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Intel Core i7 Mobil-Prozessor im Test

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Nehalem für Notebooks  

Der mobile Core i7 von Intel im Test

24.09.2009, 11:05 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Intel Core i7 Mobil-Prozessor im Test. Den Intel Core i7 gibt es jetzt auch für Notebooks.

Den Intel Core i7 gibt es jetzt auch für Notebooks. (Quelle: Hersteller)

Intel hat seine Serie von High-End-Prozessoren erweitert und den Core i7 für Notebooks vorgestellt: Mit vier Kernen, Hyper-Threading und automatischer Übertaktung soll die neue CPU-Generation vor allem Spiele- und Multimedia-Laptops antreiben.

Für PC gibt es die Core-Prozessoren der Nehalem-Architektur bereits seit November 2008. Jetzt hat Intel die ersten Ableger des Core i7 für Notebooks vorgestellt: Den Core i7-920XM, den Core i7-820QM und den Core i7-720QM – Intel hat sie unter dem internen Codenamen Clarksfield entwickelt. Alle Prozessoren sind im 45-Nanometer-Verfahren gefertigt und besitzen vier Kerne sowie Hyper-Threading – sie können also acht Threads gleichzeitig verarbeiten.

Mit dem Core i7 führt Intel zahlreiche technische Neuerungen ein: Der Prozessor übernimmt beispielsweise Funktionen, die bisher im Chipsatz steckten. Außerdem erlaubt der neue Core i7 dynamisches Übertakten: Wenn nicht alle CPU-Kerne beschäftigt sind, dürfen die, die Arbeit haben, schneller laufen.

Die neuen Prozessoren sind die High-End-Modelle der Notebook-Plattform Calpella. Daher wird der Core i7 seine Heimat vor allem in leistungsfähigen Notebooks für 3D-Spiele und Multimedia-Bearbeitung finden: Asus will zum Beispiel die 16-Zoll-Notebooks G60J für Spieler und M60J mit den neuen Intel-CPUs bestücken. Acer wird den Core i7 im Aspire 5940G mit 15,6-Zoll- und im Aspire 8940G mit 18,4-Zoll-Display einsetzen. MSI baut den Core i7 in das GT640 mit 15,4-Zoll-Display ein.

Pro Kern besitzt der Core i7 je 32 KB großen L1-Cache für Daten und Befehle und außerdem einen 256 KB großen L2-Cache. Der L3-Cache ist 8 MB groß – auf ihn können alle vier Kerne zugreifen. Die Prozessoren unterstützen zwei Speicherkanäle mit DDR3-1333. In der folgenden Tabelle finden Sie alle neuen Core-i7-Modelle im Überblick.

Modellnummer Taktrate Anzahl Kerne L3-Cache TDP 
Core i7-920XM 2,0 GHz 8 MB 55 Watt 
Core i7-820QM 1,73 GHz 8 MB 45 Watt 
Core i7-720QM 1,6 GHz 6 MB 45 Watt 

Mehr Leistung durch Turbo Boost

Der Core i7 kann wie alle Mehrkern-Prozessoren nur dann seine Leistung ausspielen, wenn alle Kerne arbeiten. Bei Anwendungen, die nur mit einem Thread arbeiten, sind die Mehrkerner aufgrund niedrigerer Taktraten älteren Prozessoren teilweise unterlegen. Mit der Funktion Turbo Boost will Intel diesem Problem beim Core i7 begegnen.

Per Turbo Boost kann sich der Core i7 dynamisch übertakten: Wenn beispielsweise nicht alle Kerne ausgelastet sind, können die anderen mit höherem Takt arbeiten. Und selbst wenn alle vier Kerne beschäftigt sind, darf der Core i7 die Taktrate noch hochtreiben. Voraussetzung: Auch mit dem höheren Takt muss der Core i7 innerhalb der Vorgaben für Leistungsaufnahme, Abwärme (TDP) und Spannungsversorgung bleiben.

Prozessormodell Standard-Taktrate maximale Taktrate mit Turbo Boost 
Core i7-920XM 2,0 GHz 3,2 GHz 
Core i7-820QM 1,73 GHz 3,06 GHz 
Core i7-720QM 1,6 GHz 2,8 GHz 

Damit der Anwender auch mitbekommt, dass sein Notebook-Prozessor unter günstigen Bedingungen mit einer höheren Taktrate läuft, hat Intel ein Tool entwickelt. Es lässt sich als Widget unter Windows 7 und Vista einbinden und zeigt die aktuelle Taktrate des Prozessors.

Der Core i7 schaltet ab

Neben der Beschleunigung durch Turbo Boost hat Intel dem Core i7 auch verbesserte Funktionen zum Stromsparen mitgegeben. Der Prozessor kann einzelne Kerne komplett stromlos schalten, wenn sie nicht benötigt werden. Das reduziert die Leistungsaufnahme und verhindert Leckströme: Besonders diesen ungewollten Stromverbrauch aufgrund der immer kleiner werdenden Transistorgrößen muss ein Prozessorhersteller in den Griff bekommen, wenn er sparsame CPUs bauen will.

Der Core i7-820QM und der Core i7-720QM besitzen eine maximale Verlustleistung (Thermal Design Power, TDP) von 45 Watt: Trotz der zusätzlichen Funktionen im Prozessor liegen sie damit auf dem Niveau der Quad-Cores aus der Vorgängergeneration. Die Extreme-Edition-CPU Core i7-920XM kommt auf eine TDP von 55 Watt.

Insgesamt soll aber mit dem neuen Core i7 die Leistungsaufnahme der Kombination aus Prozessor und Chipsatz um rund 10 Watt niedriger liegen. Der neue Chipsatz, der nur noch aus einem Logikbaustein besteht, arbeitet nämlich deutlich stromsparender als der Zwei-Chip-Vorgänger.

Core i7: Der Chipsatz PM55

Die Kombination aus Prozessor und Chipsatz besteht bei Calpella nur noch aus drei Bausteinen. Denn der Controller für den Arbeitsspeicher und den steckplatz wandert beim Core i7 in die CPU. Bei bisherigen Chipsätzen waren dies die Aufgaben der Northbridge. Der Calpella-Chipsatz PM55 Express besteht daher nur noch aus einem Baustein, dem Plattform Controller Hub (PCH). Das spart den Notebook-Herstellern Kosten und schafft Platz im Mobilrechner für andere Komponenten.

Weniger Funktionen für den Chipsatz

Der Chipsatz ist per Direct Media Interface (DMI) mit dem Prozessor verbunden. Der PM55 kann bis zu 14 USB-2.0-Geräte anbinden – zwei mehr als die Vorgänger PM45 und GM45. Außerdem bietet er sechs SATA-II-Verbindungen und bindet einen HDA-Soundchip, vier PCI-Geräte und bis zu acht PCI-Express-Lanes an – diese arbeiten zwar mit dem PCI-Express-2.0-Protokoll, liefern aber nur PCI-Express-1.0-Tempo.

Der Core i7 im Test

Zum Test des Core i7 bekamen wir von Asus das M60J mit dem Core i7-820QM. Das Multimedia-Notebook besitzt ein 16-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Installiert war Windows Vista Ultimate. Die meisten der neuen Core-i7-Notebooks werden allerdings erst ab Ende Oktober mit Windows 7 erhältlich sein. Das Asus-Notebook verfügte über 4 GB Arbeitsspeicher, der aus zwei Riegeln mit DDR3-1333-Chips aufgebaut war. Als Grafikkarte kommt die nVidia GeForce GT240M mit 1 GB Speicher zum Einsatz.

Im Leistungstest Sysmark 2007 war das Asus M60J mit dem Core i7-820QM das bisher schnellste Notebook: Es erzielte 161 Punkte und war damit rund zehn Prozent schneller als der bisherige Spitzenreiter, das Asus G71V mit dem Vierkerner Core 2 Extreme QX9300 (2,53 GHz). Bei CPU-intensiven Teiltests des Sysmark 2007 wie dem 3D-Modelling lag das Asus M60J sogar um bis zu 18 Prozent über dem bisherigen Bestwert. Beim praxisnahen Anwendungs-Mix des Sysmark 2007 scheint sich der Turbo Boost des Core i7 also zu bewähren.

Beim CPU-Test im 3D Mark 06 erreichte der Core i7-820QM 3347 Punkte. Am deutlich höher getakteten QX9300 kommt er damit trotz Turbo Boost und Hyper-Threading nicht vorbei: Die Extreme-Edition-CPU schaffte in diesem Test 3756 Punkte.

Fazit Intel Core i7 Mobil-CPU

Der neue Core i7 ist eine extrem leistungsfähige Notebook-CPU. Turbo Boost und Hyper-Threading verhelfen ihm trotz der relativ niedrigen Grund-Taktraten zu hohem Rechentempo. Deshalb richten sich die ersten Core-i7-Notebooks auch an Spieler und Multimedia-Fans, die hohe Rechenleistung fordern und bereit sind, dafür zu bezahlen.

Was die mobile Nehalem-Architektur für Allround- und besonders stromsparende Notebooks leisten kann, wird sich erst im Januar 2010 zeigen. Dann will Intel weitere CPU-Modelle aus der Calpella-Plattform vorstellen – möglicherweise auch mit integrierter Grafikeinheit.

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