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Die E-Bikes "Kingryde" sind bis 100 km/h schnell

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100 km/h schnelle E-Fahrräder

15.04.2016, 12:38 Uhr | Ulf Böhringer/SP-X

Die E-Bikes "Kingryde" sind bis 100 km/h schnell. Ein E-Bike im Look-and-Feel eines Ferraris: das Projekt Kingryde. (Quelle: Hersteller)

Ein E-Bike im Look-and-Feel eines Ferraris: das Projekt Kingryde. (Quelle: Hersteller)

Ist das noch ein E-Bike oder schon ein E-Motorrad? Eine Manufaktur in Bayern baut elektrische Fahrräder, die es auf 100 km/h Höchstgeschwindigkeit schaffen. Und die sind nicht nur schnell, sondern auch schön: Denn der Hersteller fertigt sie individuell nach Kundenwunsch - auch im Design der Lieblingsmarke.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Wie ein Spinner wirkt Georg Hammann nicht, obwohl sein Projekt Kingryde "gspinnert" erscheint, wie man in Bayern sagt. Kingryde soll nach dem Willen seines Machers das Exklusivste sein, was auf zwei elektrisch angetriebenen Rädern möglich scheint: Optisch einzigartig und leistungsfähiger als alles andere. Das E-Bike soll bei Bedarf den üblichen Tempo-Bereich von maximal 40 km/h mehr als verdoppeln können und zudem eine Reichweite von 200 Kilometern aufweisen.

Ein Bike im Graubereich

Um die Kingryde-Produkte einordnen zu können, zuerst einmal ein Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen: E-Bikes unterteilen sich in Pedelecs (Motorleistung 250 Watt, max. 25 km/h, keine Helmpflicht, kein Kennzeichen) und ihre geringfügig schnelleren Vettern, die mit 500 Watt bis zu 40 km/h erreichen dürfen. Deren Fahrer muss einen Helm tragen, das Bike benötigt ein Versicherungskennzeichen.

Fahrzeuge mit mehr als 40 km/h Höchstgeschwindigkeit sind nach Einschätzung von Hammann aktuell weder erlaubt noch verboten. Sie bewegen sich in einem rechtlichen Graubereich. "Der E-Markt ist also noch nicht sauber reguliert", so der Kingryde-Chef. Das dürfte sich nach seiner Meinung aber im Lauf der nächsten zwei Jahre ändern.

Führerschein?

Laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) fallen E-Bikes, die schneller sind als 45 km/h in die Klasse der Kleinkrafträder und benötigen daher eine Fahrerlaubnis der Klasse M.

Der Kingryder ist seiner Zeit voraus – diesen Eindruck gewinnt jedenfalls, wer seine zweirädrigen Kreationen anschaut: Piekfeine Verarbeitung, edle Materialien und bestechendes Design kann man attestieren. Die Fahreigenschaften sind noch ein Geheimnis: Derzeit ist noch niemand außer dem Erbauer und seinen Vertrauten mit einem Kingryde-Produkt gefahren.

Viermal so stark wie E-Bike-Motor

Als Basismotorisierung hat Hammann für seine Zweiräder einen vier Kilowatt leistenden Motor vorgesehen, also einen der mehr als viermal so stark ist wie ein üblicher E-Bike-Antrieb.

Die gegenwärtige Preiskalkulation geht von etwa 8000 Euro aus. Wird das ebenfalls zur Verfügung stehende 14 kW-Aggregat eingebaut, kalkuliert er inklusive der optischen Veredelung mit rund 14.000 Euro. "Das gelbe Lamborghini-Rad mit einem 190-Zellen-Akku und der Kombination aus Carbon und Leder wird wohl bei 16.000 Euro liegen", so Hammann. Das Rad wiegt trotz des kräftigen Radnabenmotors und des für 200 Kilometer Reichweite ausgelegten Akkus nicht mehr als etwa 38 Kilogramm.

Geheimnis der extremen Leistungsausbeute ist ein ganz spezieller Controller, mit dessen Hilfe dem Motor der nötige Strom zugeführt wird. "Er kann mit Hilfe einer Handy-App gesteuert werden", verrät Hammann. Stolz ist er auf seine im Haus produzierten Akkus: Es handelt sich um Lithium-Polymer-Batterien, die aus 170 Samsung-Zellen bestehen. Nach Hammanns Angaben liegt die Akku-Kapazität bei 425 Amperestunden.

Auch ein Rolex- oder Aston-Martin-Bike ist möglich

Trotz dieser außergewöhnlichen Werte geht es Hammann vor allem um den Lifestyle-Aspekt: "Wer auf Rolex steht, kann ein Rolex-Bike von mir kriegen, und wer einen Aston Martin oder einen Bentley in der Garage hat, der kriegt ein Bike, das die Werte dieser Marken visualisiert."

Für Liebhaber von Riva Booten hat er einen Entwurf erarbeitet, der den typischen Holz-Look dieser Boote an der Tankattrappe wiedergibt, in der die Batterie versteckt ist.

Der Mittdreißiger geht von geringen Produktionszahlen aus: "Wir sind keine Fabrik, sondern eine Manufaktur. Schön wäre es, wenn wir im ersten Jahr 30 Fahrzeuge schaffen und uns dann auf 100 steigern könnten." Die will er in Deutschland, aber auch anderen Ländern absetzen, wo Lifestyle, Technikaffinität und Umweltsensibilität eine Rolle spielen.

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