Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

Neuer Dacia Duster: Billiger geht SUV nicht

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preiskracher zum Jahresstart  

Neuer Dacia Duster: Billiger geht SUV nicht

04.12.2017, 14:37 Uhr | Michael Lennartz, SP-X

Neuer Dacia Duster: Billiger geht SUV nicht. Der neue Duster protzt mit einer breiteren Front und weit nach außen gerückten Scheinwerfern. (Quelle: Hersteller)

Der neue Duster protzt mit einer breiteren Front und weit nach außen gerückten Scheinwerfern. (Quelle: Hersteller)

Preiswerter kann man nicht SUV fahren: Der Duster, seit acht Jahren eine feste Größe bei Dacia, startet mit Jahresbeginn in die zweite Generation, die bei nur moderaten äußerlichen Veränderungen Vieles besser machen soll. Ein Testbericht von Michael Lennartz (Agentur SP-X).

Nach fast acht Jahren und über zwei Millionen weltweit abgesetzter Duster-Modelle ist es höchste Zeit für eine Ablösung: Das preiswerte Sport Utility Vehicle (SUV), das in Russland, weiten Teilen Asiens und Südamerika unter dem Renault-Label verkauft wird, behält auch zum Start der zweiten Generation am 13. Januar seinen Nimbus als Preisbrecher und wird zu Tarifen ab 11.290 Euro erneut als günstigster Vertreter seiner Art zu haben sein.

Ohne Frage ist der Duster eine wichtige Säule in der mittlerweile fünf Baureihen umfassenden Dacia-Palette. Zwar begann hierzulande die Erfolgsstory der rumänischen Renault-Billigtochter 2005 mit einer eher hässlichen Limousine namens Logan zunächst noch verhalten. Der Duster aber verhalf der Marke nach seinem Debüt 2010 zum Durchbruch und ist hinter dem Sandero auch aktuell das meistverkaufte Modell der Osteuropäer.

Dacia Duster: Genauso lang und breit wie sein Vorgänger

Das hieß aber für die Entwickler auch: Radikales Umkrempeln sollte beim Generationswechsel tunlichst vermieden werden. Und so hat Laurens van den Acker, der Chefdesigner der Renault-Nissan-Allianz, so behutsam Hand angelegt, dass sich die neue Pracht dem Betrachter auf einen ersten flüchtigen Blick kaum erschließt.

Und obwohl kein einziges Karosserieteil vom Vorgänger übernommenen worden sein soll, ist er genauso lang und genauso breit wie der Vorgänger und steht immer noch auf der alten B0-Plattform.

Bei genauer Inspektion zeigt sich eine breitere Front mit weit nach außen gerückten Scheinwerfern, ein mit acht verchromten Viereckelementen versehener Kühlergrill, ein etwas höher gezogener, leider nur optischer Unterfahrschutz, die etwas angehobene Fensterlinie der seitlichen Schulter und breiter ausgestellte Radkästen mit 17-Zoll-Rädern.

Dazu kommt eine markantere Heckpartie mit Rückleuchten, die mit ihrer Kreuz-Optik beim Jeep Renegade abgekupfert sein könnte. Das ist in Summe ein stämmiger Auftritt, an dem man durchaus Gefallen finden kann.

Großzügiges Raumgefühl und bequeme Sitze

Dass die Windschutzscheibe zehn Zentimeter nach vorne gerückt ist und jetzt etwas flacher steht, kommt einem großzügigeren Raumgefühl zugute. An Kopf- und Beinfreiheit mangelt es weder vorne noch hinten, und selbst Erwachsene überstehen als Hinterbänkler längere Touren weitgehend ohne Zwangskuscheln.

Am Ladevolumen im Kofferraum gibt es bei 445 Litern nichts zu meckern. Das ist guter Durchschnitt, zumal man ihn bei Bedarf mit umgelegten Rücksitzlehnen auf rund 1.500 Liter erweitern kann.

Da in dieser Preisklasse nun mal kein feines Cockpit in Lack und Leder zu erwarten ist, muss sich der Dacia-Fahrer mit einer schwarzen Plastiklandschaft abfinden. Aber die Rumänen haben den Oberflächen etwas Struktur verpasst und sogar teilweise unterschäumt, so dass man sich durchaus wohlfühlen kann.

Das Lenkrad übernimmt das Vier-Speichen-Design der Marken-Kollegen samt mittig angeordneter Hupe und die neuen Sitze erweisen sich als recht bequem, auch wenn die Sitzfläche etwas länger sein könnte.

Multimediasystem mit Multiviewkamera

Wirkungsvollste Neuerung ist das Touchscreen-Multimediasystem mit dem zwar etwas höher, aber immer noch zu tief platzierenden 7-Zoll-Bildschirm. Premiere hat bei Dacia die Multiviewkamera. Dabei handelt es sich um ein System von vier Weitwinkelkameras an Front, Heck und beiden Seiten.

Das ergibt zwar eine Rundumabdeckung von 360 Grad. Allerdings können die Kameras über das Display in der Mittelkonsole nur einzeln angesteuert werden. Das ist zwar wirkungsvoller als die sonst üblichen Piepser, um Parkschäden zu vermeiden, die noch übersichtlichere Totale aus der Vogelperspektive wird aber leider nicht angeboten.

Erstmals kann im Duster optional auch eine Klimaautomatik (200 Euro Mehrpreis zur normalen Klimaanlage) bestellt werden und es ist ein schlüsselloser Zugang möglich. Außerdem erhöhen ein Toter-Winkel-Warner an Bord und serienmäßige Windowbags auf beiden Seiten die passive Sicherheit des rumänischen Geländegängers.

Geländetauglicher Stadtwagen mit Allradantrieb

Und das mit dem Geländegänger ist durchaus ernst gemeint, denn im Gegensatz zu einer Vielzahl seiner durchweg teureren Rivalen beschränkt sich Dacia nicht nur auf Frontantrieb.

Zwar beweist der hochbeinige Rumäne auf steinigen Pisten im Athener Hinterland, dass man dank 21 Zentimeter Bodenfreiheit auch schon mit allein angetriebenen Vorderrädern weit kommt. Der optional für etwa 1.900 Euro Mehrpreis angebotene variable Allradantrieb kann allerdings noch viel mehr und profitiert dabei in besonderem Maße von der zum 4x4-Lieferumfang gehörenden Bergabfahrhilfe. Diese ist ebenso wie die schon in den Basis-Versionen serienmäßige Berganfahrhilfe neu im Duster-Programm.

Fünf Motorisierungen stehen zur Wahl

Die Kunden haben beim Duster die Wahl zwischen fünf Motorisierungen. Basis-Benziner ist der bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder-Sauger mit 84 kW/114 PS und Spitzentempo von 172.

Er steht in puncto Effizienz und einem Normverbrauch von 6,6 Litern hinter dem 92 kW/125 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder mit Benzindirekteinspritzung und Turbolader (Spitze Tempo 177) und 6,2 Liter normierten Konsum zurück. Eine LPG-Variante des kleinen Benziners soll im Laufe des kommenden Jahres nachgeschoben werden.

Genügsamer sind die beiden Diesel-Aggregate mit 66 kW/90 PS und 80 kW/109 PS, die sich beide mit 4,4 Litern begnügen. Allerdings haben sie einen Nachteil: Die in der aktuellen Diesel-Diskussion angeratene SCR-Kat-Abgasreinigung für die Stickoxide ist für die Euro-6-Aggregate noch nicht verfügbar. Da muss spätestens bis September 2018 für Nachbesserung gesorgt werden.

Erster Fahreindruck vom Dacia Duster

Auf den Testrunden mit dem großen Diesel war der raue, etwas stählerne Klang des Triebwerks zwar jederzeit vernehmbar, ist durch erfolgreiche Dämmmaßnahmen aber in den Hintergrund gerückt. Er harmoniert bestens mit dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe EDC, das ausschließlich für den frontangetriebenen dCi 110 optional angeboten wird.

Die elektromechanische Lenkung vermittelt guten Fahrbahnkontakt. Der Duster fühlt sich insgesamt solide an. Im Innenraum knarzt und klappert nichts.

Das kostet der neue Dacia Duster

Vier Ausstattungsversionen (Access, Essential, Comfort und Prestige) untermauern jede für sich, dass Dacia ein sehr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis offeriert. Und selbst in der teuersten Ausführung mit allen zur Verfügung stehenden Optionen inklusive Infotainment und Lederausstattung kann der Endpreis nicht über 21.000 Euro getrieben werden.

Der Einstiegspreis von 11.290 Euro, der 600 Euro über dem alten Niveau liegt, gilt für den SCe 115 mit Frontantrieb. Für Allrad muss man schon bei gleicher Motorisierung 15.400 Euro hinblättern, da die 4x4-Option mindestens mit der dritten Ausstattungsstufe Comfort verknüpft ist. Diese hat unter anderem einen Tempopiloten und eine Klimaanlage serienmäßig an Bord.

Topmodell ist der große Diesel als Allrader für 17.600 Euro. Eine immer wieder kolportierte Grand-Duster-Variante als Siebensitzer wird es übrigens definitiv nicht geben.   

Dacia Duster – Technische Daten
Fünftüriges, fünfsitziges SUV, Länge: 4,34 Meter, Breite: 1,80 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 2,05 Meter), Höhe: 1,62 Meter (mit Dachreling 1,69 Meter), Radstand: 2,67 Meter, Kofferraumvolumen: 445 – 1.478 Liter (Allrad 376 – 1.501 Liter)

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Shopping
Neu: NIVEA PURE SKIN Gesichtsreinigungsbürste
jetzt versandkostenfrei bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017