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3,5-Zoll-Platten für den 24-Stunden-Einsatz

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Vergleichstest Festplatten  

3,5-Zoll-Platten für den 24-Stunden-Einsatz

14.08.2008, 21:01 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

. 24 Stunden, sieben Tage: 3,5-Zoll-Platten für den Dauerbetrieb im Vergleichstest (Foto: pcwelt)

24 Stunden, sieben Tage: 3,5-Zoll-Platten für den Dauerbetrieb im Vergleichstest (Foto: pcwelt)

Interne 3,5-Zoll-Festplatten, die der Hersteller für den 24-Stunden-Dauerbetrieb freigibt, sind etwas teurer als vergleichbare Standard-Laufwerke. Der Preisaufschlag ist nachvollziehbar. So muss beispielsweise die Mechanik robuster ausgelegt sein, was sich in einer besseren Qualität und engeren Fertigungstoleranzen der Verschließteile niederschlägt. Zudem ist der Aufwand, den die Festplatten-Hersteller der Evaluierung und bei Belastungstests betreiben müssen, deutlich größer und damit auch kostspieliger. Hinzu kommt, das interne 3,5-Zoll-Festplatten, die für den 24-Stunden-Dauerbetrieb freigegeben sind, auch einer höheren thermischen Belastung ausgesetzt sind. Auch hier muss der Hersteller einen größeren Aufwand betreiben, um sicherzustellen, das die Laufwerke trotz permanenter Belastung nicht zu heiß laufen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen internen 3,5-Zoll-Festplatten treten bei den Dauerläufern andere Kaufkriterien als Gigabyte-Preis und Geschwindigkeit in den Vordergrund. An erster Stelle steht sicherlich die Garantiezeit. In der Regel gewähren die Festplatten-Hersteller volle fünf Jahre für ihre Ausdauerathleten - sind es weniger, sollten Sie misstrauisch sein. Hier können wir schon einmal Entwarnung geben: Bei allen von uns getesteten interne 3,5-Zoll-Festplatten, die für den 24-Stunden-Dauerbetrieb freigegeben sind, spendiert der Hersteller volle fünf Jahre Garantie.

Ebenfalls aufschlussreich ist die Mean Time Between Failures (MTBF), also die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen. Bei Standard-Laufwerken liegt die MTBF in der Regel bei 600.000 Stunden. Interne 3,5-Zoll-Festplatten für den 24-Stunden-Dauerbetrieb sollten eine mindestens doppelt so lange MTBF aufweisen. Mit 1,4 Millionen Stunden die längste MTBF besitzt die Western Digital Velociraptor WD3000GLFS. Alle restlichen Ausdauerathleten im Test erfüllen die Minimalanforderung von 1,2 Millionen Stunden.

Spezielle Einsatzgebiete

Wollen Sie die Platte in einem Wohnzimmer-PC verbauen, müssen Sie zusätzlich noch die Betriebslautstärke im Auge behalten - röhrende Laufwerke trüben den Film- und Musikgenuß in der guten Stube. Leise Festplatten sollten idealerweise nicht mit mehr als 23 dB(A) beziehungsweise 0,5 Sone arbeiten. Diese Vorgabe erfüllt beispielsweise die Hitachi Deskstar P7K500 HDP725050GLA360: Bei eingeschaltetem automatischen Akustik-Management (AAM) kam das 500-GB-Laufwerk auf 22,9 dB(A) respektive 0,5 Sone. Eingeschränkt empfehlenswert für den Einsatz im Wohnzimmer ist die Samsung Spinpoint F1 RAID HE103UJ. Unter Volllast lag der Lärmpegel des 1000-GB-Modells bei 26,8 dB(A) beziehungsweise 0,9 Sone, mit aktiviertem AAM sank das Betriebsgeräusch spürbar auf akzeptable 25,8 dB(A) respektive 0,8 Sone.

Die Western Digital Velociraptor WD3000GLFS fällt hingegen durchs Raster. Im Betrieb lärmte das 300-GB-Laufwerk mit 33,5 dB(A) beziehungsweise 1,4 Sone vor sich hin - in der Praxis macht sich das in der Regel selbst für unempfindliche Ohren störend bemerkbar. Auch die Aktivierung des AAM konnte das Betriebsgeräusch nur unwesentlich auf 32,5 dB(A) respektive 1,2 Sone reduzieren. Das ist immer noch zu viel fürs Wohnzimmer. Gleiches gilt auch für die Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330: Unter Volllast arbeitete das 1000-GB-Laufwerk mit 30,5 dB(A) beziehungsweise 1,4 Sone. Und auch wenn die A7K1000 das Betriebsgeräusch mit aktiviertem AAM noch auf 27,9 dB(A) drücken konnte, ist die Hitachi-Festplatte trotzdem zu laut für die gute Stube.

Mehrere Laufwerke im Einsatz: Wenn Sie mehrere Festplatten in einem Raid-Verbund koppeln wollen, empfiehlt sich ein Laufwerk, das Techniken zur Vibrationsdämpfung beherrscht. Hintergrund: Festplatten mit rotierenden Magnetscheiben erzeugen im Betrieb Schwingungen. Sind mehrer Laufwerke in einem Laufwerkskäfig aufgehängt, können sich die Vibrationen der einzelnen Festplatten im ungünstigsten Fall aufsummieren. Dann muss die Laufwerksmechanik häufiger den Abstand zwischen die Schreib-Leseköpfen und den Datenscheiben nachjustieren, um die optimale Signalstärke zu erzielen. Ständige Korrekturbewegungen wirken sich aber negativ auf die Transferraten und Zugriffszeiten aus, kosten also Tempo.

Drei von uns getestete Laufwerke unterstützen die Vibrationsdämpfung: Dank der Funktionen Intelligent compensation of external disturbance sowie des Rotational vibration sensor eignet sich die Samsung Spinpoint F1 RAID HE103UJ für Festplattenverbunde. Ebenfalls empfehlenswert für den Raid-Betrieb ist die Western Digital Velociraptor WD3000GLFS dank der Technik Rotary Acceleration Feed Forward (RAFF). Außerdem eignet sich die Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 besonders gut für den parallelen Betrieb mehrerer Festplatten. Dazu unterstützt das Ultrastar-Modell zwei besondere Techniken namens Rotational Vibration Safeguard (RVS) und Self Protection Throttling-Technologie (SPT).

Unsere Empfehlungen

Spartipp
Mit dem günstigsten Gigabyte-Preis unter den internen 3,5-Zoll-Festplatten für den 24-Stunden-Dauerbetrieb kann die Hitachi Deskstar P7K500 HDP725050GLA360 aufwarten: 11 Cent. Aufgrund der Laufruhe ist das 500-GB-Modell auch ideal für Wohnzimmer-PCs.

Tempotipp
Die mit Abstand höchsten Datenraten und kürzesten Zugriffszeiten bietet die Western Digital Velociraptor WD3000GLFS. Allerdings ist das Laufwerk mit 77 Cent pro Gigabyte extrem teuer und sehr laut, bietet dafür aber ausgefeilte Techniken zur Vibrationsdämpfung für Festplattenverbunde. Aufgrund der extremen Eigenschaften eignet sich das 300-GB-Laufwerk für leistungsstarke Raid-Verbunde in Daten- oder Medien-Server. Der Server sollte dann aber in einem Raum stehen, wo sich das lärmende Betriebsgeräusch nicht störend bemerkbar macht.

Allround-Tipp
Den besten Kompromiss aus Geschwindigkeit, Laufruhe, Funktionsumfang und Preis offeriert Samsung mit der Spinpoint F1 RAID HE103UJ. Das aktuell viertschnellste Laufwerk im Test arbeitet mit noch akzeptablem Geräuschpegel und kostet pro Gigabyte 16 Cent. Aufgrund der Techniken zur Vibrationsminimierung eignet sich die Terabyte-Festplatte auch für hochkapazitive Laufwerksverbunde in Medien-Servern mit umfangreichen Musik- und Filmsammlungen.

Platz 4
Die Hitachi Ultrastar A7K1000 HUA721010KLA330 ist kein schlechtes Laufwerk. Das Problem des Ultrastar-Modells liegt aber im starken Konkurrenzumfeld, das einfach mehr fürs Geld bietet. Bei der Ultrastar A7K1000 kostet das Gigabyte teure 22 Cent. Besonders schnell war die 1000-GB-Festplatte auch nicht, aktuell rangiert sie in der Tempowertung auf Platz 10. Und als Leisetreter fürs Wohnzimmer konnte sich das Ultrastar-Modell auch nicht hervortun.

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