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PC-Hardware vor Hitzeschäden bewahren

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PC-Hardware vor Hitze-Schäden schützen

| Sascha Plischke

PC-Hardware vor Hitzeschäden bewahren. Falsche Belüftung: Hitzestau im Computer kann zu Schäden an der Hardware führen.

(Quelle: T-Online.de)

 

Pralle Sonne und Temperaturen von bis 39 Grad – Deutschland erlebt eine Hitzewelle. Doch zu viel Hitze kann schaden, Menschen wie auch moderner Computertechnik. Ist der Arbeitsplatz- oder der Heim-Computer nicht einigermaßen vor Sonne und Hitze geschützt, drohen durch die fehlende Luftkühlung spontane Abstürze, Datenverlust und sogar irreparable Hardware-Schäden. Wir zeigen, wo genau die Gefahren lauern und wie sich der PC gegen den Hitzschlag schützen lässt.

Jeder kennt das Phänomen: Bei hohen Außentemperaturen gönnt sich auch der PC gerne eine Pause. Die Leistung des Computers lässt nach, Anwendungen und Spiele laufen nur noch zäh und auch gelegentliche Abstürze können vorkommen. Das liegt daran, dass die sensible Elektronik von Hauptplatine und Prozessor nur schwer mit zu hohen Temperaturen umgehen kann. Wer dann mit allen Mitteln seinen Computer trotzdem zu Höchstleistungen treiben will, riskiert dauerhafte Schäden an seiner Hardware: von einer durch geschmorten CPU bis hin zu qualmenden Festplatten. Doch keine Panik – mit einigen wenigen Tipps und Tricks können Sie den Hardware-GAU verhindern.

Werden Sie zum Kabelbändiger

Ein Blick ins Innenleben eines Desktop-PC zeigt die erste Gefahr: Eigentlich soll der Gehäuselüfter am Netzteil verhindern, dass es zum Hitzestau kommt. Er schaufelt die erhitzte Luft aus dem Computer. Moderne Lüfter passen dabei sogar ihre Drehzahl der Umgebungstemperatur an. Doch in erschreckend vielen PC stören schlampig verlegte Flachbandkabel den Lüftungsstrom. So bilden sich Hitzenester an besonders sensiblen Teilen – und das verträgt keine Elektronik wirklich gut. Deshalb: Kabel sollten mit Kabelbindern gebändigt werden und viel freien Raum für die Luftzirkulation lassen. Alternativ lassen sich die breiten IDE-Kabel von Festplatten und DVD-Laufwerken durch schlanke, runde Exemplare ersetzen.

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Clever den PC belüften

In normalen Computern reicht diese Maßnahme oft schon aus, um die Gefahr des Hitzestaus abzuwenden. Besonders beanspruchte PC benötigen jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit: Hier arbeiten oft Hochleistungs-Grafikkarten oder gleich mehrere große Festplatten, die besonders viel Abwärme erzeugen – der Gehäuselüfter kann da schon bei normalen Temperaturen nur noch schwer für eine ordentliche Kühlung sorgen. Abhilfe schafft ein zweiter Lüfter im Gehäuse. Der führt die kühlere Umgebungsluft ins Innere des PC, der Netzteillüfter bläst die entstehende Betriebswärme nach außen. Durch diesen Saug-Effekt wird die Abwärme problemlos aus dem Gehäuse entfernt. Nachteil: Der zweite Lüfter macht den Computer deutlich lauter.

Notebook-Belüftung nicht verdecken

Die Lüftungsschlitze eines Notebooks sind klein und sollten bei der Hitze keinesfalls verdeckt werden. Das passiert schnell, wenn das Notebook nicht stabil auf einer Tischplatte steht, sondern zum Beispiel auf Polstern oder Decken abgelegt wird. Dann können die kleinen Lüfter die Hitze nicht abführen.

Klappe zu für den Computer

Auch ein offenes Gehäuse kann Gift für den Tower-PC sein. Wer glaubt, so dem Computer mehr Luft zuzuführen, irrt gewaltig. Die eingebauten Lüfter sind so im Gehäuse angeordnet, dass ein ausgeklügeltes Strömungsbild entsteht, welches die Abwärme optimal abführt. Bei offenem Gehäuse funktioniert dieser geplante Luftstrom nicht mehr. Es entstehen Verwirbelungen und Hitzenester, die die Lüfter nun nicht mehr beseitigen können. So kommt es zu punktueller Überhitzung, die dann lokal Bauteile beschädigen kann.

Raumplanung für die Hardware

Wer viele besonders starke Hitzequellen im Computer hat, sollte zusätzlich die Anordnung der Hardware im Gehäuse sorgfältig planen. Größte Wärmequelle im PC nach dem Prozessor ist die Grafikkarte. Das gilt auch für Hochleistungs-Notebooks. High-End-Grafikchips für Spiele sorgen für brütende Temperaturen. Im Tower sollten Sie Ihrer Grafikkarte viel Raum geben und keine Erweiterungskarten in den direkten Nachbarslot stecken. Egal ob die Karte aktiv mit einem Lüfter oder passiv per Kühlkörper gekühlt wird, nur viel Platz sorgt für die richtige Luftzirkulation. Auch bei den Laufwerken gilt: Mehr Platz sorgt für bessere Kühlung. Festplatten sollten nicht direkt übereinander im Gehäuse liegen, und auch optische Laufwerke benötigen einen gebührenden Abstand.

Dem PC eine Pause gönnen

Wenn all das nicht mehr hilft und die Hitze in der Wohnung einfach zu groß ist, gibt es nur noch einen Ausweg. Gönnen Sie Ihrem Computer einfach einmal eine Pause. Für das Innere eines PC-Gehäuses nennen die Prozessor-Hersteller AMD und Intel 40 Grad als maximal zulässige Lufttemperatur. Spätestens, wenn im Zimmer diese Marke erreicht ist, bleibt auch Computer-Besitzern nur der Druck auf den Netzschalter. Sind die Temperaturen nicht ganz so extrem, reicht auch schon eine Pause für einige Komponenten völlig aus. So sollten Sie an heißen Tagen Ihr DVD-Laufwerk einfach ruhen lassen.

 
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