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Familienautos im Beladungstest: Gepäck als Fahrdynamikbremse

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Familienautos im Beladungstest  

Gepäck als Fahrdynamikbremse

18.12.2015, 13:50 Uhr | Sebastian Renz | auto motor und sport

Familienautos im Beladungstest: Gepäck als Fahrdynamikbremse. Im Beladungstest mussten acht Autos ihre Qualitäten unter Beweis stellen. (Quelle: Hans-Dieter Seufert)

Im Beladungstest mussten acht Autos ihre Qualitäten unter Beweis stellen. (Quelle: Hans-Dieter Seufert)

Der Anblick des Wohnwagens sorgt sofort für Urlaubsstimmung. Doch wir kümmern uns erst mal um den sicheren Trip in die Ferien. Acht Autos - vom Kleinwagen über das SUV bis hin zum Großraum-Van - müssen in unserem großen Beladungstest zeigen, wie sie mit voller Zuladung zurechtkommen.

Um das mit der Energie zu erklären, steigen wir auf den Nordturm der Marktkirche zu Goslar. Es gingen auch der Turm von St. Mang in Kempten oder der Bibelturm der St.-Petri-Kirche in Wörlitz, die sind ebenfalls 66 Meter hoch. Jetzt schleifen wir noch einen Zentnersack Zement hinauf. Wenn wir den von hier oben runterwerfen, schlägt er mit der gleichen Wucht (physikalisch korrekt: der gleichen Energie) unten auf, mit der ein 50 kg schwerer Koffer in der Dachbox eines Dacia Dokker bei einer Vollbremsung aus 130 km/h nach vorne drückt. Es geht um Massen, ihre Trägheit und Kräfte, vor allem aber darum, dass Sie sicher in den Urlaub kommen.

So wurde getestet

Um zu prüfen, wie sicher Autos mit voller Zuladung fahren, haben wir acht Modelle aus allen Preis- und Fahrzeugklassen ausgesucht, vom Dokker (ab 8990 Euro) bis zur langen Mercedes V-Klasse (ab 43.852 Euro). Alle Autos wiegen wir zunächst mit vollem Tank, um Leergewicht und echte Zuladung zu ermitteln. Anschließend fahren wir mit den acht die Test-Prüfungen - erst ohne und dann mit voller Zuladung, um herauszufinden, welchen Einfluss die Gewichtslast hat. Wir bepacken die Autos dabei mit echtem Gepäck, dazu sitzen vier (Skoda), sechs (Mercedes) oder fünf Passagiere (alle anderen) im und eine beladene Dachbox auf dem Auto.

So testen wir drei besonders wichtige Kriterien. Zum einen den Bremsweg aus 130 km/h, also aus der Richtgeschwindigkeit, mit der die meisten auf der Autobahn unterwegs sind. Zweitens prüfen wir, wie sich ein Auto bei einem schnellen doppelten Spurwechsel verhält. Auch der kann auf der Autobahn schnell nötig sein, etwa wenn ein Vorausfahrender unvermittelt auf die eigene Spur zieht, keine Zeit mehr für eine Vollbremsung bleibt und nur noch schnelles Ausweichen hilft. Der dritte Test entspricht ebenfalls einer typischen Alltagssituation, etwa auf der Landstraße: Welche Strecke braucht man, um ein zwölf Meter langes Wohnwagengespann zu überholen, das mit konstant Tempo 60 fährt? Dazu messen wir den Weg, den der Wagen bei voller Beschleunigung (bei den Autos mit manuellem Getriebe aus dem dritten Gang, bei Autos mit Automatik mit Kick-down) benötigt, um hinter dem Gespann auszuscheren, es zu überholen und davor wieder einzuscheren.

Das kam beim Testen heraus

Alles bleibt sicher, allerdings müssen sich Fahrer auf das höhere Gewicht einstellen. So neigen sich alle Autos im Spurwechsel stärker zur Seite, und da mehr Gewicht auf die Hinterachse drückt, ändern sich das Fahrverhalten und die Eingriffsschwelle des ESP. Am stärksten zeigt sich das beim Nissan Qashqai, der den Spurwechsel beladen 9,3 km/h langsamer schafft als unbeladen. Am geringsten ist der Unterschied mit 3,5 km/h beim Dacia Dokker - allerdings wird der schon leer rigide vom ESP eingebremst.

Ebenso bemerkenswert: Mit Zuladung verlängert sich sein Bremsweg aus 130 km/h nur um einen halben Meter - ebenso wenig wie beim BMW 5er. Am meisten macht das Zusatzgewicht beim Bremsen der Mercedes V-Klasse, dem Nissan Qashqai und dem Opel Zafira zu schaffen. Beim Opel Zafira verlängert sich zudem der Überholweg am deutlichsten: Statt leer 178 braucht er beladen 200 Meter, um an dem Gespann vorbeizukommen. Den längsten Überholweg hat allerdings die beladen 3,05 Tonnen schwere Mercedes V-Klasse, die dann selbst mit dem Biturbo-Diesel nur noch sacht beschleunigt.

Leistung verhilft dem VW Passat Variant zu den kürzesten Überholwegen. Am meisten zur Sicherheit mit voll beladenem Auto trägt aber ein besonnener Fahrstil bei. Der ist das Fundament, auf das man bauen kann.                   

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Quelle: auto motor und sport

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