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Ford Galaxy gegen VW Sharan: Die machen Papa mobil

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Ford Galaxy gegen VW Sharan  

Die machen Papa mobil

26.02.2016, 10:52 Uhr | Sebastian Renz I Auto, Motor und Sport

Ford Galaxy gegen VW Sharan: Die machen Papa mobil. Ford Galaxy 1.5 Ecoboost und VW Sharan 1.4 TSI im Vergleichstest. (Quelle: Achim Hartmann I Auto, Motor und Sport)

Ford Galaxy 1.5 Ecoboost und VW Sharan 1.4 TSI im Vergleichstest. (Quelle: Achim Hartmann I Auto, Motor und Sport)

Früher, da waren Ford Galaxy und VW Sharan mal Brüder. Inzwischen sind sie die härtesten Rivalen - allerdings schon deshalb, weil es außer ihnen nun keine anderen großen Familien-Vans mehr gibt. Dass es deshalb nicht unbedingt leichter wird für den neuen Galaxy, zeigt der Test der gar nicht so günstigen Basisbenziner.

Alle Fragen, die Eltern-Ratgeber beantworten können, scheinen sich mit dem zweiten Kind erledigt zu haben. Es gibt viele Bücher darüber, was sich ändert, wenn das zweite Kind kommt, aber keine, wie das mit drei, vier Kindern wird. Womöglich weil Eltern da wissen, was man tun kann, damit Kinder durchschlafen (nichts), mehr Gemüse essen (auch nichts) oder Geschwister sich nicht streiten (erst recht nichts). Ab dreien geht es eher um praktische Dinge - Aufbau von Stockbetten/Einziehen von Zwischenwänden/Erwerb eines großfamilientauglichen Vans.

Davon gibt es diesseits der Busse wie Multivan oder V-Klasse nur noch zwei. Denn jüngst hat sich der Renault Espace als Crossover neu erfunden, der Voyager ging gerade als Lancia auf seine letzte Reise. So bleiben VW Sharan, der sacht umgerüscht bei Seat als Alhambra auftritt, und Ford Galaxy. Während der VW Sharan nach zwei Generationen und 26 Jahren in eine ungewisse Zukunft fährt - der Touran XL könnte ihn 2017 ersetzen -, gibt es nun die dritte Generation des Ford Galaxy. Er basiert auf der Architektur von Mondeo und S-Max. Von dem unterscheidet sich der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost wieder durch mehr Platz und Pragmatik.

Die cloureichen Sieben

So kommt der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost serienmäßig mit sieben Sitzen. In Reihe zwei haben Passagiere mehr Beinraum als in einer Mercedes S-Klasse. Die dürr gepolsterten, kurzlehnigen Einzelsitze lassen sich separat verschieben, neigungsverstellen und umklappen. Mit der Easy-Entry-Funktion rutschen die äußeren Sitze weit vor, um die Kletterei in die dritte Reihe zu erleichtern. Wobei sich da das Problem mit dem Laderollo stellt. Hat man es aus der Halterung gerüttelt, verkantet es beim Herausnehmen wirklich immer an den Seiten des Laderaums. Ist das Trumm endlich draußen, kommt es nirgends unter, wenn die dritte Reihe aufgestellt ist. Wäre K-QZ 6867 unser Galaxy, wir hätten das Rollo am ersten Autobahnparkplatz ausgesetzt.

Aber wir waren ja eigentlich bei den Klappsesseln im Kofferraum des Ford Galaxy 1.5 Ecoboost, die trotz dünner Polster auch mal für Erwachsene ausreichen. Zudem tauchen die Sitze optional auf Knopfdruck ab, stellen sich elektrisch auf. So komfortabel klappt das alles nicht im VW Sharan 1.4 TSI. Jeder der drei ebenfalls verschiebbaren Sitze in der zweiten Reihe muss per Schlaufe entriegelt und umgelegt werden. Allerdings sitzt es sich auf den kuscheligen, viel besser konturierten Polstern erheblich bequemer - bei gleichermaßen verschwenderischer Beinfreiheit. Die dritte Reihe kostet bei VW 1.660 Euro extra, auch sie bietet Erwachsenen annehmbaren Platz und Komfort. Damit die Sitze hochklappen können, muss das Untergeschoss des Laderaums aber leer geräumt sein. Ein kleiner Umstand, den der Van locker mit den praktischeren Schiebetüren ausgleicht. In engen Parklücken lassen sich kleine Kinder so viel leichter in die Sitze heben und anschnallen als beim Ford Galaxy 1.5 Ecoboost mit den breiten konventionellen Türen. Zudem hat der VW Sharan 1.4 TSI Isofix-Anker an allen fünf Rücksitzen, der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost nur in Reihe zwei.

Ford Galaxy mit neuem Touchscreen-Infotainment

So, nachdem wir nun die Hinterstübchen durchforscht haben, steigen wir mal nach vorn, wo es im Ford Galaxy 1.5 Ecoboost aufgrund der üppigeren Innenbreite bequemer sein müsste - aber wegen der engen Sitze nicht ist. Wie bei Focus, Mondeo und S-Max hat nun auch der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost das neue Touchscreen-Infotainment, das sich vom alten Knopfwirrwarr vor allem dadurch abhebt, dass es auf andere Art vertrackt und umständlich ist. Anders als im S-Max (Test Heft 25/2015) konnten wir uns mit der Sprachbedienung im Ford Galaxy 1.5 Ecoboost verständigen, dagegen ist es unverändert mühsam, Adaptivdämpfer (2.000 Euro) oder die umfassende Assistenzarmada über den verschachtelten Bordcomputer und die Lenkradtasten zu konfigurieren.

Bei der sachten Sharan-Modellpflege im letzten Herbst rüstete VW das Assistenzsystem-Angebot auf: Im VW Sharan 1.4 TSI gibt es nun City-Notbremssystem, Adaptivtempomat und Totwinkelwarner. Damit bleibt der Van gut fünf Jahre nach seinem Debüt modern. Dass er über die Zeit reifte, zeigt sich in der hochwertigen Verarbeitung - dagegen wirkt der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost teilweise ein wenig improvisiert, etwa bei dieser Art Netzstrumpf, der die Feder des Vorklappmechanismus der Sitze überspannt, oder bei schief eingepassten Abdeckungen. Auch die Bedienung organisiert der VW Sharan 1.4 TSI eingängiger: Er hat viele große Ablagen und auch vorn die bequemeren Sitze.

Sollten wir nicht mal losfahren?

Ja, da war was, genug geklappt und geräumt. Knopfdruck, und die Motoren starten. Es sind die Basisbenziner, hubraumreduziert, direkteinspritzend und turbogeladen selbstredend, die nun loslegen. Stellen wir gleich fest, dass sich die Sorge vor überschäumenden Temperamentsausbrüchen bei beiden als unbegründet erweist, wenn sich der VW Sharan 1.4 TSI und der 81 Kilo schwerere Ford Galaxy 1.5 Ecoboost Richtung Tempo 100 aufmachen. Der 1,5-Liter im Ford spurtet kräftiger durch seine sechs mechanisch-präzise schaltbaren Gänge. Der 1.400er im VW Sharan 1.4 TSI läuft kultivierter, seine Sechserbox schaltet sich leichter, aber nicht so präzise.

Im Alltag reicht die Kraft beider Motoren aus, doch packt man die Vans mit den erlaubten je rund 670 Kilo Zuladung voll, bleiben kaum Kraftreserven. Spätestens wenn man mal wieder an der Zapfsäule steht - was wegen der hohen Verbräuche von 10 l beim Ford Galaxy 1.5 Ecoboost und 8,9 l beim VW Sharan 1.4 TSI oft passiert -, kommt man ins Grübeln. Nämlich darüber, ob sich die Mehrinvestition von 2.550 (Ford) oder 2.950 Euro (VW) für die 150-PS-Diesel nicht doch gelohnt hätte.

Beide Familien-Vans mit hohem Verbrauch

Die Kilometer zwischen den Tankstopps vermag der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost vergnüglicher zu gestalten. Zwar ist auch er - wie der S-Max - nicht mehr ganz so agil wie in der letzten Generation. Beim großen Galaxy stört das aber weniger. Umso erfreulicher dagegen, dass er leer wie beladen beflissen federt, wobei das Adaptivfahrwerk darin erfolgreicher ist als bei seinen Bemühungen, das Handling zu dynamisieren. Im "Sport"-Modus straffen sich Dämpfer und Lenkung, dann federt der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost eben hoppeliger und lenkt schwergängiger. Agiler wird er so kaum. Dagegen trifft der auch schon leicht angestraffte "Comfort"-Modus einen feinen Kompromiss aus Komfort und Handling. Mit sachter Seitenneigung, aber hoher Präzision in der Lenkung kurvt der Ford Galaxy 1.5 Ecoboos durch Biegungen, untersteuert später, drängt bei Lastwechseln ganz sacht mit dem Heck, bleibt immer sicher. Und: Er bremst bestens.

Und das viel besser als der VW Sharan 1.4 TSI, der mit mehr Seitenneigung und weniger Präzision in der Lenkung, aber ebenso sicher durch fährt. Auch bei ihm wird’s im "Sport"-Modus der Adaptivdämpfer (1.150 Euro) ungemütlicher, aber nicht flotter. Auf "Comfort" federt der VW Sharan 1.4 TSI leer flauschig, beladen wirkt er unterdämpft, rempelt herb über lange wie kurze Unebenheiten. Zudem kostet er ausstattungsbereinigt rund 3.200 Euro mehr als der Ford Galaxy 1.5 Ecoboost. Der gewinnt und ist unsere Empfehlung - für alle, die doch noch einen Rat brauchen.

Zum Fazit und den technischen Daten

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