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Farblaserdrucker für Arbeitsgruppen im Vergleichstest

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Vergleichstest  

Farblaserdrucker für Arbeitsgruppen

22.01.2009, 12:44 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Farblaserdrucker für Arbeitsgruppen im Vergleichstest. Farblaserdrucker Oki C5650dn (Foto: pcwelt)

FarblaserdruckerOki C5650dn (Foto: pcwelt)

Ein neuer Farblaserdrucker muss her. Das Gerät soll sich von mehreren Nutzern ansteuern lassen und den Druckbedarf kleiner Arbeitsgruppen decken. Kurz: Es soll eine Maschine mit belastbarem Druckwerk sein. Wir haben Modelle ab 20 Schwarzweiß-Seiten in der Minute unter die Lupe genommen. Geräte dieser Klasse beginnen bei etwa 300 Euro.

Tempo: Farbe kostet Zeit

Alle Geräte des Tests sind mit Single-Pass-Druckwerken ausgestattet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie automatisch ein identisches Tempo bei Schwarzweiß- und Farbausdrucken produzieren. Beim Dell 3110cn stehen 30 Schwarzweiß-Seiten in der Minute 17 Farbseiten gegenüber. Auch der Oki C3600n senkt den Output von 20 Schwarzweiß-Seiten in der Minute auf 16 Seiten in derselben Zeitspanne, wenn Farbe ins Spiel kommt.

Zudem sind die Zeitangaben der Hersteller grundsätzlich mit Skepsis zu betrachten. Denn sie stehen für ein Optimum, das sich in den meisten Fällen auf den Kopiermodus bezieht. Hier berechnet der Drucker eine Seite und kopiert dieses Dokument mehrmals. Das geht schneller, als mehrere Seiten von Anfang bis Ende durchzurechnen, und verschafft ihm so den gewünschten Tempovorteil. Praxisnah sind dagegen die Zeitwerte des Tests: So besteht unser Grauert-Brief aus 20 Seiten, wobei jedes Blatt leicht verändert ist und so den Kopiermodus verhindert. Mit 50 Sekunden am schnellsten absolvierte der Dell 3110cn die Aufgabe. Der Lexmark C543dn benötigte ganze 1:54 Minuten und damit weit mehr als die vom Hersteller angegebenen 20 Schwarzweiß-Seiten in der Minute.

Ausstattung: Ein wesentliches Unterscheidungskriterium

Was der Farblaserdrucker so mitbringt, ist unbedingt zu beachten. Hier sparen oder verlieren Sie Geld. Beispiel Duplex-Einheit: Grundsätzlich sind Farblaserdrucker, die automatisch Vorder- und Rückseite eines Blattes bedrucken, teurer in der Anschaffung als die Varianten ohne diese Funktion. Der Aufpreis lohnt sich jedoch, denn eine Duplex-Einheit später nachzurüsten, kommt Sie auf jeden Fall unnötig teuer zu stehen. Im Nachkauf verlangen die Hersteller gerne mal 180 Euro extra , wie etwa beim Dell 2130cn. Schlimmer noch: Oft gibt es noch nicht einmal die Möglichkeit des Nachrüstens. Wie etwa beim Oki C3600n. Ein genauer Blick in die Datenblätter ist äußerst ratsam.

Sorgfalt macht sich auch bei den Druckeremulationen bezahlt. Denn nicht jedes Gerät bringt beispielsweise einen Postscript-(PS)-Treiber auf der CD mit, selbst wenn es prinzipiell diese Druckersprache unterstützt. So fanden wir beim HP Color Laserjet CP2025n auf der Suche nach dem PS-Treiber nur einen Link zum Universal Printing Driver (UPD), dem Universaltreiber des Herstellers. Das gab Punkteabzug, denn HP überlässt das Einrichten dem Kunden.

Verbrauch: Toner und Strom

Bei Farblaserdruckern ist die Praxis weit verbreitet, die mitgelieferten Tonerkartuschen mit weniger Inhalt als normalerweise üblich zu versehen. Aufgabe der Starter-Toner ist, die erste Inbetriebnahme zu gewährleisten. Selbst in der von uns getesteten Klasse bringen mit dem HP Color Laserjet CP2025n, Oki C3600n und Ricoh Aficio SP C221N drei von zehn Geräten die geringer befüllten Kartuschen mit. Hier müssen Sie schneller als bei Standard-Kartuschen für Nachschub sorgen.

Zum Berechnen des Seitenpreises ist Starter-Toner allerdings nicht heranzuziehen. Hier gehen wir von Kartuschen mit höchster Füllmenge aus. Außerdem fließen weitere Verbrauchsmaterialien wie Trommeln und Fixiereinheiten ein. Günstige Geräte kommen auf Seitenpreise von um die 8 Cent für das Farbblatt und unter 2 Cent für die Schwarzweiß-Seite.

Ein weiteres Kriterium beim Verbrauch ist der Strom. Im Betrieb ziehen die Geräte mehrere hundert Watt. Wichtiger ist aber, welche Werte sie im Ruhe- und Stromsparmodus erreichen. Denn in der Regel wird nicht ständig gedruckt. Vielmehr befinden sich die Geräte über längere Zeit in Wartestellung auf den nächsten Auftrag. Der Test zeigt, dass die Hersteller am Stromverbrauch arbeiten. Ein Beispiel für einen äußerst sparsamen Umgang mit Energie ist der HP Color Laserjet CP2025n: Er benötigte im Ruhemodus 18,2 Watt und schaltete nach einer Weile auf geringe 5,4 Watt herunter.

Ausgereifte Druckqualität

Ein Farblaserdrucker meistert die Ausgabe von Grafiken, PDFs und Präsentationen problemlos. In diesen Disziplinen können Sie leuchtende Farben, feine Linen bei gleichzeitiger guter Deckung erwarten. Allerdings ist er kein Ausgabegerät für Fotos. Dafür sollten Sie sich nach wie vor einen Tintenstrahldrucker zulegen. Denn beim Lasergerät bleibt ein Raster sichtbar.

Bei Textdokumenten ist es sehr schwierig, mit bloßem Auge Qualitätsunterschiede auszumachen. Oft hilft auch ein Blick durch die Lupe wenig. Der Grund: Die Geräte haben im Textmodus inzwischen ein sehr hohes Niveau erreicht. So erarbeiteten sich sechs der zehn Farblaserdrucker hier Bestwerte. Eine super Quote. Zudem beruhigend: Auch die anderen vier Farblaserdrucker lagen in der Textwertung nur knapp dahinter.

Die zehn besten Farblaserdrucker für kleine Arbeitsgruppen

Platz 1: Dell 3110cn
Das Dell-Modell erzielte gute Tempo-Ergebnisse und stellte sich dank hoher Tonerreichweiten als günstig in den Folgekosten heraus. Zudem ist es einfach zu bedienen, was sich insbesondere am einfachen Wechsel zwischen PCL- und PS-Treiber zeigt. Weiteres Plus: Neben USB und Ethernet bietet es den heute seltenen Parallel-Port als Verbindung zum Rechner.

Platz 2: Brother HL-4040CN
Der Farblaserdrucker hat ein klappbares Display und einen zusätzlichen USB-Anschluss vorne zum Drucken von USB-Sticks. Seine Stärke liegt in der Darstellung feiner Linien und Buchstaben. Ein patentes Gerät, das sich mit Windows-, Mac- und sogar Linux-Betriebssystemen versteht. Vorausgesetzt: PCL reicht Ihnen als Druckemulation aus.

Platz 3: Oki C3600n
Spezialität des Oki-Druckers ist der Bannerdruck. Praktischerweise lassen sich die Treiber der PLC- und PS-Emulationen auf den Rechner spielen und wahlweise einsetzen. Punkteabzug gab es dagegen für die gering befüllten Starter-Toner und die recht hohen Seitenpreise.

Platz 4: HP Color Laserjet CP3505n
Der Drucker trennt sich trotz des Betätigen des Ausschalters nicht komplett vom Netz. Das ist ungewöhnlich für Farblaserdrucker. Dafür ist der sonstige Stromverbrauch nicht außergewöhnlich hoch. Auch die Seitenpreise sind moderat. Eindeutige Stärke: Der schnelle Druck der ersten Seite.

Platz 5: Kyocera Mita FS-C5100DN
Ein recht wuchtiges Gerät, das schon aufgrund des Betriebsgeräuschs weniger für den Schreibtisch als für ein eigenes separates Plätzchen gedacht ist. Angesichts der Schnittstellenvielfalt, der integrierten Duplex-Einheit und den moderaten Folgekosten ist das Kyocera-Modell auf hohen Durchsatz vorbereitet.

Platz 6: HP Color Laserjet CP2025n
Der PS-Treiber des HP-Geräts liegt nicht bei, sondern muss als UPD (Universal Printing Driver) aus dem Internet geladen werden, unpraktisch. Plus: Der niedrige Stromverbrauch im Ruhemodus. Minus: Wir errechneten vergleichsweise hohe Seitenpreise.

Platz 7: Dell 2130cn
Ein Farblaser, der ausschließlich Windows-Betriebssysteme unterstützt. Außerdem büßte er Tempopunkte durch wiederholtes Kalibrieren ein. Die Tonerkartuschen stecken seitlich im Gehäuse. Daher ist der Platzbedarf in die Breite erhöht.

Platz 8: Samsung CLP-610ND
Ein Druckermodell für Umweltbewusste: Es bringt eine automatische Duplex-Einheit mit, was Papier spart. Und entpuppt sich im Test sowohl in Sachen Energie als auch Seitenkosten als genügsam. Dafür muss man allerdings leichte Defizite im Tempo und der Druckqualität in Kauf nehmen.

Platz 9: Lexmark C543dn
Wie beim Dell 2130cn sind die Tonerkassetten seitlich im Gehäuse platziert. Der Universal-Treiber wählt automatisch die geeignete Druckersprache für den entsprechenden Auftrag. Das ging spürbar zu Lasten des Tempos, kam aber der Qualität sichtlich zugute. Plus: Das Gerät beherrscht automatischen Duplex-Druck.

Platz 10: Ricoh Aficio SP C221N
Als Farblaserdrucker für kleine Arbeitsgruppen war das Modell zu langsam und zu teuer im Unterhalt. Angesichts des Anschaffungspreises (zum Testzeitpunkt etwa 700 Euro) wären Ausstattungsmerkmale wie etwa eine Duplex-Einheit zu erwarten gewesen. Sie lässt sich jedoch noch nicht einmal nachrüsten.

Fazit

Bei Farblaserdruckern macht es sich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt, wenn Sie genau wissen, welche Kriterien Ihr Gerät erfüllen soll. Jedes Extra, das Sie später nachrüsten, ist entweder teuer, oder Sie müssen sogar ganz darauf verzichten, weil sich das Gerät einfach nicht erweitern lässt. Das betrifft Druckersprachen genauso wie Arbeitsspeichererweiterungen oder zusätzliche Papierkassetten. Nehmen Sie sich die Zeit, die technischen Daten des Wunschdruckers genau zu studieren.

Alternativen

Gleichzeitig ist ein Farblaserdrucker nicht nur ein attraktives Ausgabegerät, wenn es um hohen Durchsatz und den Einsatz in Arbeitsgruppen geht. In den Einstiegsvarianten sind Farblaser für zu Hause oder dem kleinen Heimbüro schon deshalb geeignet, weil sie immer kompakter in der Bauweise werden und leisere Druckwerke mitbringen. Mehr Infos finden Sie im Vergleichstest Die besten Farblaserdrucker.

Der Fotodruck ist jedoch ein Bereich, in dem Farblaserdrucker passen müssen. Hier hat der Tintenstrahldrucker weiter die Nase vorn. Denn nur er beherrscht den Randlosdruck und kann auch die Medien verarbeiten, die uns das Gefühl eines richtigen Fotos und nicht bloß eines Drucks geben. Im Vergleichstest Die besten Tintenstrahldrucker verschaffen Sie sich einen Überblick, was aktuelle Geräte leisten.

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