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Aldi-Notebook Medion Akoya E7222 ist nur lauer Aufguss

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Neues Aldi-Notebook ist nur lauer Aufguss

24.08.2012, 11:27 Uhr | Christian Fenselau

Aldi-Notebook Medion Akoya E7222 ist nur lauer Aufguss. Medion Akoya E7222 (Quelle: Hersteller)

Medion Akoya E7222 (Quelle: Hersteller)

Aldi verkauft bundesweit ab dem 30. August das Notebook Medion Akoya E7222 für 499 Euro, ein 17-Zoll-Laptop mit Intel-Prozessor, 750-GB-Festplatte und 4 GB Arbeitsspeicher. Der Modellname Medion Akoya E7222 dürfte einigen bekannt vorkommen, denn sowohl im Juni als auch vor wenigen Tagen gab es bereits ein gleichlautendes Notebook zum gleichen Preis. Verkauft Aldi jetzt Restbestände oder verbirgt sich hinter dem alten Namen doch eine Neuerung?

Die genaue Modellbezeichnung MD 99060 des neuesten Aldi-Notebooks lässt ahnen, dass sich unter der Haube doch etwas geändert hat. Denn das E7222 vom Juni trug das Kürzel MD99030. Der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Modellen ist der um 0,1 GHz schneller getaktete Hauptprozessor Intel Core i3-2370M.

Die technischen Daten des Medion Akoya E7222 in Stichworten: Intel-Prozessor Core i3-2370 mit 2,4 GHz (Dual-Core ohne Turbo-Boost), 4 GB RAM, 750-GB-Festplatte, 17,3-Zoll-Display mit 1600 × 900 Pixeln, insgesamt 4 × USB (davon 2 × USB 2.0), HDMI, Intel Wireless Display (WiDi), Bluetooth 4.0, "Medion FastBoot", integrierter Kartenleser und DVD-Brenner. Das vorinstallierte Windows 7 Home Premium lässt sich vergünstigt auf Windows 8 upgraden.

Prozessor ohne separaten Grafikchip

Auf den reinen Praxisnutzen reduziert, dürfte der Prozessor für die meisten Arbeiten absolut ausreichen. Office- und Internet-Anwendungen laufen schnell genug, stellen aber auch vergleichsweise geringe Anforderungen an die Rechenpower. Für anspruchsvollere Aufgaben wie Videoschnitt ist das Notebook bei Prozessor und auch beim Arbeitsspeicher etwas knapp dimensioniert; für aktuelle 3D-Spiele ist das Akoya E7222 die falsche Wahl, da die CPU auf die integrierte HD-Grafik zurückgreifen muss. Ein separater Grafikbeschleuniger fehlt.

Medion Akoya E7222: Die Mängelliste

Es gibt gleich mehrere Punkte beim neuen Aldi-Notebook zu bemängeln: So stellt Intel bereits seit Monaten mit "Ivy Bridge" eine neue Prozessorgeneration her. Aldi setzt dagegen immer noch auf "Sandy Bridge" – wahrscheinlich wäre das Notebook damit jedoch zu teuer geworden. Eine Kombination aus großem 17-Zoll-Gehäuse und schwachem Prozessor ohne Zusatzgrafik ist wenig sinnvoll. Denn ein 17-Zöller ist kein mobiles Leichtgewicht, sondern eher ein vollwertiger Desktop-Ersatz. Dafür sollte er genügend Reserven mitbringen und vollständig ausgestattet sein. Für den Multimedia-Einsatz fehlen allerdings auch TV-Empfänger oder Blu-ray-Player.

Ebenfalls kritikwürdig ist die Hochglanzoptik des Gehäuses. Denn hier spiegelt nicht nur der Bildschirm, sondern das Äußere ist auch sehr empfindlich gegen Fingerabdrücke. Bei neueren 15-Zoll-Notebooks zeigt Medion, dass es auch anders geht, denn diese boten ein mattes Äußeres und ein entspiegeltes Display.

100 Megahertz mehr bringen wenig

Der direkte Vergleich zu den Vorgängern mit gleichem Namen zeigt die kritikwürdigen Punkte noch deutlicher. Denn ein um 0,1 GHz schnellerer Prozessortakt ist in der alltäglichen Praxis nicht zu bemerken. Trotzdem kostet der neue E7222 genauso viel wie der alte aus dem Juni-Angebot. Üblicherweise sinken aber die Preise der Bauteile – das gilt umso mehr, wenn sich eine neue, bessere Baureihe etabliert hat.

Fazit: Aldi-Notebook ist kein Alleskönner

Aldi verkauft das Medion Akoya E7222 bundesweit ab dem 30. August. Dafür erhält der Käufer ein Notebook, das sich aufgrund von Größe und Gewicht nicht für den mobilen Einsatz, sondern eher als stationärer Desktop-PC eignet. Allerdings empfiehlt sich das neue Aldi-Notebook nur für weniger anspruchsvolle Aufgaben. Als Büro- und Internet-PC ist der E7222 durchaus günstig. Wer ein Notebook mit genau diesen Spezifikationen sucht, muss bei anderen Herstellern in der Regel mehr ausgeben.

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