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OCZ Vertex 2 Pro - SSD-Festplatte im Test

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SSD-Festplatte im Test  

OCZ Vertex 2 Pro mit Sandforce SF-1500

28.01.2011, 21:01 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

OCZ Vertex 2 Pro - SSD-Festplatte im Test. SSD-Test: OCZ Vertex 2 Pro (Foto: pcwelt.de)

SSD-Test: OCZ Vertex 2 Pro (Foto: pcwelt.de)

Die OCZ Vertex 2 Pro ist die erste SSD-Festplatte im Test, die ohne zusätzlichen Pufferspeicher eine beeindruckende Schreibleistung erreichte. Möglich macht das der Festplatten-Controller SF-1500 von Sandforce, der mit der innovativen Technik DuraWrite völlig neue Wege beschreitet. Sie könnten wegweisend für SSDs sein. Der hochkomplexe Schreibalgorithmus fasst – vereinfacht gesagt – die zu schreibenden Daten zusammen und komprimiert sie vor dem Schreibvorgang.

Im Vergleich zu herkömmlichen SSD-Controllern soll die Technik nach Angaben von Sandforce die Anzahl der Schreibvorgänge um mehr als die Hälfte reduzieren. Das Puffern von Schreibzugriffen über einen zusätzlichen Cache-Baustein auf der SSD-Platine ist dadurch nicht mehr nötig.

Ganz ohne Zwischenspeicher kommt der SF-1500 allerdings nicht aus: Der Sandforce-Controller selbst kann ein paar Megabyte zwischenspeichern. Wie groß der interne Cache genau ist, wollte uns der Hersteller aber nicht verraten ("The SF controllers buffer a couple of megabytes of data."). Neben DuraWrite verbessern noch andere Maßnahmen die Schreibleistung. So soll der Controller die Schreibvorgänge auf Redundanz prüfen und herausfiltern sowie intelligenter auf die einzelnen Flash-Zellen verteilen. Laut Sandforce können all diese Aktionen die Lebensdauer der Flashzellen um den Faktor 8 verlängern – das würde in der Tat die SSD-Technik revolutionieren.

Einen Pferdefuß haben die neuen Techniken des Sandforce-Controllers allerdings: Sie benötigen rund 20 Prozent der nutzbaren Kapazität. So sind beispielsweise in unserem Testgerät OCZ Vertex 2 Pro mit 100 GB 16 Flash-Chips à 8 GB verbaut, was einer nominellen Kapazität von 128 GB entspricht. Hersteller OCZ verkauft diese Variante als 100-GB-SSD, die nach NTFS-Formatierung wiederum nur rund 91 GB nutzbare Kapazität bietet. Auf der anderen Seite relativiert sich der Kapazitätsschwund durch die Komprimierung der Daten.

Preis

Die OCZ Vertex 2 Pro kommt ab März 2010 in vier Varianten auf den Markt. OCZ bietet die Vertex 2 Pro mit 50, 100, 200 und 400 GB für circa 180, 350, 700 sowie 1500 Euro an. Das Testmuster mit 100 GB kommt damit auf einen Gigabyte-Preis von 3,83 Euro. Damit positioniert OCZ die Vertex 2 Pro zwischen herkömmlichen MLC-Modellen, die zwei bis drei Euro pro GB kosten und SLC-Varianten mit einer Preisspanne zwischen drei und elf Euro pro GB. Als MLC-SSD ist die OCZ Vertex 2 Pro also per se teuer. Auf der anderen Seite überflügelt die Vertex 2 Pro in den Praxis-Transferraten alle bisherigen SLC-Modelle im Test.

Ausstattung

Die OCZ Vertex 2 Pro setzt auf Flash-Bausteine des Typs Micron 29F64G08CFABA. Der Sandforce-Controller SF-1500 steuert jeden der insgesamt 16 Flash-Chips mit einem eignen Speicherkanal an. Die Schockfestigkeit der OCZ Vertex 2 Pro liegt bei sehr guten 1500 G. Den Stromverbrauch gibt OCZ mit 0,5 Watt im Bereitschaftszustand sowie zwei Watt beim Zugriff an – das sind durchschnittliche Verbrauchswerte. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) beträgt laut OCZ 1,5 Millionen Stunden – ein guter Wert.

Praxis-Datenraten

Die OCZ Vertex 2 Pro ging trotz MLC-Technik als bisher schnellste SSD über den Zielstrich. In den wichtigen Praxis-Tests erreichte die Flash-Festplatte neue Rekord-Datenraten. Beim Lesen kam die OCZ Vertex 2 Pro auf phänomenale 121,3 MB/s. Die bisher schnellste SSD in diesem Test, die OCZ Vertex EX, erreichte hier trotz flinkem SLC-Speicher mit 110,3 nur 91 Prozent der Leseleistung der Vertex 2 Pro. Überragend war auch die Praxis-Schreibleistung der Vertex 2 Pro von 126,1 MB/s. Die bisherigen Spitzenreiter in dieser Disziplin, die SLC-Modelle Kingston SSD Now E-Series SNE125-S2 32GB und Intel X25-E erreichten mit circa 106 MB/s nur 84 Prozent der Schreibleistung der Vertex 2 Pro. Einen neuen Rekord stellte die OCZ Vertex 2 Pro auch im Kopier-Test mit 120,1 MB/s auf.

Sequenzielle Transferleistung

Exzellent war die Leserate der OCZ Vertex 2 Pro, die zwischen 243 und 254 MB/s lag. Unter allen SSD-Festplatten im Test landet die Vertex 2 Pro damit auf Platz 3, wobei der Rückstand zu den beiden noch besser platzierten SSDs nur wenige Megabyte pro Sekunde betrug. Klassenbeste in dieser Disziplin ist die Intel X25-M G2 mit Werten zwischen 253 und 254 MB/s.

Erste Schwächen zeigte die OCZ Vertex 2 Pro beim sequenziellen Schreiben. Maximal erreichte das OCZ-Modell noch hervorragende 220 MB/s, im Mittel waren es allerdings nur noch 157,6 MB/s und minimal lediglich 146,8 MB/s. Unterm Strich reichte das nur für einen Platz im Mittelfeld, da allein acht SSD-Modelle spürbar konstantere sequenzielle Schreibraten von durchschnittlich 200 MB/s boten. Spitzenreiter ist hier das hauseigene Vertex-Modell EX mit einer Transferleistung zwischen 199 und 233 MB/s.

Eine weitere Schwäche des Sandforce-Controllers sind augenscheinlich die Zugriffszeiten: Mit durchschnittlich 0,16 Millisekunden erreichte die Vertex 2 Pro ebenfalls nur einen Platz im Mittelfeld. Reaktionsschnelle Flash-Festplatten wie die Corsair P128 benötigen in dieser Disziplin nur halb so viel Zeit. Noch etwas schlechter fiel der Fullstroke-Zugriff mit 0,20 Millisekunden aus.

Fazit OCZ Vertex 2 Pro

Die OCZ Vertex 2 Pro bietet momentan die mit Abstand höchsten Transferraten in der Praxis. Egal, ob Sie Daten lesen, schreiben oder kopieren – mit mindestens 120 MB/s können Sie im Alltagseinsatz rechnen. Extrem hoch sind auch die sequenziellen Leseraten von durchschnittlich 253 MB/s, während die sequenzielle Schreibleistung der Vertex 2 Pro nur durchschnittlich ist. Das gilt auch für die Zugriffszeiten, so dass die OCZ Vertex 2 Pro über alle Tempo-Tests gemittelt nur als drittschnellste SSD aus dem Test hervorgeht. Unter den MLC-Modellen kann der OCZ Vertex 2 Pro aber derzeit keine andere SSD das Wasser reichen. Daher besitzt die Vertex 2 Pro mit einem Gigabyte-Preis von rund 3,80 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Als erste SSD mit Sandforce-Controller holt sich die OCZ Vertex 2 Pro, stellvertretend für den couragierten Controller-Hersteller, den "Innovation-Tipp" der PC-WELT. Ob die Controller-Technik DuraWrite auf Basis der Komprimierung von Schreibvorgängen tatsächlich wegweisend für den SSD-Markt ist, wird die Zukunft zeigen. Hier können nur Langzeittests offenbaren, ob die Technik zuverlässig arbeitet.

Alternativen

Preisbewusste Käufer greifen zur Kingston SSD Now V+ SNVP325-S2. Die Flash-Festplatte ist zwar nicht so schnell wie die OCZ Vertex 2 Pro, mit rund 2,80 Euro pro Gigabyte aber deutlich günstiger – inklusive Extras wie Cloning-Software und externem 2,5-Zoll-Gehäuse.

OCZ Vertex 2 Pro: Testergebnisse und technische Daten

SSD

 

OCZ Vertex 2 Pro

 

Gesamtnote

befriedigend (3,24)

Testkategorie

Solid-State-Drive (SSD) über 300 Euro

SSD-Hersteller

OCZ

OCZs Internetadresse

www.ocztechnology.com

Straßenpreis (Stand: 09.02.2010)

rund 350 Euro

OCZs technische Hotline

800459/1816

Garantie des Herstellers

36 Monate

 

OCZ Vertex 2 Pro

 

BEWERTUNG (0-100 Punkte)

 

Tempo (60%)

90

Ausstattung (30%)

23

Service (10%)

80

Gesamtwertung

69 von 100

Preis-Leistung

günstig

 

OCZ Vertex 2 Pro

 

TESTERGEBNIS

 

Formatierte Kapazität

91 GB

Preis pro GB

3,83 Euro

Zugriffszeiten

Durchschnitt

0,16 Millisekunden

Fullstroke

0,20 Millisekunden

Praxis-Übertragungsraten

Lesen

121,3 MB/s

Schreiben

126,1 MB/s

Kopieren

120,1 MB/s

Sequentielle Übertragungsraten

Lesen maximal

253,8 MB/s

Lesen durchschnittlich

252,8 MB/s

Lesen minimal

242,5 MB/s

Schreiben maximal

220,0 MB/s

Schreiben durchschnittlich

157,6 MB/s

Schreiben minimal

146,8 MB/s

 

OCZ Vertex 2 Pro

 

TECHNISCHE DATEN

 

Nennkapazität (GB)

100

Schnittstelle

SATA-300

Speicherzellen-Typ

MLC

Speicherchip-Typ

Micron 29F64G08CFABA

Speicherchip-Organisation

16 x 8 GB

Controller-Typ

Sandforce SF-1500

Controller-Protokoll

SATA-300

Bridge-Chip, Typ

Cache (MB)

interner Cache im Controller mit unbekannter Kapazität

Schockfestigkeit (aus, G)

1500

Schockfestigkeit (Betrieb, G)

1500

Abmessungen (Länge x Breite x Höhe in mm)

100 x 70 x 9

Gewicht (g)

82

MTBF (h)

1.500.000

Verbrauch, Leerlauf (Watt)

0,5

Verbrauch, Zugriff (Watt)

2,0

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