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Externe 2,5-Zoll-Festplatten im Test

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Vergleichstest externe Festplatten  

Externe 2,5-Zoll-Festplatten

08.07.2008, 19:10 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Externe 2,5-Zoll-Festplatten im Test. Trend: Externe Festplatten mit E-SATA-Port (Foto: pcwelt)

Trend: Externe Festplatten mit E-SATA-Port (Foto: pcwelt)

Hier ein Film, dort die Fotos von der Digitalkamera. Dazu noch die Lieblingssongs. Und die beruflichen und privaten Unterlagen. Mit der Zeit landen jede Menge Daten auf der Festplatte Ihres Mobilrechners. Sie stößt schnell an ihre Grenzen. Wichtiger noch: Es ist einfach zu unsicher, sich nur auf die Rechnerplatte zu verlassen. Ein sicheres Backup-Medium muss her. Eine unkomplizierte Lösung findet sich in einer externen Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Sie ist klein, lässt sich deshalb ohne weiteres mitnehmen und bietet inzwischen reichlich Speicherplatz.

Mehr als nur der Preis pro GB

Die Frage, wie viel Sie pro GB bezahlen müssen, ist durchaus wichtig, jedoch nicht allein ausschlaggebend für die Modellwahl einer externen Platte. Vielmehr zählt auch die mitgelieferte Software. Hier gibt es eklatante Unterschiede, wie unsere Testkandidaten zeigen. Während die Platte Conceptronic Grab'n'Go 250 GB etwa ganz auf beigelegte Tools verzichtet, erhalten Sie bei den Modellen Western Digital My Passport Essential, Fujitsu Handy Drive oder Freecom ToughDrive Custom Software zur Datensynchronisation, für den Passwort-Schutz oder zur Datensicherung mitgeliefert.

Schnittstellentrend: E-SATA

Auf die gebotenen Anschlüsse sollten Sie achten. Wem USB in jedem Fall ausreicht, der kann sich beruhigt zurücklehnen. Diese Schnittstelle ist stets vorhanden. Interessanter wird es, wenn Sie ein Notebook besitzen, das bereits mit E-SATA-Port ausgestattet ist. Passend dazu beginnen jetzt Festplattenhersteller, selbst die 2,5-Zoll-Varianten der externen Laufwerke mit dem schnellen Anschluss auszustatten. Bisher war E-SATA (wenn überhaupt) an den 3,5-Zoll-Varianten zu finden. E-SATA (External Serial ATA) ist die nach außen geführte SATA-Schnittstelle. Sie überträgt Daten ohne Umweg über Übersetzungsprotokolle und daher verlustfrei. Das verspricht einen hohen Tempogewinn, den unser Test auch bestätigte.

Beispiel Conceptronic Grab'n'Go 250 GB: Die Platte erreichte am E-SATA-Port mit maximal 61,36 MB/s sowohl im Lesen als auch im Schreiben nahezu doppelt so hohe Werte wie über den USB-Anschluss. Hier waren es maximal 33,14 MB/s im Lesen und 29,53 MB/s im Schreiben. Zudem muss die Entscheidung für die flotte Schnittstelle nicht automatisch mit einem hohen Anschaffungspreis erkauft werden. Wiederum lässt sich das am Modell von Conceptronic darstellen. Es kommt auf 39 Cent im Preis pro GB und ist damit vergleichsweise günstig.

Wie viele USB-Ports belegt die Platte?

Den Umgang mit dem USB-Port handhaben die Hersteller nicht einheitlich. So kommt etwa Western Digital bei der My Passport Essential mit einem Port aus. Fujitsus Handy Drive hingegen belegt zwei Schnittstellen am Rechner, die sich die Aufgaben von Datenübertragung und Stromversorgung teilen. Bei Conceptronic wiederum übernimmt der USB-Port die Stromversorgung, wenn das Gerät via E-SATA angesteuert wird.

Geringe Lautstärke

Die Geräuschentwicklung bei externen Festplatten des 2,5-Zoll-Bereichs ist kein ausschlaggebendes Kriterium bei der Modellwahl. Unsere Tests bestätigten vielmehr, dass die Geräte durch die Bank sehr leise arbeiten. Sie werden selbst bei starker Beanspruchung nicht wirklich lauter. Im Einsatz am Notebook liegt das Betriebsgeräusch sicher unter dem des Rechners und wird so nicht als störend empfunden werden.

Passive Kühlung

Externe 2,5-Zoll-Platten sind passiv gekühlt. Sie haben keine Lüfter, die für die Kühlung sorgen. Die interne Platte ist vielmehr fest mit dem Gehäuse verbunden und nutzt die Gehäuseoberfläche zum Ableiten der Wärme. Deshalb empfiehlt sich ein Gehäuse aus Metall, während Plastik schon aufgrund des Materialtyps weniger gut zur Wärmeableitung geeignet ist. Temperaturmessungen im Geräteinneren sind wegen des festen Zusammenschlusses zwischen interner Platte und Gehäuse nicht möglich, ohne den Verbund aufzubrechen. In unseren Tests haben wir uns darauf beschränkt, die Temperatur zwischen Tischplatte und Gerät zu messen. Die Werte lagen zwischen 34,4 Grad Celsius beim Vertreter von Fujitsu und 38,9 Grad Celsius beim Freecom-Modell. Kein Grund zur Besorgnis. Trotzdem empiehlt sich im täglichen Umgang, die Umgebungstemperatur zu beachten. Hier gilt: Je kühler desto besser für die Datensicherheit.

Die Plätze 1 bis 4 der externen 2,5-Zoll-Platten

Platz 1: Conceptronic Grab'n'Go 250 GB


Das externe 2,5-Zoll-Laufwerk bietet neben dem üblichen USB-Anschluss noch eine E-SATA-Schnittstelle. Damit repräsentiert es den Trend, vermehrt den schnellen Port auch im 2,5-Zoll-Bereich zu nutzen. Der Tempogewinn bestätigte sich im Test. Das ist das Plus der Platte. Als Manko haben wir empfunden, dass keine zusätzlichen Programme im Lieferumfang enthalten waren. Dafür ist der Preis pro GB mit 39 Cent jedoch günstig.

Platz 2: Western Digital My Passport Essential


Ein 2,5-Zoll-Modell für Liebhaber von Laufwerken mit modischem Touch. Mehrere Farbvarianten sind wählbar. Über den Mini-USB-Anschluss läuft sowohl der Datentransfer als auch die Stromversorgung. Trotzdem erreichte die Platte in den Testläufen gute Transferraten und eine flotte mittlere Zugriffszeit. Der Hersteller legt mit WD Sync und WD Encrypt hauseigene Tools bei. Insgesamt eine solide Gesamtleistung, die sich Western Digital allerdings mit 47 Cent pro GB stattlich bezahlen lässt.

Platz 3: Fujitsu Handy Drive


Das Laufwerk belegt zwei USB-Schnittstellen am Rechner. Sie teilen sich die Arbeit der Datenübertragung und der Stromversorgung. In den Transferraten erreichte das Fujitsu-Modell ordentliche Ergebnisse. Verglichen mit den anderen 2,5-Zoll-Platten des Tests fiel die mittlere Zugriffszeit gemächlich aus. Neben einer Schutztasche findet sich das Programm Password Lock Tool 2.2 im Lieferumfang. Mit 48 Cent pro GB rangiert die Platte preislich im oberen Mittelfeld.

Platz 4: Freecom Tough Drive Custom


Vor Stößen ist das Laufwerk durch eine Hülle aus Silikon geschützt. Zusätzlich setzt Freecom einen internen Schutz ein, dank dessen der 2,5-Zöller Abstürze aus bis zu zwei Metern Höhe schadlos überstehen soll. Ein Mini-USB-Anschluss übernimmt sowohl Datentransfer als auch Stromversorgung. An den Ergebnissen in den Transferraten und der mittleren Zugriffszeit gab es wenig auszusetzen. Trotz dem mitgelieferten Sicherungsprogramm NTI Shadows ist das Laufwerk mit 87 Cent pro GB jedoch teuer.

Fazit: Externe 2,5-Zoll-Platten nicht als einziges Backup

Externe 2,5-Zoll-Laufwerke sind handlich und finden in jeder Notebook-Tasche noch ein Plätzchen. Das macht sie zu idealen Begleitern für unterwegs. Trotzdem sollten Sie sich nicht ausschließlich auf die Laufwerke als einzige Backup-Lösung verlassen. Gerade die Tatsache, dass die 2,5-Zoll-Modelle ohne extra Kühlung auskommen müssen, machen sie abhängig von der gerade herrschenden Umgebungstemperatur. Sie können ihnen deshalb zwar Ihre Urlaubsfotos, wichtige Dokumente und auch Ihre Lieblingslieder temporär anvertrauen, aber eben nicht permanent.

Alternative

Dazu bieten sich umgekehrt jedoch die größeren 3,5-Zoll-Pendants an. Sie sind zudem im Schnitt deutlich günstiger im Preis pro GB. So können Sie bereits Modelle mit 500 GB Kapazität finden, die Sie gerade einmal 19 Cent pro GB kosten. Damit nicht genug: Wem USB und E-SATA als Schnittstellentypen nicht ausreichen, findet im 3,5-Zoll-Bereich zudem Firewire - sowohl 400 als auch 800 - im Angebot.

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