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Honda Civic Type R Autotest: Der Flügel-Stürmer

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310 PS im japanischen Kompaktwagen  

Honda Civic Type R - der Flügel-Stürmer

16.02.2016, 12:02 Uhr | t-online.de,

Honda Civic Type R Autotest: Der Flügel-Stürmer. 310 PS unter der Haube: Der Honda Civic Type R. (Quelle: Hersteller)

310 PS unter der Haube: Der Honda Civic Type R. (Quelle: Hersteller)

Wenn das Wörtchen "auffällig" auf ein Fahrzeug zutrifft, dann auf den Honda Civic Type R: Kein anderer Hersteller würde sich trauen, solch einen optischen Krawall-Keil auf die Räder zu stellen.

Und wenn der Ausdruck "Pommes-Theke" für einen Spoiler erfunden wurde, dann für den des Type R. Da werden selbst Vettel und Konsorten neidisch. Wäre der Flügel nicht gewölbt, würde man darauf sicher Fritten und Bier für eine komplette Fußball-Elf stellen können.

Das hat in diesen Ausmaßen niemand - nicht Ford mit dem Focus RS und erst recht nicht Mercedes mit dem Mercedes A-Klasse. Höchstens der eine Klasse höher angesiedelte Subaru WRX STi.

Honda Civic Type R GT: Endrohre wie Ofenrohre

Optisch ergänzt wird das Hinterteil noch durch vier fette Endrohre, die von einem mächtigen Diffusor eingefasst werden. Wenn Ofenrohr ein Synonym für "Auspuff" ist, dann ist es vom Civic entlehnt. Dagegen sehen gleichstarke Kompakte wie der Golf R aus wie brave Schulbuben mit korrekt frisiertem Seitenscheitel.

Wären die plüschartigen Sportsitze aus Hochglanzleder und nicht aus rotem Velours, würde jeder Bordellbetreiber seine Großmutter dafür verkaufen. In den Schalensitzen sitzt man aber wie eingewachsen und wird sofort eins mit dem Fahrzeug.

Und man weiß, warum das Gestühl Schalensitz heißt: Man muss sich förmlich aus ihnen wieder heraus schälen. Da ist man dankbar über jedes Schnitzel, dass man mittags in der Kantine nicht vertilgt hat.

Bretthartes Fahrwerk

Wenn die Beschreibung "bretthart" auf etwas zutrifft, dann auf einen Holzfußboden oder den Type R: Der ist so straff gefedert, dass man sich präventiv schon Termine beim Physiotherapeuten verschreiben lassen kann.

Wenn die Vokabel dröhnend auf einen Motorsound zutrifft, dann auf den des Civic. Schon beim Anlassen geht ein Ruck durch den Wagen, der Unbedarften einen Schecken in die Glieder fahren lässt. Also Hand auf den irgendwie immer eiskalten Alukugel-Schaltknüppel und los. Rotzig setzt sich der Nippon-Keil in Bewegung und zieht schnurstracks los.

Hebt dieses Auto gleich ab?

Jenseits von Tempo 200 fangen die Fensterscheiben an zu vibrieren wie die eines Flugzeuges beim Start. Und das Rotzen über 5000 Umdrehungen treibt dem Fahrer zuweilen ein dreckiges Grinsen ins Gesicht. Nimmt man den Fuß vom Gas, pfeift der Turbo heiser wie ein Blaseblag.

Aber dem Type R geht die Luft nicht aus: Der hat die Kraft, auch noch ab 240 km/h einen drauf zulegen. Kein Wunder, die Maximalleistung liegt erst kurz vor dem roten Bereich an - also bei 7000 Touren. Will der Rennsport begeisterte Fahrer noch mehr über seinen aktuellen Fahrzustand wissen, kann er jeden Parameter einblenden: G-Kraft-Messer, Brems-, Turbolade- sowie Öldruck, Rundenzeitmesser und so weiter.

Wird der "+R"-Knopf gedrückt, erscheinen G-Kraft-Messer und Turboladedruck automatisch in der Anzeige. Denn das "+R" steht nicht für rot, sondern natürlich für Race. Die Instrumente wechseln ins Feuerrote, und spätestens dann ist klar: Der Schalter aktiviert die Extraportion Zunder.

Mit "+R" wird alles noch härter

Das ohnehin nicht träge Gaspedal spricht noch unmittelbarer an, die Lenkung noch direkter, die Stoßdämpfer werden noch straffer. Der Flügel drückt den Civic derartig auf den Asphalt, dass man selbst bei Tempi jenseits der 200 km/h keine Angst verspürt, der Wagen würde zappelig werden oder ausbrechen. Da ist man froh, dass man sich auf die rot lackierten 350er-Brembos vorne verlassen kann - auch wenn sie gerne noch etwas bissiger zupacken dürften.

Wenn die Vokabel direkte Lenkung für eine Auto geschaffen wurde, dann für den Type R. Was für G-Kraft-Junkies in Kurven eine Traum ist, ist beim Einparken und Rangieren ein Alptraum. Zumal der Type R ein schwerer Junge ist: Fast 1450 Kilo stemmt er auf die Waage - das ist schon fast ein Mittelklassegewicht.

Und es erinnert an die Zeiten, in denen noch ohne Servolenkung rangiert werden musste. Spätestens jetzt wünscht man sich doch, ein Schnitzel mehr gegessen zu haben. 

Alles in allem: Ein richtig geiler Typ, dieser Type R.

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