01.10.2012, 14:31 Uhr | dpa
Ein Objekt der Technischen Universität Berlin aus dem 3D-Drucker. (Quelle: Ulrich Dahl/Technische Universität Berlin)
Einfache 3D-Drucker funktionieren wie eine vom Computer gesteuerte Heißklebepistole. Meist ist Kunststoff als langer, dünner Faden auf eine Spule gewickelt und wird in eine Heizdüse gezogen. Diese lässt den Kunststoff schmelzen und presst ihn in 0,25 Millimeter dünnen Schichten übereinander. So türmen sich die einzelnen Lagen nach und nach zu einem Objekt auf. Ein Kubikzentimeter kostet je nach Material zwischen 50 Cent und 10 Euro.
Voraussetzung für den 3D-Druck ist eine Computersoftware. Diese zerlegt ein digitales Modell in Schichten und schickt die Anweisungen an den Drucker. Diese Schichten ergeben übereinander gelegt das dreidimensionale Modell. Der Bauraum bestimmt dabei, wie groß ein Objekt werden kann – so wie viele herkömmliche Drucker nur im Standard-Format A4 drucken können.
Neben Kunststoff lassen sich auch Objekte aus Gips drucken. Dabei werden Pulverschichten übereinander angeordnet und dann mit einem Bindemittel verfestigt. Für industrielle Zwecke hat sich unter anderem das sogenannte Laser-Sinter-Verfahren durchgesetzt, bei dem ein Laser einzelne Kunststoff- oder Metallpartikel miteinander verschmilzt. Anschließend können die Objekte direkt verwendet oder durch Schleifen und Lackieren veredelt werden.
Digital-Reporter Robin Cumpl probiert es aus: Wie verträgt sich sein Drucker mit Alternativ-Tinte? zum Video
Quelle: dpa
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