20.03.2012, 18:00 Uhr | t-online.de, t-online.de
Sicherheit zum Nulltarif, das bietet TrueCrypt – eine Freeware, die Laufwerke verschlüsselt. Für Aufsehen sorgte das Gratis-Tool etwa als das FBI an einer mit TrueCrypt verschlüsselten Festplatte schier verzweifelte. Nach einem Jahr zähen Ringens, gaben die Profis resigniert auf. Und das ist auch gut so, denn vertrauliche Daten sollten privates Eigentum bleiben.
In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie Ihre privaten Dateien und Ordner mit TrueCrypt sicher verstecken. Zum Einsatz kommt die Freeware TrueCrypt, die weltweit als derzeit sicherstes Verstecktool gilt. Da es sich dabei um eine OpenSource-Lösung mit offenem Quellcode handelt, sind hier auch keine Hintertürchen versteckt. TrueCrypt ist kostenlos und wird für jedermann zum Download angeboten.
Um Dateien möglichst schnell und unkompliziert zu verstecken, legen Sie ein TrueCrypt-Volume an. Das ist ein virtuelles Laufwerk, das im Windows Explorer als eigenes Festplattenlaufwerk eingebunden wird. Es handelt sich dabei aber nicht um eine "echte" physikalische Festplatte, sondern eine verschlüsselte Datei, die Windows als Laufwerk erkennt. Im Explorer erhält das Pseudo-Laufwerk einen eigenen Laufwerksbuchstaben und lässt sich wie eine normale Festplatte nutzen. Mit dem wichtigen Unterschied, dass alle dort gespeicherten Daten sicher verschlüsselt werden.
Wichtige Daten gehören unter Verschluss, damit Spione keine Chance haben. Wir zeigen Ihnen, wie es geht. zum Video
Da der Zugang zum verschlüsselten Laufwerk nur mit dem richtigen Passwort möglich ist, haben Datendiebe keine Chance, auf die dort versteckten Daten zuzugreifen. Es ist auch nicht sichtbar, welche und wie viele Daten im verschlüsselten Laufwerk gespeichert sind. Vorsicht: Für Vergessliche gibt es auch keine Hintertür. Wer das Kennwort vergisst, ist die Daten für immer los – es sei denn, Sie haben einige tausend Jahre Zeit, alle Passwortkombinationen durchzuprobieren. Denn so lange brauchen selbst Supercomputer, um die Verschlüsselung zu knacken.
Wenn Sie Ihre sensiblen Daten auf einem verschlüsselten Laufwerk speichern, sind sie eigentlich schon sehr gut versteckt. Datendiebe können zwar erkennen, dass es ein verschlüsseltes Laufwerk gibt – ohne Kennwort kommen sie aber nicht ran an die Daten. Wem das noch nicht sicher genug ist, kann einen Schritt weitergehen und ein verstecktes Laufwerk anlegen. Der Trick dabei: Innerhalb des verschlüsselten Laufwerks wird ein weiteres, diesmal aber verstecktes Laufwerk angelegt. Damit sind die Daten nicht nur verschlüsselt, sondern auch unsichtbar.
Dass sich im verschlüsselten Laufwerk noch ein verstecktes Laufwerk befindet, wird niemand herausbekommen. Denn standardmäßig füllt TrueCrypt den leeren Bereich eines verschlüsselten Laufwerks mit zufälligen Daten. Ob sich dahinter wirklich leerer Speicherplatz oder nicht doch ein verstecktes Laufwerk verbirgt, bleibt im Dunkeln. In der Foto-Show erfahren Sie, wie Sie versteckte Laufwerke anlegen und nutzen.
Quelle: t-online.de, t-online.de
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