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TFT-Monitore mit LED-Beleuchtung

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Vergleichstest LCD-Displays  

TFT-Monitore mit LED-Beleuchtung

18.02.2009, 15:39 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

.  (Foto: pcwelt)

(Foto: pcwelt)

Bei der LED-Hintergrundbeleuchtung muss man grundsätzlich zwei Verfahren unterscheiden: Das weiße Licht für die Hintergrundbeleuchtung kann entweder durch reinweiße LEDs erzeugt werden oder man verwendet drei verschiedene LEDs in den Farben Rot, Grün und Blau und mischt daraus den Weißpunkt zusammen. Letzteres Verfahren ist technisch wesentlich aufwendiger, liefert aber deutlich bessere Ergebnisse, besonders beim Farbumfang.

Die derzeit auf dem Markt befindlichen LED-Displays arbeiten fast alle mit den preisgünstigen weißen LEDs. Der Weißpunkt ist hier genauso festgelegt, wie bei herkömmlichen Monitoren. Will man den Weißpunkt ändern, geht das nur über die Look-Up-Table der Grafikkarte, was einen Dynamikverlust also einen geringeren Farbumfang zur Folge hat.

Großer Farbraum durch RGB-LEDs

In unserem Test verfügt lediglich der teuerste Vertreter, der Samsung Syncmaster XL24 über dreifarbige LEDs. Er ist auch der einzige der sich per Hardware kalibrieren lässt. Der Weißpunkt des Monitors wird dadurch direkt durch das Mischverhältnis der drei LED-Farben eingestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Beim Farbumfang liegt der Samsung-Monitor deutlich vor allen anderen TFT-Diplays. In dieser Disziplin liegen die beiden preisgünstigen 22-Zoll-Modelle Acer AL2216WL und Viewsonic VLED221WM hinter dem Samsung auf den folgenden Plätzen.

LEDs bieten gleichmäßige Ausleuchtung des Bildschirms

Einen klar sichtbaren und messbaren Vorteil bringen LEDs bei der Homogenität, also der möglichst gleichmäßigen Ausleuchtung des gesamten Bildschirms. Alle getesteten Modelle liegen hier teilweise erheblich besser als Modelle mit Leuchtstoffröhren.

Stromverbrauch

Stromfresser Nummer Eins bei LCD-Bildschirmen ist die Hintergrundbeleuchtung. LED-Modelle sollten hier mit wesentlich weniger Strom auskommen als Modelle mit Leuchtstoffröhren. Doch das Ergebnis ist uneinheitlich. Vorbildlich verhält sich etwa der Eizo EV2411-WH, der speziell für den Strom sparenden Betrieb entwickelt wurde. Selbst bei voll aufgedrehter Helligkeit benötigt der Monitor nur 35 Watt. Ein Rekordwert in der 24-Zoll-Klasse. Zudem hat Eizo das Display mit einem Helligkeitssensor ausgestattet. Wird das Umgebungslicht dunkler, reduziert der Monitor die Lichtleistung automatisch und braucht dann noch weniger Strom. Ein Balkendiagramm gibt in der rechten unteren Ecke des Monitors Auskunft über den momentanen Stromverbrauch. Der Sensor lässt sich auch deaktivieren, wenn man mit konstanter Helligkeit arbeiten will.

Die besten LED-TFT-Displays

Platz 1: Samsung Syncmaster XL24
Der 24-Zöller ist ein Monitor für Profis. Durch sein PVA-Panel und die RGB-LED-Hintergrundbeleuchtung liefert das TFT-Display eine hervorragende Bildqualität. Die aufwendige Technik hat aber ihren Preis: Der Bildschirm kostet über 1500 Euro.

Platz 2: Eizo EV2411-WH
Der Monitor mit 24-Zoll-Panel überzeugte durch ein kräftiges und homogenes Bild. Ein Sensor passt die Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht an. Der Stromverbrauch ist dank der LED-Hintergrundbeleuchtung sehr niedrig.
Ausführlicher Testbericht zum Eizo EV2411-WH

Platz 3: Lenovo L2440X
Guter 24-Zöller für den Arbeitsplatz: Der Monitor lässt sich in der Höhe verstellen und bietet eine Pivot-Funktion. Das TFT-Display zeigte im Test ein homogenes und helles Bild. Der Strombedarf im Betrieb lag dank der LED-Beleuchtung bei niedrigen 43 Watt.

Platz 4: Viewsonic VLED221WM
Durch seine LED-Hintergrundbeleuchtung zeigte der 22-Zoll-TFT im Test ein homogenes Bild mit guter Helligkeit und kräftigen Farben. Der Stromverbrauch war recht gering. Die kurzen Reaktionszeiten kommen unter anderem einer guten Videodarstellung zugute.

Platz 5: Acer AL2216WL
Preiswertes TFT-Display mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung für unter 300 Euro. Das gleichmäßig ausgeleuchtete Bild hatte eine ausreichende Helligkeit mit gutem Kontrast. Der Strombedarf hielt sich mit knapp über 40 Watt in Grenzen.

Fazit

Eine LED-Hintergrundbeleuchtung allein ist noch kein Garant für bessere Bildqualität und niedrigen Stromverbrauch. Letztlich zählen nach wie vor die technische Umsetzung und der subjektive optische Eindruck. Vorteile bringen die LED-Modelle nur in der Homogenität. Einen niedrigeren Stromverbrauch gegenüber den TFT-Displays mit herkömmlicher Beleuchtung bieten viele aber nicht alle aktuellen TFT-Monitore mit LED-Hintergrundbeleuchtung.

Kauftipp für Einsteiger

Wenn 22 Zoll Bilddiagonale ausreichen, bekommt man mit dem Acer AL2216WL einen echten Preisbrecher. Für Büroanwendungen und zu Hause liefert der Monitor eine gute Leistung. Wer mehr will, sollte sich den Eizo EV2411WH anschauen. Er spielt seine Vorteile besonders im niedrigen Stromverbrauch aus.

Kauftipp für Profis

Der Samsung Syncmaster XL24 ist in fast allen Bereichen eine Klasse für sich. Besonders professionellen Anwendern etwa aus der Druckvorstufe sei dieser Monitor ans Herz gelegt.

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