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Volvo V60 Cross Country im Autotest

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Testfahrt mit dem Volvo V60 Cross Country  

Gutmütiger Schwede in markantem Offroad-Kleid

20.09.2015, 15:07 Uhr |

Volvo V60 Cross Country im Autotest. Gut in Fahrt: Der Volvo V60 Cross Country. (Quelle: Hersteller)

Gut in Fahrt: Der Volvo V60 Cross Country. (Quelle: Hersteller)

Groß und schwer und in markanter Optik steht er da: Um 6,5 Zentimeter hat Volvo seinen V60 aufgebockt. Der Offroad-Look gefällt – keine Frage. Aber macht der Schwede auch auf der Straße eine gute Figur? Für unseren Test haben wir den Volvo V60 Cross Country gut tausend Kilometer schrubben lassen.

Denn sind wir doch mal ehrlich: Mag das Auto auch etwas höher liegen und das Außenkleid ein wenig auf Geländefahrzeug getrimmt sein; ein echter Offroader ist dieses Auto nicht - wenn er wie unser Testwagen mit Frontantrieb daher kommt. Fahren wird dieser Schwedenkombi ganz überwiegend nicht in Wald und Flur, sondern in der Stadt und auf der Autobahn.

Volvo V60 Cross Country: Guter Vortrieb, aber auch ordentlich Durst

Dort macht der "robuste Sportkombi", wie Volvo den Cross Country selbst beschreibt, keine schlechte Figur. Die optional erhältliche Achtgang-Automatik bringt die 190 PS des schweren Schweden gut auf die Straße und sorgt für reichlich Vortrieb. Auch bei höheren Geschwindigkeiten beschleunigt der Volvo noch anständig. Anders als der Volvo V60 macht der Cross Country aber schon bei 210 km/h Spitze Schluss.

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Für einen echten Sportkombi lässt er insbesondere auf kurvigen Strecken außerdem ein wenig Agilität vermissen. Und durstig ist der Schwede: Der im Datenblatt verheißene Spritverbrauch von 4,2 Litern außerorts kann nur skandinavischen Träumen entsprungen sein. In der Praxis schafft man so einen niedrigen Verbrauch nicht einmal im Dauer-Windschatten eines LKW. Tatsächlich verlangte der Volvo bei unseren (zugegeben flott gefahrenen) Runden nach etwa doppelt so viel Diesel; er ist eben nicht gerade windschnittig, dieser höher gelegte Kombi.

Der Volvo V60 Cross Country bringt einen entspannt ans Ziel

Dafür aber unheimlich komfortabel, das muss man den schwedischen Autobauern schon lassen. Was die Bequemlichkeit angeht, können sich die breiten Ledersitze mit jedem Wohnzimmersessel messen - und sind zumindest vorne in der von uns gefahrenen Ausstattungslinie "Summum" serienmäßig beheizbar. Die Klimaautomatik ist schon in der Basisversion des Cross Country separat für Fahrer und Beifahrer einstellbar. Platz haben alle Insassen vorne wie hinten genug.

Auch Optik und Haptik stimmen. Ob Lederlenkrad, Armaturenbrett oder die Instrumente und Anzeigen: Durch die Bank macht der gesamte Fahrgastraum einen sehr wertigen Eindruck und erfüllt die Ansprüche an einen Kombi der Premium-Mittelklasse voll und ganz. In diesem Volvo ist man gerne unterwegs und kommt auch nach längeren Strecken entspannt ans Ziel.

Fahrassistenten machen das Leben leichter

Noch komfortabler wird die Reise mit dem umfangreichen Fahrassistenz-Paket. Optional rüsten die Schweden den V60 Cross Country mit Spurhalte- und Bremsassistenten, Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem sowie Verkehrszeichen-Erkennung und Totem-Winkel-Warner auf. Fast nur noch lenken muss man dann noch selbst.

Schon klar: Nicht jeder Purist ist von solchen Assistenzsystemen begeistert. Aber man kann die meisten technischen Helferlein jederzeit abschalten - ganz einfach per Knopfdruck auf der Mittelkonsole.

Beim Spurhalteassistenten muss man das auch hin und wieder. In Baustellen etwa hat das System sonst manchmal Schwierigkeiten, die richtige Spur zu halten. Auch die Verkehrszeichenerkennung liegt nicht immer richtig, wenn Geschwindigkeitsbegrenzungen zeitlich beschränkt sind. Dennoch machen die Assistenten das Leben deutlich leichter. Für Vielfahrer lohnt sich das Paket für 2150 Euro Aufpreis allemal.

Sicherheit mit schwedischem Standard

Zumal es die Fahrt viel sicherer macht. Blinklichter an den A-Säulen zeigen an, wenn sich auf der Nebenspur ein Fahrzeug im toten Winkel nähert; am unteren Rand der Windschutzscheibe werden Warnleuchten sichtbar, wenn man den Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterschreitet. Alle optischen Signalleuchten sind anfangs so dezent, dass sie auch nachts nicht stören.

Erst wenn der Fahrer darauf nicht reagiert und die Gefahr zunimmt, werden die Signale deutlicher; gegebenenfalls greift das Auto auch selbst ein. Im Stau und in der Stadt beispielsweise kann der Notbremsassistent Auffahrunfälle verhindern, indem er den Wagen selbstständig zum Stehen bringt, wenn der Fahrer abgelenkt ist und nicht rechtzeitig reagiert. Volvo-typisch erweist sich der V60 Cross Country hier als gutmütiger Begleiter, der gut auf seine Insassen aufpasst.

Fazit zum Test des Volvo V60 Cross Country

Auch insgesamt hat der Pseudo-Offroader in unserem Test seine Alltagstauglichkeit bewiesen, machte auf Autobahnen, Landstraßen und trotz seiner Größe sogar in der Stadt eine gute Figur. Selbst das Einparken ist mit dem immerhin 4,64 mal 2,10 Meter großen Kombi dank Parkassistent und Rückfahrkamera ein Kinderspiel.

Auch wenn es rational betrachtet Quatsch sein mag, den V60 aufzubocken und als vermeintliches Geländefahrzeug zu kleiden: Schick ist er, wenn er da so zwischen all den 08/15-Autos auf dem Parkplatz steht. Er setzt sich ab von gewöhnlichen Kombis à la Passat und Co. Und ist ein Auto nicht auch immer ein gutes Stück weit Emotion?

Technische Daten Volvo V60 Cross Country

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