Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

Renault Alaskan im Test: Lastesel für echte Cowboys

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Kein Ende im Gelände  

Renault Alaskan: Lastesel für echte Cowboys

26.09.2017, 11:07 Uhr | Michael Gebhardt/SP-X

Renault Alaskan im Test: Lastesel für echte Cowboys. Wie es sich für einen kernigen Allradler gehört, macht der Alaskan auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur. (Quelle: Hersteller)

Wie es sich für einen kernigen Allradler gehört, macht der Alaskan auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur. (Quelle: Hersteller)

Die Nachfrage nach Pick-ups steigt und auch Renault will zukünftig seine Nutzfahrzeug-Kundschaft mit einem eigenen Modell zufrieden stellen können. Statt einer teuren Neuentwicklung greifen die Franzosen aber auf eine bewährte Basis zurück. Ein Testbericht von Michael Gebhardt (Agentur SP-X).

Pick-ups immer beliebter

Pick-ups mit offener Ladefläche und viel Bodenfreiheit mögen für Präriefarmer und Landschaftsgärtner das Nonplusultra sein. Muss man damit allerdings in die City, sind sie vor allem eins: sperrig und unhandlich.

Trotzdem erfreuen sich die robusten Lastesel immer größerer Beliebtheit, allein in Deutschland ist der Absatz in den vergangenen acht Jahren von gut fünfeinhalbtausend auf über 21.000 Einheiten gestiegen. Das Angebot wächst mit: Ab November wartet für mindestens 36.900 Euro auch der Renault Alaskan beim Händler.

Der Alaskan ist ein verkleideter Nissan Navara

Zwar ist der Franzose ganz frisch ins hiesige Renault-Portfolio eingezogen, doch wirklich neu ist der Pick-up nicht: Zum einen rollt er schon seit gut einem Jahr über südamerikanische Straßen – zum anderen ist er nicht viel mehr als ein verkleideter Nissan Navara.

Abgesehen von wenigen optischen Änderungen an Front und Heck haben die Franzosen den Lastesel eins zu eins von ihrem japanischen Allianzpartner übernommen. Vor allem im Innenraum hat Renault gar nicht erst versucht, den Anschein zu erwecken, der Alaskan sei ein eigenständiges Auto.

Ausgelegt auf Robustheit und nicht auf Lifestyle

Während Mercedes bei der ebenfalls auf dem Nissan aufbauenden X-Klasse das gesamte Cockpit ausgetauscht und seine eigene Inneneinrichtung eingebaut hat, übernimmt Renault vom Kombiinstrument bis zum Sitzheizungsschalter, vom Touchscreen-Navi bis zum Fensterheber alles vom Navara.

Das heißt: Auch der Alaskan hat kein längsverstellbares Lenkrad und ist was Optik und Haptik angeht eher auf Robustheit denn auf Lifestyle ausgelegt.

Pick-up mit großzügigem Platzangebot

Den Kunden wird es nicht stören, denn die Basics passen: Das Platzangebot in dem ausschließlich als Doppelkabine mit vier Türen erhältlichen Alaskan ist gut, die Sitzposition einwandfrei und das Gestühl auch auf längerer Strecke nicht unbequem.

Dazu kommen zahlreiche Ablagen: Im Handschuhfach, in den Türtaschen, unter der Mittelarmlehne, auf dem Armaturenbrett und nicht zuletzt unter den Rücksitzen lässt sich allerlei Klein- und nicht ganz so kleiner Kram verstauen.

Der Alaskan hat einige Extras zu bieten

Serienmäßig fährt der Pick-up immer mit Alurädern, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und Tempomat vor – Extras, die der gut 5000 Euro günstigere Nissan nur gegen Aufpreis an Bord hat. Ab der zweiten Stufe kommen das etwas fummelige Navigationssystem mit 7-Zoll-Touchscreen, eine Klimaautomatik und die Einparkhilfe hinten dazu.

Letztere ist auf jeden Fall empfehlenswert, noch besser ist die in der höchsten Ausstattung neben Voll-LED-Scheinwerfern und Sitzheizung serienmäßige 360-Grad-Ansicht: Die kann zwar den Wendekreis von deutlich über zwölf Metern auch nicht verkleinern, aber zumindest das Rangieren mit dem 5,40-Meter-Schiff merklich vereinfachen.

Basisversion nur schwach motorisiert

Wer sich für die Basisversion entscheidet, wählt damit zugleich die schwächere von zwei verfügbaren Motorisierungen: Nur der einfach aufgeladene 2,3-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 120 kW/163 PS fährt in der Einstiegs-Ausstattung (und ohne Option auf ein Upgrade) vor.

Der zuschaltbare Allradantrieb und die Geländeuntersetzung sind auch hier immer dabei, ein Automatikgetriebe steht für den kleinen Selbstzünder allerdings nicht zur Wahl. Das Gros der Kunden wird wohl zur doppelt aufgeladenen Ausbaustufe mit 140 kW/190 PS greifen. Die startet für 41.500 Euro in der zweiten Ausstattung und hält für 1.800 Euro extra auch eine Siebengang-Automatik bereit.

Das Arbeitstier nimmt 3,5 Tonnen an den Haken

Dass unter der Haube des Topmodells fast 200 PS schlummern, merkt man allerdings nicht. Zumindest nicht im Alltag: So richtig in den Sitz wollen einen die bei niedrigen 1.500 Touren anliegenden 450 Newtonmeter nicht drücken. Den Sprint auf Tempo 100 schafft der leer gut 2,1 Tonnen schwere Pick-up – mit viel Getöse – allerdings knapp in unter elf Sekunden, bei Tempo 184 ist schon Schluss.

Sein wahres Potential entfaltet der Renault dagegen als Arbeitstier: Knapp eine Tonne Gewicht darf auf der gut eineinhalb mal eineinhalb Meter großen Ladefläche transportiert werden. An den Haken kann der Alaskan bis zu 3,5 Tonnen nehmen. Wer die Zuladung ausreizt, braucht sich jedoch nicht wundern, wenn der Praxisdurst deutlich vom Normverbrauch abweicht: Auf dem Papier gibt sich der Renault mit rund sechseinhalb Litern zufrieden – plus ein wenig AdBlue, denn beide Alaskan-Motoren reinigen mit einem SCR-Kat ihre Abgase.

Geschmeidige Fahrt mit Last auf der Hinterachse

Auch wenn die Last auf der Mehrlenkerhinterachse den Verbrauch in die Höhe treibt – sie steigert auch den Komfort. Bei unserer ersten Testfahrt zeigte sich der mit gut 150 Kilogramm Sand bestückte Alaskan ausgesprochen geschmeidig und federte komfortabel über Unebenheiten hinweg.

Lässt man den Ballast weg, dürfte auch der Renault – wie sein Nissan-Pendant – etwas hölzern wirken und über Trambahnschienen und Schlaglöcher eher hoppeln als gleiten. Das ist der Preis, den all die Großstadt-Cowboys für den Coolness-Faktor zahlen müssen, denn das Aktenköfferchen allein reicht sicher nicht, um die Federn ausreichend zu belasten.

Zumal das meiste Handgepäck ohnehin auf den Rücksitzen landen wird, denn: Wer will schon sein Hab und Gut in der Stadt offen auf der Ladefläche transportieren? Abhilfe schafft der geschlossene Aufbau, der für gut viereinhalbtausend Euro erhältlich ist – dann könnte man aber auch gleich ein SUV kaufen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Shopping
Shopping
Sonderverlosung am 7.11.17 - 20 Mio. € extra
jetzt Glücks-Los bestellen
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017