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Digital fernsehen am Computer empfangen

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Digital fernsehen mit dem PC - so geht's

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Digital fernsehen mit dem PC - so geht's. Digital-TV am PC empfangen - diese Hardware und Software brauchen Sie. (Foto: stock.xchng)

Digital-TV am PC empfangen - diese Hardware und Software brauchen Sie. (Foto: stock.xchng)

Digitalfernsehen am PC kann ein echtes Vergnügen sein. Mit der richtigen Ausstattung verwandeln Sie den heimischen Computer in ein Multimedia-Talent, das kostspieligen Geräten aus dem Elektronikmarkt in nichts nachsteht. Das Beste daran: Die Hardware für das Fernsehvergnügen muss nicht teuer sein.

Egal, ob Sie einfach nur fernsehen oder Ihren Heimrechner in einen digitalen Videorekorder verwandeln möchten – mit den richtigen Komponenten ist beinahe alles möglich. Doch Vokabeln wie DVB und High Definition sorgen für Verwirrung. Vielen ist ein Rätsel, welche Hardware für welchen Verwendungszweck notwendig ist. Wir zeigen Ihnen, welche Komponenten Sie benötigen, und wie Sie mit Ihrem PC jede High-End-Anlage locker ausstechen. Dazu empfehlen wir Software für den optimalen Digital-TV-Empfang am PC.

DVB-Wirrwarr aufgelöst

Wichtigster Schritt ist die Überprüfung des heimischen TV-Anschlusses. Die drei bekannten analogen Empfangstechniken über Hausantenne, Kabel oder Satellit sind mittlerweile auch als digitaler Standard Digital Video Broadcasting (DVB) verfügbar. Das Kürzel -C steht dabei für den Empfang über Kabel, -S und -S2 für Satellitenempfang und -T für den terrestrischen Empfang digitaler Fernsehsignale. Analoge Signale werden nur noch in wenigen Gebieten über Antenne ausgestrahlt.

Digital fernsehen: die richtige Entscheidung

Die Auswahl der drei Formate hängt unter anderem von den eigenen Ansprüchen ab. Bei vorhandener Satellitenanlage liegt DVB-S nahe. Hier wird auch die höchste Bildqualität und Programmvielfalt geboten, besitzt die Antenne jedoch keinen digitalen Empfangskopf, muss ein Digital-LNB nachgerüstet werden. DVB-C bietet sich bei vorhandenem Kabelanschluss an, für die Nutzung muss aber der Digitalempfang vom Kabelnetzbetreiber gegen monatliche Gebühren nachgebucht werden. Weitere Vorteile: Nur über DVB-S und -C werden auch Sendungen in HD-Qualität ausgestrahlt.

Digital fernsehen: Vor- und Nachteile von DVB-T

DVB-T ist beim Umstieg von Analog- auf Digitalfernsehen die wohl günstigste Alternative. Mit einer Dachantenne gestaltet sich hier der Wechsel besonders einfach. Die Qualität von DVB-T ist jedoch gegenüber den anderen Standards schlechter, auch eine HDTV-Ausstrahlung ist in Deutschland derzeit nicht geplant. Hochauflösendes Fernsehen gibt es über Satellit oder Kabel, entsprechend brauchen Sie eine DVB-S2- oder DVB-C-Karte für den PC samt entsprechenden Anschluss. Wichtig: Für den TV-Empfang am PC ist kein High-End-Computer nötig. Die Rechenarbeit übernimmt die spezielle TV-Hardware. Nur für den HDTV-Genuss sollte der PC über einen Doppelkern-Prozessor, mindestens 1 GB Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit HDMI-Ausgang verfügen.

Zentrale Komponente für jede Aufrüstung zum Fernseh-PC ist der Digital-TV-Tuner. Die Komponenten gibt es sowohl zum internen Einbau als PCI-Karte oder für den mobilen Einsatz als USB-Stick. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wer lieber seine USB-Anschlüsse frei halten möchte, wird sich für eine interne Lösung entscheiden. Wem das Aufschrauben des Computers zu viel Aufwand ist, oder wer den TV-Tuner an mehreren PCs verwenden will, der sollte sich für eine USB-Lösung entscheiden.

Lösungen für jeden Geldbeutel

Sowohl USB-TV-Tuner als auch interne DVB-T-Karten kosten im Schnitt zwischen 60 und 100 Euro. Daneben gibt es auch Hybrid-Tuner-Karten und USB-Sticks, die außer dem digitalen auch das alte analoge Signal empfangen und verarbeiten können. Die unterschiedlichen Preise der Karten haben ihren Grund in der Ausstattung der Tuner. Ein günstigeres Modell wird in der Regel ohne Fernbedienung und mit weniger umfangreichem Software-Paket geliefert. Wichtig: Wer den PC als Rundfunkempfänger nutzt, muss diesen bei der GEZ anmelden. Allerdings kostet das sogenannte "neuartige" Rundfunkgerät nur dann, wenn in dem Haushalt noch kein TV-Gerät angemeldet ist.

Besserer DVB-T-Empfang mit Diversity

Wer mehr als nur gelegentlich mit dem PC Digitalfernsehen empfangen will oder den Rechner gar als digitalen Videorekorder einsetzen will, sollte sich für ein etwas teureres Modell entscheiden. Verglichen mit einem Festplattenrekorder sind Preise um 100 Euro dabei immer noch ein echtes Schnäppchen. Wichtig für DVB-T-Sticks: Die Diversity-Technologie sorgt für besseren Empfang. Dabei verfügt der Stick über zwei Tuner und Antennen, die zusammengeschaltet werden und so das Eingangssignal auch an problematischen Empfangsorten verstärkt.

Festplatten-Größe bei Videorekorder beachten

Mit einem TV-Tuner ist der PC bereits empfangsbereit für Fernsehsignale. Wer jedoch mehr als nur Fernsehen will, sollte über zusätzliche Hardware nachdenken. Für den Betrieb des Computers als Festplattenrekorder ist eine relativ große Festplatte sinnvoll. 250 Gigabyte oder mehr sollte es dabei schon sein. Ist der Speicher kleiner, empfiehlt sich ein Upgrade - auch möglich in Form einer externen Festplatte.

High-Definition am PC

Wer die höchste Qualität der Fernsehunterhaltung am PC genießen möchte, muss hingegen noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Zunächst muss der TV-Tuner ausdrücklich HD-Signale unterstützen. High-Definition-Fernsehen, wie es von einigen Sendern mittlerweile ausgestrahlt wird, erfordert darüber hinaus einen Monitor mit entsprechender Auflösung sowie eine Grafikkarte mit dem passenden Bildausgang. Dabei reicht für den bisher üblichen HD-Standard 720p mit der Auflösung von 1280 auf 720 Pixel ein herkömmlicher Monitor ab 19 Zoll gerade aus. Für den Full-HD Standard, in dem auch die Filme auf Blu-ray-Discs gespeichert sind, benötigen Sie hingegen einen Monitor, der die relativ hohe Auflösung von 1920 auf 1080 Pixel bewältigen kann. Solche Geräte finden Sie hauptsächlich in Größeklassen ab 22 Zoll.

Die meisten TV-Karten - sei es für den PCI- oder USB-Anschluss - werden mit einer passenden Software geliefert. Diese reicht in den meisten Fällen aus, ist aber nicht immer fehlerfrei. Nutzer bemängeln bei manchen Herstellern häufige Programmabstürze.

Freeware-Tools für Digitalfernseh-Genuss

Daher haben freie Entwickler auch kostenlose Alternativ-Software wie ProgDVB im Internet veröffentlicht. Diese beherrschen oftmals - wie Standard-Tools auch - die Timeshift-Funktion: Damit lässt sich das aktuelle Programm anhalten und zu einem späteren Zeitpunkt versetzt weiter ansehen. Zudem runden Anwendungen das Angebot ab, die als Ersatz für eine gedruckte Programmzeitschrift dienen - beispielsweise TV-Browser. Die beste TV-Software haben wir Ihnen in einer Klick-Show zusammengestellt.

Videoaufnahmen am PC abspielen

Wer seinen PC als Videorekorder einsetzt, benötigt dazu keine Extra-Software. So ziemlich jedes Tool, das Digital-TV anzeigt, kann das Programm auch auf der Festplatte speichern. Zum Anschauen empfehlen sich dann allerdings Alleskönner wie VLC media player, die viele Videoformate problemlos abspielen. Aber auch Kaufsoftware wie Power DVD oder Nero Showtime, die eventuell bereits auf dem Computer installiert sind, sollte die TV-Mitschnitte darstellen können. Der Windows Media Player reicht möglicherweise nicht aus, falls die gespeicherte Datei nicht im MPEG-Format vorliegt.

Digital fernsehen einfach über das Internet

Wer kein digitales Fernsehprogramm über Satellit, Antenne oder Kabel empfängt, kann auch über das Internet fernsehen. Freeware-Programme wie Zattoo bringen ausgewählte TV-Sender wie ARD, ZDF oder DSF auf den Schirm - völlig ohne speziellen TV-Empfänger. Für solche Streaming-Dienste ist allerdings ein schneller Internetanschluss unverzichtbar. Und auch mit DSL hängen Bild und Ton gelegentlich.

Digital-TV-Streams aus aller Welt

Etwas exotischer ist dabei onlineTV. Das kleine, seit Jahren etablierte Programm kennt Internetstreams aus aller Welt. Da lässt sich viel Exotisches entdecken. Nur wirklich bekannte, große Sender suchen TV-Freunde dabei vergeblich. Nachteil von Streaming-Software: Das Fernsehprogramm lässt sich nicht aufnehmen.

Ratgeber: Welche Anschlüsse braucht ein guter Fernseher?

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