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Fahrbericht VW Arteon 2.0 TFSI: Volkswagens neues Flagschiff

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Volkswagen Arteon 2.0 TSI  

So fährt sich das Wolfsburger Flaggschiff

01.06.2017, 11:56 Uhr | Marcel Sommer/press-inform ​

Fahrbericht VW Arteon 2.0 TFSI: Volkswagens neues Flagschiff. Der VW Arteon ist die neue Speerspitze im Volkswagen-Programm. (Quelle: Hersteller)

Der VW Arteon ist die neue Speerspitze im Volkswagen-Programm. (Quelle: Hersteller)

Mit dem neuen Arteon lässt Volkswagen einen potenten Nachfolger des CC auf die Straße. Schick, stark und mit reichlich Platz gefällt er auf Anhieb. VW plant bereits die Fließheck-Limousine durch einen Kombi zu ergänzen.

Der neueste Spross innerhalb des VW-Konzerns ist nicht nur der Nachfolger des CC und eine Klasse höher als der Passat angesiedelt. Da der Phaeton-Nachfolger Phideon den chinesischen Kunden vorbehalten bleibt, ist der Arteon ab sofort die Speerspitze der Fahrzeuge mit dem VW-Logo in der Front.

Arteon trägt das neue Markengesicht von VW

Diese Front, die nicht nur sportliche Ambitionen weckt, sondern zugleich auch das neue Markengesicht darstellt. Es wird also in Zukunft nicht mehr allzu leicht fallen, schon aus der Ferne zu sagen, dass dies nun definitiv ein Arteon ist. Doch bis zum nächsten Markengesicht-Träger – dem Touareg im Herbst – können ruhig noch Wetten darauf abgeschlossen werden. Beim Heck schaut dies ein wenig anders aus. Aber es gibt durchaus schlimmere Dinge, als mit einem Mercedes S-Klasse Coupé verwechselt zu werden.

Effizienter 2,0-Liter-Benziner mit Turbo-Power

Dank des 280 PS starken Vierzylinder-Benzinmotors dauert der Weg bis zur Höchstgeschwindigkeit auch gar nicht allzu lang. Bis Tempo 100 braucht der in Emden produzierte Arteon nur 5,6 Sekunden. Wer im 4,86 Meter langen Schönling nicht ständig das Aluminium-Gaspedal bis zum Anschlag durchtritt, wird zudem in zweierlei Dingen überrascht. Zum einen rückt der versprochene 7,3 Liter-Verbrauch in greifbare Nähe. Zum anderen bleiben die fünf Insassen in puncto Geräuschkulisse von der Außenwelt nahezu abgeschottet. Und wenn dann noch der Motor dank Start-Stop-Automatik bereits kurz vorm Stehenbleiben abgeschaltet wird, herrscht totale Stille.

Direkte Lenkung kaschiert die Ausmaße

Sind knapp 50.000 Euro nach Wolfsburg überwiesen und der neue VW Arteon in der 280 PS-Topversion im R-Line-Kleid bestellt worden, darf auch von der legendären Ruhe vorm nächsten Sturm gesprochen werden. Denn der 350 Newtonmeter starke 2,0 Liter große Benzinmotor harmoniert prächtig mit der anfangs gewöhnungsbedürftigen Lenkung. Der 4Motion-Allradantrieb sowie das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe runden das gelungene Zusammenspiel ab.

Spielend leicht lässt sich der 1,7 Tonnen schwere selbst um enge Kurven zirkeln. Trotz seiner recht massigen Ausmaße bietet er eine gute Übersicht, sodass die schicken Felgen nicht ständig Gefahr laufen, in den rasanten Kurven vom Bordstein angekratzt zu werden.

Für den Fall aller Fälle hat er natürlich auch satt zupackende Bremsen an Bord, die sich zugleich auch fein dosieren lassen. Schade nur, dass das Head-Up-Display mit einer Sonnenbrille auf der Nase kaum abzulesen ist – das bekommen andere Hersteller besser hin.

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VW Arteon: Autonomes Fahren schon heute

Ebenfalls zur Verfügung stehen dem Fahrer zahlreiche Assistenzsystem parat, die schon heute das Thema des autonomen Fahren aufgreifen. Die Zeiten, in denen der rechte Fuß auch bei eingeschalteten Systemen wie dem adaptiven Abstandsregeltempomaten über der Bremse schwebte, sind vorüber. "Der Arteon kann mit verschiedenen prädikativen Systemen ausgestattet werden. Das sind elektronische Fahrhilfen wie zum Beispiel die neueste Generation des ACC – die automatische Distanzregelung erkennt jetzt Tempolimits und reagiert darauf, bevor der Fahrer sie überhaupt wahrnimmt", schwärmt Frank Welsch aus der VW-Entwicklung.

In der Praxis schaut das so aus, dass bereits einige Meter vor dem Ortseingangsschild die Verzögerung automatisch eingeleitet und andersherum beim Verlassen des Ortes schon vor dem Ortsausgangsschild mit der Beschleunigung begonnen wird. Auch spontan eingerichtete Tempo-30-Zonen werden erkannt und die Geschwindigkeit angepasst. Die Zeit der Temposünden sollte damit nun endgültig vorüber sein – zumindest bis zum ersten unerwarteten Softwareausfall.

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