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Farblaserdrucker im Vergleichstest

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Farblaserdrucker im Vergleichstest  

Farblaserdrucker im Test

10.06.2011, 12:07 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Farblaserdrucker im Vergleichstest. Farblaserdrucker im Test. (Foto: pcwelt) (Quelle: pc-welt.de)

Farblaserdrucker im Test. (Foto: pcwelt) (Quelle: pc-welt.de)

Das Vorurteil, dass Farblaserdrucker für den Schreibtisch zu groß sind, stimmt nicht mehr. Denn die Hersteller haben es inzwischen geschafft, die Vierfarbdruckwerke so kompakt zu bauen, dass sich die Drucker durchaus zu Hause aufstellen lassen. Sie sind ideal, wenn neben einem hohen Seitenausstoß an Schwarzweiß-Textdruck auch gelegentlich mal Farbiges aufs Papier kommen soll. Erschwinglich sind die Farblaserdrucker auch geworden. Doch der Anschaffungspreis ist nicht allein entscheidend. Vielmehr klärt der Test, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten und welche Folgekosten jeweils auf Sie zukommen.

Farblaserdrucker im Vergleichstest: Geschwindigkeit

Wer sich einen Laserdrucker anschafft, will seine Ausdrucke schnell in Händen halten. Beim Schwarzweiß-Druck sind die Farbgeräte so fix wie ihre Schwarzweiß-Kollegen. Texte gaben der Oki C110 und der Epson Aculaser C1600 mit am schnellsten aus. Dass diese Geräte ähnlich abschnitten, ist kein Wunder. Denn in den Gehäusen stecken baugleiche Druckwerke von Konica Minolta. Sie arbeiten wie der HP Laserjet Pro CP1025nw und der Samsung CLP-325 mit Multi-Pass-Drucktechnik. Die übrigen Testkandidaten setzen auf das Single-Pass-Verfahren. Beim aufwendigeren Farbdruck kommt es neben der Drucktechnik aber vor allem darauf an, wie schnell der Drucker die Daten aufbereitet. So genannte GDI(Graphics Device Interface)-Geräte nutzen dazu den angeschlossenen Computer.

Alternativ verarbeiten Farblaserdrucker die Daten mit Hilfe der Druckersprachen PCL (Printer Command Language) oder PS (Postscript). Das geht insbesondere bei PS-Druckern und Farbdokumenten schon einmal zu Lasten der Geschwindigkeit, wie der Test zeigte.

Testsieger: Brother HL-3070CW

Die Ergebnisse des Farblaserdruckers in Geschwindigkeit, Druckqualität und Ausstattung fielen ordentlich aus. Abzüge handelte sich das Brother-Modell allerdings in den Seitenpreisen ein. Sie sind für einen Farblaserdrucker, der sogar in kleinen Arbeitsgruppen Dienst tun soll, zu hoch.

Preis-Leistungs-Sieger: Oki C110

Der größte Vorteil des Farblaserdruckers Oki C110 liegt in seinen kompakten Maßen. Für den heimischen Arbeitsplatz mag auch die reine Windows-Unterstützung des GDI-Druckers ausreichen. Zu bedenken sind allerdings die hohen Seitenkosten des Einstiegsdruckers.

Vergleichstest Farblaserdrucker: Qualität bei Farbe und Text

Die Stärke der Farblaserdrucker liegt in der Qualität des Textdrucks. Hier sind Unterschiede nur klar nachzuweisen, wenn man Hilfsmittel wie eine hoch auflösende Kamera nutzt. So lassen sich winzige Teilbereiche einer gedruckten Seite so stark vergrößern, dass Schwächen sichtbar werden. Im Test ist der HP Laserjet Pro CP1525nw dank scharfer Buchstaben aufgefallen. Dagegen platzierten etwa die Drucker Oki C110 und Samsung CLP-325 um die Buchstaben Tonerspritzer.

Leichter erkennbar waren Qualitätsunterschiede beim Schwarzweißdruck des Testfotos: Während der Samsung CLP-325 das Bild mit sichtbaren Streifen und zu viel Kontrast aufs Papier brachte, lieferten der HP Color Laserjet CP1215 und der Canon I-Sensys LBP5050n dank guter Graustufen und geringem Raster ansehnliche Druckergebnisse.

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Beim Farbdruck produzierten die Testkandidaten oft zu dunkle Farben. Das stört bei Ausdrucken von Präsentationen oder Internetseiten weniger. Fotos büßen dann aber leicht Details ein. Doch meist lassen sich die Farben in den Druckeinstellungen direkt im Treiber oder per Hilfsprogramm aufhellen. Bei den Geräten von Oki und Epson war ab Werk in den Treibern die "Farbverbesserung" aktiviert. Wurde die abgeschaltet, waren die Ausdrucke deutlich dunkler.

Eine weitere Hürde: Größere Farbflächen. Die Geräte Epson Aculaser C1600 und Oki C110 produzierten hier im Test Streifen oder kleine Flecken. Und die Papier-Transportwalzen des Samsung CLP-325 hinterließen sichtbare Spuren auf den Ausdrucken. Homogene Flächen gelangen dagegen den Druckern von Canon und HP. Letztere Farblaser erreichten zudem gute Ergebnisse in der Farbtreue.

Vergleichstest Farblaserdrucker: Folgekosten

Hartnäckig hält sich die Meinung, Laserdrucker seien im Unterhalt viel günstiger als Tintenstrahlgeräte. Im Test bestätigte sich das nicht. Bei den untersuchten Farblaserdruckern kostet die Schwarzweiß-Seite zwischen 3,0 und 5,2 Cent. Das ist absolut vergleichbar mit den reinen Schwarzweiß-Laserdruckern. Eine Farbseite kommt auf 12,6 bis 19,0 Cent. Solche Preise können Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte nicht selten unterbieten.

Bei Ersatz der Tonerkartuschen wird es teuer. Allerdings reicht gerade bei Farblaserdruckern weniger Farbdeckung oft aus. Mit der Einstellung „Tonersparmodus“ im Treiber lässt sich daher tatsächlich viel Geld sparen. Doch nicht jedes Gerät im Testfeld bringt diese Einstellung mit. HP etwa verzichtet bei den Modellen Color Laserjet CP1215 und Laserjet Pro CP1025nw darauf. Gute bis befriedigende Noten gab es für den Stromverbrauch. Allerdings zogen die Drucker HP Laserjet Pro CP1025nw und Samsung CLP-325 auch ausgeschaltet noch Strom. 0,4 beziehungsweise 0,6 Watt sind zwar nicht viel, aber unnötig. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzte der HP-Farblaserdrucker dagegen den Bestwert: Unter den gemessenen 2,0 Watt blieb kein anderes Testgerät.

Vergleichstest Farblaserdrucker: Betriebsgeräusch

Wenn der Farblaserdrucker auf dem Schreibtisch stehen muss, sollte er möglichst leise arbeiten. Die geräuschärmsten Drucker im Testfeld stammten von HP: Unter die gemessenen 10 Sone im Betrieb und 0,1 Sone im Ruhemodus der Modelle Color Laserjet CP1215 und Laserjet Pro CP1525nw kam kein Drucker. Als größter Lärmmacher erwies sich der Oki C110 in der Messkammer: Er produzierte im Betrieb 21 Sone, was sehr laut ist. Auch im Leerlauf kam er mit einem vernehmbaren Brummen nicht unter 2,0 Sone. Wie dämmend sich schon eine kleine Abdeckung der Papierzufuhr auswirkt, zeigt sich am Epson-Drucker im Testfeld. Eigentlich baugleich mit dem Oki-Gerät, senkte das kleine Bauteil das Betriebsgeräusch auf 14 Sone - eine merkliche Verbesserung.

Fazit Vergleichstest Farblaserdrucker

Die getesteten Farblaser sind fit für den Druckalltag. Bei Texten gab es wenig zu kritisieren. Der Farbdruck war solide, solange es sich nicht um Fotos handelte. Hier liefern Tintenstrahldrucker weiterhin eine bessere Qualität. Farblaser können zudem nicht randlos drucken oder mit Fotopapieren umgehen. Allerdings altert Toner nicht. Das ist von Vorteil, wenn Sie unregelmäßig drucken. Denn die Druckqualität bleibt konstant.

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