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3D-Drucker: Die Bratwurst zum Drucken

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Das Würstchen aus dem 3D-Drucker

17.08.2012, 13:56 Uhr | Yaw Awuku

3D-Drucker: Die Bratwurst zum Drucken. Kommen unsere Würstchen in Zukunft aus dem Drucker? (Quelle: imago)

Kommen unsere Würstchen in Zukunft aus dem Drucker? (Quelle: imago)

Das Familienunternehmen Modern Meadows will in Zukunft Fleisch und Leder aus dem Drucker verkaufen. Dazu entwickelt die US-Firma derzeit eine Biotinte aus im Labor gezüchteten Fleisch-Zellen. Laut den Herstellern sollen die Würstchen aus dem 3D-Drucker erhebliche Vorteile gegenüber Fleischprodukten von Tieren haben.

Damit die Würstchen aus dem Drucker nicht nur so aussehen wie echte, sondern ebenso schmecken, müsse allerdings noch die ideale Rezeptur für die Biotinte gefunden werden, erklären die Erfinder von Modern Meadows, Gabor und Andras Forcas. Dabei komme es auf das richtige Verhältnis von Muskel-, Fett- und Gewebezellen an. Dies solle über einen computergesteuerten 3D-Drucker geschehen, der bereits in der medizinischen Forschung zum Einsatz kommt. Sind die Zutaten erst einmal zusammengerührt, spucke der Drucker eine Hack-ähnliche Paste aus, die sich mit gelartigen Druckschablonen in Würstchen, Nuggets sowie Pasteten formen lassen soll. In einem Bioreaktor sollen die Muskelzellen des Kunstfleisches derart stimuliert werden, dass sie von natürlichem Fleisch kaum zu unterscheiden sind. Nach demselben Prinzip will Modern Meadows auch Lederwaren produzieren.

Fleischtinte erhält 280.000 Euro Förderung

Nach Aussage der Erfinder sind die Würstchen aus dem 3D-Drucker sehr viel ökologischer als die herkömmliche Fleischproduktion. "Es ist eine Katastrophe wie viel Ressourcen in einen Hamburger gesteckt werden", sagte Andras Forcas dem amerikanischen Technik-Magazin CNet. Zudem halte er Massentierhaltung für unethisch. Für ihr Projekt erhalten die Entwickler der Druckertinte nun bis zu 280.000 Euro finanzielle Unterstützung von der Thiel Foundation. "Modern Meadow kombiniert regenerative Medizin mit dem 3D-Druck, um sich eine wirtschaftliche und mitfühlende Lösung für ein globales Problem vorzustellen", lobte Lindsy Fishburn von der Thiel Foundation.

Organe aus dem 3D-Drucker

Gabor und Andras Forcas sind nicht neu in der Entwicklung besonderer 3D-Drucker. Als Gründer der Firm Organovo stellten sie einen der ersten Drucker her, der Gewebe aus menschlichen Zellen drucken kann. Das Gewebe dient zum Test von Medikamenten und soll in Zukunft auch zur Herstellung künstliche Organe genutzt werden. Modern Meadows sind jedoch die Ersten, die das als Tissue Engineering bezeichnete Verfahren auf die Nahrungsmittelindustrie anwenden.

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