem Straßenbild wegzudenken. Vor allem sein praktischer Nutzen, die vielfältigen Sitz-Konfigurationen und die für Großfamilien wichtige dritte Sitzreihe haben sich herumgesprochen. Dass an den neuen Sharan, der in diesem Juli auf den deutschen Markt kommen wird, dieselben Hoffnungen und Wünsche gerichtet werden, stört Volkswagen nicht.

Warum auch? Frei nach dem Motto: "Ein gutes Produkt leicht überarbeiten und auf den neuesten Stand der Technik bringen" rollt der Siebensitzer aus der Fertigungshalle. Die Preisliste beginnt beim günstigsten Benziner bei 32.000 Euro. Das selbstzündende Topmodell schlägt mit 43.950 Euro zu Buche.

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Kofferraumvolumen von bis zu 2430 Liter

Ob sich solch eine hohe Investition lohnt, lässt sich eigentlich schon nach einem ersten Interieur-Check bejahen. Denn schon allein der Sitzbezug in Leder und Alcantara bläst sämtliche Familien-Van-Vorurteile aus dem gewaltigen und lichtdurchfluteten Innenraum durch die beiden Schiebetüren hinaus. Alle sieben Sitze sehen aber nicht nur viel zu edel für einen Sharan aus, sie fühlen sich auch noch super an.

Da vergessen die beiden halbwüchsigen Hinterbänkler der letzten Reihe schon mal, dass dort eigentlich nur Kleinkinder sitzen sollten - denn von Beinfreiheit ist dort nicht die Rede. Werden die beiden Notsitze per simpler Umklapptechnik im Boden versenkt, wird schnell klar, warum mittlerweile über 800.000 Sharan auf diesem Planeten umherfahren. Der Kofferraum verdient seinen Namen. 955 Liter Gepäck und bis zu fünf Personen können sich sehen lassen. Wird auch die zweite Reihe eingeebnet, passen 2297 Liter hinein. Wer sich von vornherein die letzte Reihe spart, erhöht diesen Wert sogar auf bis zu 2430 Liter. Die 33 verschiedenen Ablagefächer sind hier nicht mit eingerechnet.

Motor: Der Diesel überzeugt mit seiner Laufruhe

Auf zwei Liter Hubraum kommt der stärkste Vierzylinder-Dieselmotor im Sharan-Portfolio. Seine 184 PS erzeugen im Zusammenspiel mit dem 380 Newtonmeter starken Drehmoment einen ordentlichen Vortrieb. Von der kurzen Gedenksekunde, die er sich bis zum tatsächlichen Anfahren gönnt, einmal abgesehen, fällt vor allem eines auf: zu hören ist nahezu nichts. Kein Diesel-Nageln, kein Dröhnen. Die Laufruhe ist hörenswert.

Verbrauch soll niedrig liegen

Für seine 1,8 Tonnen Gewicht fällt der Tempo 100-Sprint mit 8,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 213 Kilometern pro Stunde völlig ausreichend aus. Viel spannender als die nackten Tempo-Zahlen sind vielen Sharan-Kunden Themen wie Sicherheit und Verbrauch. Bei letzterem darf ruhigen Gewissens gesagt werden, dass 5,3 Liter auf 100 Kilometer ein guter Wert für so viel Auto ist. Dank des 70 Liter-Treibstofftanks bedarf es keines Taschenrechners um zu wissen, dass hier mehr als 1000 Kilometer am Stück möglich sind. Mit Taschenrechner sind es sogar genau 1321 Kilometer.

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Mehr Entertainment, mit und ohne Technik

Für den modernen Zeitvertreib auf der Rücksitzbank stehen Tablet-PC-Halter und USB-Aufladebuchsen sowie eine 230 Volt-Steckdose für sämtliche Entertainment-Systeme zur Wahl. Freunde des Spiels "Ich sehe was was Du nicht siehst" kommen im VW Sharan ebenfalls auf ihre Kosten. Denn anders als es der aktuelle Trend vorsieht, verfügt der 4,85 Meter lange Wolfsburger über große Fensterfronten und eine niedrige Gürtellinie. Herausschauen ist so auch für die ganz Kleinen noch möglich.

Fahrkomfort: Rückmeldung ist gewünscht

Wer sich im Comfort-Dämpfermodus durch die Gegend kutschieren lässt, oder selbst fährt, wird von einer dennoch ausreichenden Rückmeldung der Asphaltdecke überrascht. Was die eine Partei als zu sportlich auslegen könnte, werden Fond-Reisende, die bei zu stark schwankenden Fahrzeugen zur Reisekrankheit neigen, zu schätzen wissen. Keine Gegenpartei hingegen gibt es beim problemlosen und kaum spürbaren Sechsgang-Doppelkupplungs-Getriebe. Die Lenkung reiht sich nahtlos in die komfortable, aber stets gute Rückmeldung gebende Fahreigenschaft des VW Sharan ein.

Sicherheit: Sharan auf Höhe der Zeit

Beim Thema Sicherheit hat sich mit der Multikollisionsbremse, dem ACC und Front Assist sowie dem Parklenkassistenten einiges getan. Und auch die mittlerweile in jedem Fahrzeugsegment Einzug haltende City-Notbremsfunktion, die bis Tempo 30 automatisch vor einem Unfall eine Vollbremsung auslöst, ist erhältlich. Allerdings nur, und das ist schon ein wenig beschämend, selbst in der höchsten Ausstattungsvariante nur gegen einen Aufpreis von 305 Euro. Vielleicht schafft es ja dieses nützliche Helferlein bei der nächsten Generation ab Werk an Bord.

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