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Old- und Youngtimer: Rollende Wertanlagen

28.10.2016, 16:44 Uhr | Press-Inform, SP-X

Old- und Youngtimer: Rollende Wertanlagen. In Zeiten niedriger Zinsen werden Old-und Yountimer für die Geldanlage immer interessanter. WANTED.DE zeigt automobile Klassiker mit kräftigem Wertzuwachs. (Quelle: Hersteller)

In Zeiten niedriger Zinsen werden Old-und Yountimer für die Geldanlage immer interessanter. WANTED.DE zeigt automobile Klassiker mit kräftigem Wertzuwachs. (Quelle: Hersteller)

Old- und Youngtimer erfreuen sich einer immer höheren Wertsteigerung. Wer vor wenigen Jahren ein Händchen für das richtige Modell hatte, hat heute gut lachen.

"Wenn Sie mir heute 10.000 Euro geben, garantiere ich Ihnen, dass Sie in einem Jahr mindestens 9.000 Euro zurückbekommen", müsste eigentlich ehrlicherweise auf den Hochglanzanzeigen von Banken und Sparkassen zu lesen sein. Die Zinsen für Geldanlagen sind auf einem Rekordtief. Wer sein Geld heute noch gewinnbringend und ohne Aktien-Risiko anlegen möchte, muss lange suchen. Oder zum Autohändler seines Vertrauens fahren.

Denn wer vor wenigen Jahren das richtige Old- oder Youngtimer-Modell für vergleichsweise wenig Geld erwerben konnte, könnte schon heute um ein Vielfaches hinzugewonnen haben. Modelle mit besonders hohem Wertzuwachs für den Zeitraum von 2011 bis heute hat nun "Focus Online" gemeinsam mit "Mobile.de" ermittelt.

Herausgekommen sind Preisanstiege von bis zu 300 Prozent. Zu den großen Gewinnern zählen, wen wundert es, die Marken Mercedes, Porsche und auch Volkswagen. Letztere fahren mit ihrem T2 Bus in puncto Wertsteigerung mittlerweile aus dem Windschatten des berühmten T1 Busses heraus. Lag der Durchschnittspreis eines T2 im Jahr 2010 noch bei 7.676 Euro müssen heutzutage rund 21.100 Euro auf den Tisch gelegt werden: 174,9 Prozent Steigerung. Überhaupt lässt sich im Bereich der T-Fraktion von Volkswagen ein ordentliches Plus ohne große Einbrüche verzeichnen. Soll heißen, wer heute noch ein ordentliches T-Modell erstehen kann, dürfte auch in Zukunft keinerlei Probleme mit einem gewinnbringenden Weiterverkauf haben. Immer vorausgesetzt, das Fahrzeug ist in einem guten Zustand. Lediglich, und das verwundert an dieser Stelle ein wenig, der legendäre T1 hat im Vergleich zum vergangenen Jahr ein wenig an Wert verloren. Jedoch geht es hier um Summen, die im Bereich von 50.000 Euro liegen.

Gewinner und Verlierer innerhalb einer Marke

Zu solch einem Preis waren bereits vor gut sechs Jahren Oldtimer aus dem Hause Porsche erhältlich. Bei den Zuffenhäusern gilt der Satz „Wer viel gewinnen will, muss erstmal viel investieren.“ Vor allem beim G-Modell des Porsche 911, das im Jahr 2011 für 35.238 Euro erhältlich war, müssen heutzutage rund 97.620 Euro an den Besitzer überwiesen werden. Die Wertsteigerung liegt hier bei 177 Prozent. Und auch die Modelle 993, 964 und 996 weisen einen ordentlichen Gewinn auf.

300 Prozent Wertsteigerung

Zu den ganz großen Gewinnern zählt der Mercedes-Benz 190E 2.5 Evolution. Stand er noch vor fünf Jahren für 12.554 Euro beim Händler auf Hof, lassen sich heute über 50.000 Euro mit ihm verdienen. 312,8 Prozent Wertsteigerung sind eine echte Hausnummer. Und auch sein nicht so beliebter Bruder 190E 2.6 steht mit 122,9 Prozent-Gewinn in der mobile.de-Liste. Der Unterschied zum Evolution: Den 2.6er gab es im Jahr 2011 bereits für 3.323 Euro. Heute müssen 7.406 Euro für ihn aufgebracht werden.

Dass die Beliebtheit auch innerhalb einer Marke durchaus unterschiedlich ausgeprägt sein kann, zeigt sich an der Marke Land Rover. Erzielt der Land Rover Serie I noch eine Wertsteigerung von 134,7 Prozent, können sich Besitzer eines Range Rover Vogue II nur die Augen reiben, investierten sie noch im Jahr 2011 26.631 Euro für ihr Fahrzeug und würden heute beim Verkauf lediglich mit 12.685 Euro nach Hause laufen.

Miese Entwicklung beim Audi TT

Ähnlich ergeht es einem Audi TT Kunden der ersten Generation. Aus hart erwirtschafteten 11.636 Euro würden beim heutigen Verkauf lediglich 7.615 Euro zurück in die eigene Tasche fließen. Und auch Fahrer eines BMW 7er der Baureihe E38 müssten sich fünf Jahre nach dem Kauf mit rund zehn Prozent weniger zufrieden geben, sprich 5.802 Euro anstatt 6.404 Euro. Bei all den guten und schlechten Nachrichten für Besitzer von Old- und Youngtimern gilt allerdings immer eines zu bedenken: Ein gewisses Restrisiko ist immer dabei. Da helfen auch Statistiken und Tabellen mitunter nicht weiter.

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