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Nissan GT-R - mehr Gran Turismo, weniger Race

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Godzilla nach dem Facelift  

Nissan GT-R - mehr Gran Turismo, weniger Race

20.10.2016, 11:58 Uhr | , t-online.de

Nissan GT-R - mehr Gran Turismo, weniger Race. Nissan GT-R 2017: Nach der Modellpflege zeigt sich "Godzilla" stärker und sanfter zugleich. (Quelle: Hersteller)

Nissan GT-R 2017: Nach der Modellpflege zeigt sich "Godzilla" stärker und sanfter zugleich. (Quelle: Hersteller)

Seit seinem Erscheinen 2008 wird der Nissan GT-R beständig aktualisiert. Und jedes Mal sowohl mit mehr Leistung ausgestattet als auch verfeinert. Was ist an der 2017er-Version des Supersportwagens noch "Godzilla"?

Wer kennt den Spitznamen "Godzilla" eigentlich und weiß, woher er kommt? Ein jüngerer Kollege zuckt nur mit den Achseln. Jemand anders vermutet "Top Gear" dahinter. Ein heißer Tipp, aber leider falsch. Der Nissan-Pressesprecher weiß aber Bescheid - den Namen bekam der im Rennsport überaus erfolgreiche Skyline GT-R (R32) in den 90er Jahren in Australien verpasst.

Wo der GT-R noch Godzillas Muckis hat

Das Design ist dem japanischen Monsterauto jedenfalls definitiv angemessen. Es hat sich auch nicht viel verändert. Wuchtig, markant und wenig elegant steht er da. Zumindest von außen ist der GT-R immer noch Godzilla: Japanisch und eigenwillig. 

Weltrekord: Nissan GT-R driftet bei über 304 km/h

Weltrekord: Ein Nissan GT-3 geht mit 305 km/h in die Kurve Das ist neuer Weltrekord. Der japanische Drift Champion Masato Kawabata drifted mit beinahe 305 kmh durch eine Kurve auf dem Fujairah Airport in den vereinigten arabischen Emiraten. — Sein Auto: Ein Nissan GT-R und Nissan hat aus der Aktion einen Werbeclip für seinen Markt im mittleren Osten gemacht. Der Clip ist jetzt auf einer Youtube Seite des Autoherstellers zu sehen. Über eine Million User haben sich das innerhalb von 3 Tagen angesehen. — Der Nissan GT-R ist ein seit 2007 produziertes Sportcoupe. Schon in der Serienversion erreicht der Wagen bis zu 315 km/h Spitze. Das Fahrzeug ist ab 90.000 Euro zu haben. — Nissan selbst ist weltweit der drittgrösste Automobilhersteller, gemessen am Börsenwert. Der Drift-Sport ist eine verhältnissmässig junge Disziplin und erst seit 2015 von der FIA offiziell anerkannt. In einigen Ländern wie den USA, Japan aber auch den vereinigten arabischen Emiraten erfreut sich der Sport bereits seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit. Klar dass Nissan mit seinem Engagement in den entsprechenden Märkten punkten möchte. Youtube ist offensichtlich eine gute Möglichkeit die entsprechende Käuferschicht zu erreichen.

Weltrekord: Nissan GT-R driftet bei über 304 km/h


Fokus auf Technik und Komfort

Und auch beim Motorsound schlägt der Japaner einen anderen Ton an. Der Frontmotor, ein 3,8-Liter-Biturbo mit sechs Zylindern, erzeugt ein feines, technisches Klangbild, das eher an das Sirren einer Turbine erinnert.

Kein wildes Bollern, keine initiierten Fehlzündungen lenken von der Technik ab. Typisch japanisch. Das wirkt sehr nüchtern - die Geräuschkulisse macht keine Angst. Vor allem, da nicht nur die Fahrgeräusche minimiert wurden. Auch das Klacken des Doppelkupplungsgetriebe ist im Transaxle-Renner nicht mehr zu hören. Rennsport-Stimmung - eher mäßig.

Fast schon gemütlich

Unterdessen stelle ich während der Fahrt im Allrad-Sportler auch fest, dass die Lenkung spielerisch, fast zu leicht, aber dennoch exakt arbeitet. Durch die enorme Leistung von 570 PS und 637 Newtonmetern lässt sich der Sportwagen extrem lässig und schaltfaul fahren. Ach was, Schalten: Es gibt ja eine Automatik. Und selbst wenn: Auch mit den nun am Lenkrad positionierten Schaltpaddles kann ich die sechs Gänge mühelos durchflippern. 

Das Fahrverhalten ist derart lammfromm und sanftmütig, dass ich mich doch etwas tiefer in die bequemen Ledersessel sinken lasse. Eine schnelle Runde? Vielleicht später. Wie effektiv die adaptiven Dämpfer arbeiten. Das ist die Härte: Es gibt so etwas wie Abroll-Komfort in einem Supersportwagen!

Foto-Serie mit 18 Bildern

Aber nur fast

Aber Vorsicht, das täuscht: Der GT-R ist schnell, sauschnell, einfach fies. Wer einmal die 2,8 Sekunden nach dem Drücken der Launch-Control erlebt hat, wird es nie vergessen. Beeindruckend, wie effizient der Supersportler seine Kraft an alle vier Räder verteilt.

Licht und Schatten im Innenraum

Der neu gestaltete Innenraum ist übrigens hübscher geworden, kommt aber an Mercedes, Porsche oder Jaguar nicht heran. Einige Knöpfe und Schalter aus dem Nissan-Regal wirken etwas billig. Vollkommen unangemessen für ein 100.000-Euro-Auto ist aber die Mittelkonsole im Carbon-Look - das hat Godzilla nicht verdient.

Was die Buchstaben verraten

Natürlich, auch 2017 bleibt der Nissan GT-R ein Supersportwagen - aber irgendwie ist er nicht mehr ganz so "Godzilla"-like. Sicher, man kann alles in Grund und Boden fahren, aber nach dem Weichspülgang liegt der Akzent nun auf dem GT (Gran Turismo), und weniger auf dem R in Race.

Godzilla lebt

Doch dahinter steckt eine schlaue Marketing-Strategie: Für alle, die sich mehr Sportlichkeit wünschen, gibt es die schärfere "Track"- sowie die noch stärkere "Nismo"-Variante. Godzilla lässt grüßen.

Nissan GT-R 2017: Technische Daten und Preise

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