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Vergleichstest Farblaserdrucker

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Farblaserdrucker im Vergleichstest  

Die besten Farblaserdrucker bis 250 Euro

01.04.2010, 09:09 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

 Vergleichstest Farblaserdrucker. Oki C3450n (Foto: pcwelt)

Oki C3450n (Foto: pcwelt)

250 Euro für einen Farblaserdrucker? Noch vor einigen Jahren wäre diese Preisgrenze ein absolutes Ausschlusskriterium für einen Farblaserdrucker gewesen. Inzwischen nicht mehr. Vielmehr steigt in diesem Segment die Auswahl an Geräten. Anhand der besten fünf Geräte aus der Farblaser-Topliste sehen sofort, was Sie von den Maschinen erwarten dürfen und welche Anforderungen die Einstiegsklasse nicht abdecken kann.

GDI zur Druckberechnung

Vorherrschend bei den Einsteigern in den Farblaserdruck ist GDI (Graphic Device Interface). Hier nutzen die Geräte den Windows-Rechner, um die Druckdaten zu berechnen. Vorteil: Die Drucker selbst benötigen weniger Arbeitsspeicher und auch der Prozessor muss nicht so leistungsfähig sein. Damit lassen sie sich deutlich preiswerter herstellen als etwa Drucker mit PCL-6- oder PS-3-Fähigkeit. Kein Wunder, dass auch bei unseren Einstiegsgeräten GDI vorherrscht. Ausnahme: Der HP Color Laserjet CP1515n, der sowohl PCL 6 als auch PS 3 in aus seinem Treiber emulieren kann.

Die Drucktechnik

Bei Farblaserdruckern unterscheiden wir zwei Verfahren: Single-Pass-Geräte übertragen alle Druckfarben in einem Durchlauf aufs Papier. Bei Multi-Pass-Varianten hingegen rotiert jede Druckfarbe einzeln an der Bildtrommel. Erst wenn alle Farben abgearbeitet sind, findet die Übertragung statt. Das kostet Zeit und ist in der Regel auch ein recht lauter Vorgang.

Im Bereich der Farblaserdrucker bis 250 Euro finden sich beide Techniken wieder. Interessanterweise setzt selbst hier Single-Pass immer weiter durch. Von den fünf besten Geräten arbeiten allein drei mit dieser Technik: Oki C3450n, HP Color Laserjet CP1515n und HP Color Laserjet 1600. Auf Multi-Pass setzen: Lexmark C500 und Samsung CLP-300n.

Das Tempo

Das Arbeitstempo ist unter anderem von der Drucktechnik abhängig. Lassen Sie sich dabei nicht von den Angaben im Schwarzweißdruck blenden. Das sind immer die höchsten Werte, denn hier agiert nur Schwarz, die anderen Farben bleiben außen vor. Außerdem neigen die Hersteller dazu, die Geschwindigkeit im Kopiermodus anzugeben. Das heißt, der Drucker rechnet den Druckjob nur einmal und kopiert dann jeweils dieses Dokument.

Kommen die Farben ins Spiel, sinken die Werte rapide. Ein Beispiel: Der Lexmark C500n bringt es bei monochromen Drucken auf 31 Seiten in der Minute, beachtlich. Bei farbigen Drucken schafft er allerdings nur 8 Seiten in der Minute, ein eklatanter Unterschied, der unter anderem auf die Multi-Pass-Technik zurückzuführen ist.

Das heißt aber nicht, dass es bei Druckern mit Single-Pass-Technik stets ausgeglichen zugeht. Oki etwa gibt etwa beim C3450n an, dass die Druckerleistung bei 20 monochromen Seiten in der Minute liegt und geht im Farbdruck auf 16 Seiten in der Minute herunter.

Die Ausstattung

Schnittstellen
Mit USB können Sie stets rechnen. Das ist der gängige Anschluss zum Rechner, den auch jeder Einsteigerdrucker mitbringt. Wer den Drucker auch vom Netz aus ansteuern will, greift am besten auf ein Gerät mit Ethernet-Schnittstelle zurück. Tröstlich: Vier der fünf Einsteigermodelle bieten diesen Port. Ausnahme: der HP Color Laserjet 1600.

Startertoner
Besonders bei den günstigen Geräten ist verbreitet, die mitgelieferten Tonerkartuschen mit geringerem Inhalt als üblich zu versehen. So liegt die Reichweite bei den Kartuschen des HP Color Laserjet 1600 etwa bei gerade einmal 1000 Seiten pro Farbe. Im Nachkauf dagegen liefert die Schwarzkartusche Toner für 2500 Seiten, die Farbkartuscheninhalte halten jeweils 2000 Seiten.

Duplex
In Zeiten des Sparens sollten Sie nicht mehr Papier als nötig bedrucken. Eine Duplexeinheit wendet das Blatt in der Maschine und bedruckt nach der Vorder- auch die Rückseite. Gerade wenn Sie viele mehrseitige Ausdrucke benötigen, sparen Sie so im Handumdrehen jede Menge an Papier. Allerdings finden Sie diese Funktion nicht bei den Einsteigern. Schlimmer noch: Eine Duplexeinheit lässt sich auch bei keinem der Modelle nachrüsten.

Zusatzausstattung
Überhaupt ist extra Ausstattung gerade für diese Geräte oft entweder nicht möglich oder sehr teuer. Nehmen wir noch einmal den HP Laserjet 1600 als Beispiel: Eine zusätzliche Papierkassette lässt sich zwar nachkaufen. Sie kostet allerdings rund 175 Euro und damit mehr als der Drucker selbst.

Die Druckkosten sind happig

Wer von vornherein denkt, Laserdruck stehe für billiges Drucken, hat in Bezug auf die Einsteiger-Farblaserdrucker nicht Recht. Diese Geräte sind nicht gerade berühmt für ihren günstigen Unterhalt. Egal, ob Sie schwarzweiß oder in Farbe drucken.
Unter den hier betrachteten Farblasern schneidet der Oki C3450n bei den Seitenpreisen noch am besten ab. Er kommt auf 2,9 Cent für das monochrome und 11,1 Cent für das farbige Blatt. Die höchsten Seitenpreise verbucht der Samsung CLP-300n für sich: Wir errechneten für diesen Drucker 3,4 Cent für die Schwarzweißseite und 13,8 Cent für das farbige Blatt.

Stromverbrauch: Bereitschaft und Ruhemodus

In der Regel ist der Zeitraum vergleichsweise gering, in dem ein Drucker im Betrieb läuft. Selbst wenn er dann kurzzeitig mehrere hundert Watt verbraucht, ist das allein kein Argument für oder gegen ein Gerät. Ausschlaggebend sind vielmehr die Werte im Standby und Ruhemodus. Das sind die beiden Modi, die Farblaser nutzen, wenn sie nicht drucken. Nach einem Druckjob schalten sie zuerst in den Bereitschaftsmodus. Tut sich eine Weile nichts (der Zeitraum ist entweder vordefiniert oder lässt sich im Druckermenü einstellen), gehen sie weiter in den Ruhemodus.

Sehr ökonomisch geht der HP Color Laserjet CP1515n mit Energie um: Er benötigt im Standby 12,7 Watt und schaltet unheimlich schnell in den Energiesparmodus, den wir mit 4,9 Watt gemessen haben.
Dass Sie jedoch nicht von diesem HP-Modell auf alle schließen können, zeigt der Color Laserjet 1600: Er benötigt im Bereitschaftsmodus zwar auch 12,7 Watt, bietet jedoch keine weitere Stromsparstufe, sondern bleibt stets bei den 12,7 Watt.

Auf der folgenden Seite finden Sie die fünf Einsteigerfarblaserdrucker einzeln vorgestellt. Klicken Sie auf die Produktbezeichnung, kommen Sie zum Einzeltest mit allen Testergebnissen und technischen Daten.

Die besten fünf Farblaser bis 250 Euro

Platz 1: Oki C3450n
Ein flexibel einsetzbarer Farblaserdrucker, der sogar Banner in einer Länge von maximal 1,20 Metern bedrucken kann. Die dafür nötige Software liefert der Hersteller mit. Das Single-Pass-Gerät bietet neben USB einen Ethernet-Port. Es hat sogar einen extra Fotomodus im Treiber integriert, mit dem sich der Kontrast und die Farbintensität weiter verstärken lassen. Sie Seitenpreise sind für einen Einsteigerfarblaserdrucker akzeptabel. Insgesamt ein Gerät für Anwender, die bei Farbdruck auf Leuchtkraft setzen.

Platz 2: HP Color Laserjet CP1515n
Der einzige Drucker in diesem Vergleich, der PCL 6 und PS 3 beherrscht. Sie sind in einem Treiber integriert , das ist ungewöhnlich. Allerdings kann die Emulation nicht manuell ausgewählt werden, der Farblaser wendet sie automatisch an. Lobenswert ist das Energiemanagement des Druckers: Er verbraucht im Ruhemodus gerade einmal 4,9 Watt , ein Gerät für Stromsparer.

Platz 3: Lexmark C500n
Der Drucker mit der Multi-Pass-Engine bietet im Treiber die Einstellung Farbsparmodus. Damit werden farbige Anteile im Dokument blass, Textteile jedoch in normaler Deckung gedruckt. Das spart Toner, was angesichts der satten Seitenpreise des Geräts auch nötig ist. Die GDI-Maschine liefert ordentliche, aber hin und wieder leicht körnige Ausdrucke in Farbe. Im Textdruck erkannten wir Satellitenpünktchen.

Platz 4: Samsung CLP-300n
Der Farblaserdrucker mit den kompaktesten Maßen. Wer einen kleinen Farblaser sucht, der nicht allzu schwer ist, kann das Gerät durchaus ins Auge fassen. Allerdings sind die Verbrauchskosten nicht sehr bescheiden. In Farbe druckte das Gerät recht hell, bei Texten mit sattem Auftrag. Seine Stärke liegt in der Kompatibilität: Für den Drucker gibt es neben den gängigen Windows-Versionen sogar Linux-Treiber , das ist selten.

Platz 5: HP Color Laserjet 1600
Der Anschaffungspreis des Druckers ist derzeit ungeschlagen günstig. Allerdings liefert der GDI-Drucker auch ausschließlich Treiber für Windows-Betriebssysteme mit und kommt mit Starter-Tonern im Lieferumfang. Auch bei normal befüllten Kartuschen errechneten wir nicht gerade günstige Seitenpreise. Der Drucker eignet sich für den Einsatz zu Hause, wenn Farbdruck eher die Ausnahme ist.

Fazit: Monochromdrucker mit Farbfunktion

Die Einsteigergeräte in den Farblaserdruck eignen sich in erster Linie für den Einzelplatzeinsatz zu Hause oder im kleineren Büro. Zum Teil lassen sie sich sogar in kleinen Gruppen als Ausgabegerät nutzen. Grundsätzlich sind die Geräte für Anwender konzipiert, die mehr schwarzweiß als farbig drucken und denen GDI als Druckersprache ausreicht. Inzwischen lassen sich diese Farblaserdrucker fast immer ins Netz integrieren. So gesehen, erhalten Sie schon eine Menge Leistung fürs Geld.

Alternative

Richtige Vieldrucker werden mit den kleinen Farblasern jedoch nicht glücklich. Dafür sind ihre Verbrauchskosten zu hoch und die Ausstattungsmerkmale zu rudimentär. Denn Duplexeinheiten oder etwa zusätzliche Papierkassetten finden sich bei den günstigen Druckermodellen mehrheitlich nicht. Obendrein ist das Nachrüsten entweder viel zu teuer oder gar nicht möglich. Suchen Sie ein Farblasermodell mit mehr Power, hilft unser allgemeiner Vergleichstest zu den besten Farblaserdruckern sicher weiter.

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