Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

Die Rekonstruktion der Junkers F13

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rückkehr einer Legende  

Die Junkers F13 fliegt wieder

14.12.2015, 15:15 Uhr | wanted.de

Die Rekonstruktion der Junkers F13. Originalgetreuer Nachbau der Junkers F13 (Quelle: Gregor Kaluza for Rimowa)

Originalgetreuer Nachbau der Junkers F13 (Quelle: Gregor Kaluza for Rimowa)

Im Jahre 2009 haben sich enthusiastische Flugzeugkonstrukteure an die Arbeit gemacht, die legendäre Junkers F13 flugfähig nachzubauen. Sie wurden dabei von Kofferhersteller Rimowa unterstützt. Der Bildband "Junkers F13 – Die Rückkehr einer Legende" erzählt diese Geschichte.

Die Junkers F13 ist ein Meilenstein der zivilen Luftfahrt. Als erstes Ganzmetall-Flugzeug konzipiert, bestand die Hülle aus dem Werkstoff Duraluminium, einer Legierung aus Aluminium und Kupfer. Von den knapp über 200 Modellen, die gebaut wurden, sind nur noch fünf erhalten, sie und eine weitere Handvoll Nachbauten stehen in verschiedenen Museen Europas. Doch flugfähig sind die Ausstellungsstücke alle nicht.

Die Replika wird 2016 wieder fliegen

Das wird sich ändern, denn im Juli 2015 stellte Rimowa-Chef Dieter Morszeck im feierlichen Rahmen 150 geladenen Gästen den originalgetreuen Nachbau der Junkers F13 vor, der ab 2016 wieder abheben wird.

Der Beginn der zivilen Luftfahrt war in Deutschland beschwerlich. Vor 1914 war daran nicht zu denken, nur wenige Jahre nach den ersten Flugversuchen von Otto Lilienthal und den Gebrüdern Wright steckte die Technik noch in den Kinderschuhen. In den nächsten Jahren sorgte der Krieg dafür, dass ausschließlich militärische Interessen verfolgt wurden. Und nach dem ersten Weltkrieg verboten die Entente-Mächte Frankreich und England den Flugverkehr im besiegten Deutschland. Also mussten die ersten Linienflüge außerhalb des deutschen Luftraums stattfinden.

Die Piloten mussten draußen bleiben

So hob die F13 zwar am 25. Juni 1919 in Dessau für den Jungfernflug zum ersten Male ab, doch für eine weitere Nutzung wurde die F13 in den USA zusammengebaut – die Kisten mit den vorgefertigten Einzelteilen wurden aus Dessau dort hingeschickt. Später kam Fürth als Produktionsstätte hinzu.

Nur vier Passagiere fanden neben zwei Besatzungsmitgliedern in der Junkers F13 Platz. Letztere saßen im Freien – erst später wurde auch die Pilotenkabine überdacht. Die ersten Modelle leisteten bescheidene 160 PS, was sich im Laufe der Produktion auf bis zu 570 PS steigerte. Damit wuchs die Reisegeschwindigkeit und je nach Bedarf auch die Reichweite.

Gerade einmal 140 km/h war eine gewöhnliche F13 schnell, ein Ausnutzen der Reichweite von 1200 Kilometern glich daher nach heutigen Zeitmaßstäben einem Langstreckenflug. Dagegen beeindruckt aus heutiger Sicht die Startstrecke von 200 Metern und der Bremsweg von gerade einmal 150 Metern! Bei derart kurzen Start- und Landbahnen wäre selbst der Hauptstadtflughafen BER schon fertig.

Die F13 brach bis 1932 mehrere Höhen- und Langstreckenweltrekorde, war auf fünf Kontinenten im Einsatz und legte den Grundstein für den zivile Luftfahrt – Konstrukteur Hugo Junkers hatte vieles vorausgeahnt, was später eingetroffen ist. Viele der Bauprinzipien sind auch noch in den heutigen Airlinern umgesetzt.

Die Vorzüge von Duraluminium

Grundlage seiner revolutionären Überlegungen war der Werkstoff Duraluminium, das sich durch ein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit auszeichnete. Der Geschäftsführer von Rimowa, Dieter Morszeck, fühlt sich dem Erbe Junkers’ in mehrfacher Weise verbunden. Sein Vater, selbst leidenschaftlicher Pilot, setzte für seine leichten Tropenkoffer vor über 60 Jahren ebenfalls auf den Werkstoff Duraluminium. So entstand die Idee, einen flugfähigen Nachbau der F13 in Auftrag zu geben.

Bildband zeigt die Geschichte

Der Bildband "Junkers F13 – Die Rückkehr einer Legende", erschienen bei teNeues (www.teneues.com), zeigt auf 224 Seiten die Geschichte des Unternehmens Junker, der ersten F13 und die des Nachbaus – von den Schwierigkeiten der Rekonstruktion, der detektivischen Suche nach Originaldokumenten und Bauplänen bis zu den Vorbereitungen der ersten Testflüge in zum Teil noch unveröffentlichten Bildern. Wenn nicht Gravierendes mehr dazwischenkommt, wird die Replika der F13 schon 2016 fliegen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Shopping
Shopping
100,- € Klimabonus beim Kauf von Siemens Produkten
OTTO.de
KlingelBabistabonprix.deESPRITStreet OneCECILMADELEINEdouglas.demyToys

Anzeige
shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017