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Volvo XC90 T8 Twin Engine im Test

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Volvo XC90 T8 Twin Engine mit Plug-in-Hybrid  

Hab' meinen Wagen voll geladen

25.05.2016, 10:14 Uhr | t-online.de,

Volvo XC90 T8 Twin Engine im Test. Der Volvo XC90 T8 Twin Engine hängt an der Steckdose. (Quelle: t-online.de)

Der Volvo XC90 T8 Twin Engine hängt an der Steckdose. (Quelle: t-online.de)

23 Grad im Mai, leicht bewölkt. Bei dieser Temperatur fühlen sich nicht nur die Menschen wohl, sondern auch Batterien. Das ist ein prima Klima für Akkus in Autos. 96 Lithiumionen-Zellen warten im Plug-in-Hybrid Volvo XC90 T8 Twin Engine darauf, entladen zu werden - raus damit.

Also einsteigen und das E-Werk per Drehknopf anlassen. Der kleine Kristallglas-Schalthebel für die Gangwahl kommt deutlich schicker daher als so mancher grobe Knüppel der Konkurrenz. Und er ist einfach funktional: Mit zwei Fingern lässt sich der Stecken ganz leicht nach vorne oder hinten bewegen - da würde auch ein Schnippen ausreichen - fertig.

Volvo XC90 T8 Twin Engine kommt leise daher

Lautlos setzt sich der 2,3-Tonnen-Koloss in Bewegung. Zum Abrollgeräusch der 19 Zöller kommt nur das kaum wahrnehmbare Fiepen der E-Maschine an der Hinterachse. In Summe ist man im Volvo so still unterwegs, dass der voraus fahrende Radfahrer (übrigens ein E-Biker) beim Überholvorgang doch ein wenig verdutzt aus der Wäsche schaut: Der hatte den Wagen nicht gehört.

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Zwar springen beim Kickdown schnell die 320 PS des Vierzylinder-Verbrenners den umgerechnet 87 PS des E-Motors zur Seite, aber: Den Volvo XC90 sachte zu beschleunigen, ihn konstant am Laufen zu halten, den vorhandenen Schwung mitzunehmen - das packt der Elektromotor alleine, wenn der Fahrer ein bisschen Übung hat.

Bis 125 km/h geht es elektrisch

Und so ist es überhaupt kein Problem, den nordischen Kraftprotz bei gemäßigtem Landstraßentempo rein elektrisch im Verkehr dahin gleiten zu lassen. Sogar die Autobahn macht der Volvo mit dem 9,2-Kilowattstunden-Aggregat mit. Tendenziell aber nur auf der rechten Spur, denn ab Tempo 125 ist Schluss: Dann springt der zwei Liter große Benziner an.

Wer mehr will, kann es aber auch derbe kriegen: "Power"-Modus am Drehrad auf der Mittelkonsole eingestellt, und der sonst so coole Nordmann spannt die Muckis an; dann reagiert er richtig bissig auf Befehle des Gaspedals, Verbrenner und E-Maschine arbeiten Hand in Hand, schaffen so einen Allradantrieb und setzen in Teamwork über 400 PS und 600 Newtonmeter frei. Und das ist mehr als genug – selbst für diesen kapitalen Schweden.

Der Puls steigt

Begleitet wird das Ganze von einem akustisch doch etwas angestrengtem Sägen der Zweiliter-Maschine. Ein geschmeidiger Sechszylinder oder gar ein souverän-bollernder Achtzylinder ist diese Vierzylinder-Elektro-Kombination natürlich nicht. Aber es funktioniert auch - oder trotzdem: Im Idealfall ist das dickste SUV der Schweden in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 und der Puls des Fahrers schnell auf 180.

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Aber zurück zum umweltfreundlicheren Fahren, denn natürlich war der Volvo vorher mit Strom aus regenerativen Energien geladen worden. Und tatsächlich: 17 Kilometer hat der wackere Schwede bei diesen äußeren Idealbedingungen bislang geschafft  - und das, ohne ein rollendes Verkehrshindernis gewesen zu sein.

Auch ein Plug-in-Hybrid wie der Volvo XC90 T8 darf das "E" für Elektrofahrzeug im Kennzeichen tragen. (Quelle: t-online.de) Auch ein Plug-in-Hybrid wie der Volvo XC90 T8 darf das "E" für Elektrofahrzeug im Kennzeichen tragen. (Quelle: t-online.de)

Für den ebenso langen Rückweg hat es aber noch nicht gereicht. Drei Kilometer vor dem Ziel war der T8 zwar nicht kraft-, aber doch saftlos. Von den versprochenen 43 Kilometern rein elektrischer Fahrt konnten dennoch 31 zurückgelegt werden. Plug-ig-Hybride können also durchaus eine Alternative zu Benzinern oder Dieselmotoren sein.

Ein Vorschlag am Ende

Zum Abschluss noch ein Ersuchen an die Volvo-Designer. Erstens: Bitte adaptiert dieses coole, nüchtern-klare Design des Wählhebels aus Kristallglas auch auf den Autoschlüssel. Denn dieses billig wirkende Plastikteilchen (bei dem die wenigen Knöpfe an der Seite zudem so winzig geraten sind, dass sie nur ganz schlecht gedrückt werden können) passt nicht zu einem über 90.000 Euro teuren, ansonsten geschmackvoll und hochwertig ausgestatteten Premium-SUV.

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