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BMW 7er: Luxusliner mit jeder Menge Hightech an Bord

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BMW 7er: Luxusliner mit Hightech-Anspruch

26.04.2016, 12:22 Uhr | Christian Sauer

BMW 7er: Luxusliner mit jeder Menge Hightech an Bord. BMW M760Li xDrive (Quelle: Hersteller)

Das Topmodell BMW M760Li xDrive leistet satte 600 PS und 800 Nm. (Quelle: Hersteller)

In unserem WANTED.DE-Fahrbericht testen wir, ob das bayerische Flaggschiff tatsächlich die technische Speerspitze für Top-Manager und VIPs darstellt.

Wie seine ärgsten Konkurrenten Audi A8 und Mercedes-Benz S-Klasse spricht die sechste Generation des 7er-BMW optisch die Designsprache der kleineren Limousinen aus gleichem Hause. Mit der aus unserer Sicht gelungenen Symbiose von Eleganz sowie Sportlichkeit wirkt er trotz mehr als fünf Metern Länge kompakter, als er tatsächlich ist.

Doch das Understatement hört schon dort auf, wo er beginnt – von vorn gibt er auf den ersten Blick eindeutig zu verstehen: "Hier kommt der Boss!" Dafür sorgen zum einen die sehr breite BMW-Niere und zum anderen die scharf geschnittenen Scheinwerfer mit adaptiver Voll-LED-Technik ab Werk. Gegen Aufpreis weist wie im Flügeltürer BMW i8 innovatives Laserlicht bis zu 600 Meter – doppelt so weit wie mit LEDs – voraus den Weg durch die Dunkelheit.

Doch damit nicht genug der Parallelen zum nachhaltigen Vorzeigemodell i8: Eine der wichtigsten Rollen zur Minimierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen bei gleichzeitiger Maximierung der Dynamik und des Fahrspaßes spielt das Gewicht. Und obwohl Luxus und Größe von Natur aus schwer wiegen, hat BMW durch den aufwändigen Einsatz von Carbon als Ergänzung zu Aluminium und Stahl das Leergewicht der meisten 7er-Versionen auf knapp unter zwei Tonnen drücken können.

Luxus mit Vernunft?

Wie beim i8 können nachhaltig denkende und lebende Kunden den 7er auch als Plug-in-Hybrid bestellen. Zusammen mit dem 2,0 Liter kleinen Vierzylinder-Benziner bringt es der Elektroantrieb im 740e auf insgesamt 326 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment. Bemerkenswert ist, dass der Hybrid wie alle Varianten des 7er auch mit xDrive-Allradantrieb bestellbar ist und grundsätzlich eine 8-Stufen-Automatik besitzt.

Als offiziellen Durchschnittsverbrauch gibt BMW 2,1 Liter für die Heckantriebs-Version an, was 49 Gramm CO2 entspricht. Rein elektrisch sollen durch die Lithium-Ionen-Batterie 40 Kilometer Reichweite und 120 km/h Höchstgeschwindigkeit möglich sein. Hierzulande werden sich mehr Käufer zumindest absehbar jedoch für die 3,0 Liter großen V6-Benziner- oder Diesel-Motorisierungen finden, die mit dem 730d starten.

Auf dem Papier mag er mit 265 PS untermotorisiert wirken, doch dank 620 Newtonmeter absolviert er den Standardsprint auf Tempo 100 in knapp sechs Sekunden. Dabei hält sich der laufruhige Selbstzylinder akustisch vornehm zurück und bietet durch seinen geringen Verbrauch – offiziell rund fünf Liter – bei 78 Liter Tankinhalt eine Reichweite von über 1000 Kilometern. Minimal durstiger zeigt sich der 740d als stärkster Diesel mit 320 PS / 680 Newtonmeter.

Bis zu 600 PS Leistung

Wer nach den Abgasskandalen jüngster Zeit doch lieber auf einen Benziner setzt, hat die Wahl zwischen drei Motorisierungen – dem Sechszylinder 740i samt 326 PS / 450 Newtonmeter, dem 750i mit seinem 450 PS / 650 Newtonmeter starken 4,4-Liter-V8 und dem 760Li. Die erst kürzlich vorgestellte V12-Top-Motorisierung schöpft aus 6,6 Liter Hubraum satte 600 PS und 800 Newtonmeter. Als erster 7er überhaupt darf er das M-Logo der BMW M(otorsport) GmbH tragen und aus Sicht vieler Fans nicht nur wegen seinen Fahrleistungen (3,9 Sekunden auf Tempo 100 sowie 305 km/h Topspeed) endlich auf Augenhöhe mit dem Mercedes-AMG S65 um die Krone der deutschen Sportlimousinen kämpfen.

Auf Wunsch noch exklusiver

Unabhängig von der Motorisierung lässt sich jeder 7er mit dem M-Sportpaket samt dunklen Details außen wie innen richtig dynamisch gestalten. Doch selbst mit der Designlinie "Pure Excellence" mit einer klassischen Leder-Holz-Kombination wirkt der 7er innovativ und modern. Typisch BMW wurde das Cockpit auf den Fahrer ausgerichtet. Das Sportlenkrad unseres Testwagens liegt dank des dicken Kranzes gut in der Hand und sogar das Airbag-Modul wurde mit Leder bezogen. Insgesamt präsentieren sich die Materialien und deren Verarbeitung sehr hochwertig.

Wer möchte, kann bei BMW Individual seinem 7er einen ganz persönlichen Charakter verleihen. Um den anspruchsvollen Kunden die schier unendliche Auswahl etwas zu erleichtern, hat die Sonderabteilung einige Kombinationen vorab definiert und mit der "Solitaire Edition" sowie "Master Class Edition" sogar eine Kleinserie samt Brillanten im Cockpit für rund 400.000 Euro kreiert. Auch die auf 100 Exemplare limitierten Jubiläumsmodelle "BMW Individual 7er THE NEXT 100 YEARS" lohnen einen zweiten Blick. Da können selbst die zumindest in Deutschland seltenen Konkurrenten Cadillac CT6,  Jaguar XJ, Lexus LS, Maserati Quattroporte und Porsche Panamera mit per se vermeintlich mehr Individualität nicht mithalten. Stattdessen verringert der 7er so den Abstand zu den noch exklusiveren Modellen der Konzernmarke Rolls-Royce, die wie Bentley von Audi, technisch von BMW profitiert.

ConnectedDrive

Auf ein Head-up-Display, ein Nachtsicht-System samt Personenerkennung und vor allem auf digitale Instrumente scheint man in der Oberklasse heutzutage bei der Vielzahl der Informationen nicht mehr verzichten zu können oder trotz Aufpreis nicht zu wollen. Doch anstatt à la Mercedes zwei rechteckige 12,3-Zoll-Displays direkt nebeneinander zu installieren, organisiert BMW sein 12,3-Zoll-Display inklusive haptisch angedeuteten Rundinstrumenten neben dem separaten 10,2-Zoll-Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole.

Die Bedienung erfolgt alternativ per Spracheingabe, iDrive Touch Controller samt Handschrift-Erkennung, einigen wenigen Tasten und erstmals zusätzlich auch mit Gesten beispielsweise für die Lautstärke. Ob man sich darauf umgewöhnen will und es dann tatsächlich benutzt, muss jeder selbst entscheiden. Genauso stellt sich die Frage, ob Features wie das 16-Lautsprecher-Soundsystem von Harman Kardon, das noch bessere sowie teurere 1.400-Watt-System von Browers & Wilkens, der TV-Tuner oder die Online-Vernetzung samt Apps an Bord sein müssen.

Freude am Chauffeur-Betrieb

Wer jedoch mindestens 82.600 Euro für ein Auto ohne Sonderausstattungen zahlt, investiert wohl gerne noch einmal einige tausend oder gar zehntausend Euro extra. Lohnenswert vor allem in den 7er-Versionen mit 14 Zentimeter längerem Radstand für den Chauffeur-Betrieb ist die Executive Lounge. Mangelt es schon dem normal langen 7er hinten nicht an Platz, zumindest wenn die Vordersitze nicht zu weit zurück gefahren sind, lässt sich der vordere Beifahrersitz damit wegschieben und -klappen.

Wie in der ersten Reihe bietet das Executive Lounge Seating ebenfalls eine Klimatisierung, verschiedene Massage-Programme und eine elektrische Verstellung inklusive Liegefunktion à la Audi A8 L und Mercedes S-Klasse Maybach – beide anders als der BMW jeweils auch schon gepanzert erhhältlich. Die optionale Kühlbox zwischen den Einzelsitzen des 7er ist herausnehmbar und schränkt den ansonsten 515 Liter großen Kofferraum nur bedingt ein. Die ausklappbaren Tische und WLAN erleichtern das Arbeiten im Fond. Nahezu alle Features wie die konfigurierbare LED-Ambientebeleuchtung auch am Sky Lounge Panorama-Glasdach, die Fond-Entertainment-Displays oder das Ambient Air Paket mit Beduftung und Ionisierung lassen sich über das herausnehmbare 7-Zoll-Touchpad bedienen.

Fast autonom unterwegs

Eine Ausnahme bildet jedoch das ferngesteuerte Parken als weiteres Killer-Feature, das im aktuellen 7er Weltpremiere feiert(e). Zusätzlich zu den nochmals verbesserten Rundum-Kameras und Parkassistenten mit dem Fahrer hinter dem Volant lässt sich die Limousine mit dem bereits vom i8 bekannten Multifunktions-Display-Schlüssel in eine Garage oder enge Parklücke ein- und wieder ausparken. Unabhängig von der Sinnfrage funktioniert es im Alltag bis auf die etwas lange Vorlaufzeit gut. Wie inzwischen auch bei der neuen E-Klasse von Mercedes-Benz wird zukünftig sicher auch Quer- oder Längsparken möglich sein.

Doch nicht nur beim Parken unterstützen zahlreiche Assistenten den Captain und sollen Komfort sowie Sicherheit steigern. Zwar darf das Steuer noch nicht permanent losgelassen werden, aber der Autopilot für autonomes Fahren scheint nicht mehr weit entfernt. Elektronisch unterstützt werden ebenfalls die 7er-Fahrer, die noch selbst bremsen, Gas geben und lenken. Trotz oder vielleicht sogar wegen der elektrischen Lenkung – gegen Aufpreis auch mitlenkende Hinterräder –, der höhenverstellbaren Luftfederung, der adaptiven Dämpfer und des Fahrdynamik-Systems Executive Drive Pro samt Adaptive Mode bietet der an sich sehr komfortable Bayer die für BMW sprichwörtliche „Freude am Fahren“. Vor allem auf langen Etappen fällt daher die Wahl schwer, ob sich der beste Platz in dem meistens mehr als 100.000 Euro teuren 7er eher hinter dem Lenkrad oder schräg hinter dem Chauffeur befindet.


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