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USB 3.0 verzögert sich Intel ist schuld

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USB 3.0-Standard  

Intel bremst USB 3.0 aus

08.04.2010, 09:32 Uhr | Andreas Lerg/bd

USB 3.0 verzögert sich Intel ist schuld. Intel boykottiert USB 3.0. (Foto: dpa)

Intel boykottiert USB 3.0. (Foto: dpa)

Der schnelle USB 3.0-Standard kommt nicht in die Gänge, obwohl die Vorteile für Computeranwender unbestritten sind. Der Grund: Ausgerechnet Chipriese Intel zögert, die direkte Unterstützung von USB 3.0 in seine Chips zu integrieren. Da die meisten Computer mit Intel-Bauteilen ausgerüstet sind, heißt das: Wer einen neuen Computer kauft, bekommt bis auf weiteres meist alte Technik präsentiert.

Wo USB 2.0 nur 480 Megabit pro Sekunde schafft, schaufelt der Nachfolger mit bis zu fünf Gigabit pro Sekunde das Zehnfache durch die Leitung. Von der höheren Datenübertragung profitieren zum Beispiel externe Festplatten. Entsprechende USB-3.0-taugliche Modelle sind schon im Handel. Hingegen läuft die Einführung von USB 3.0 alles andere als schnell. Bisher bieten nur einige PC-Hersteller den neuen USB-Standard in ihren Modellen an. Brian O'Rourke, ein Analyst beim Marktforschungsunternehmen In-Stat, sieht laut dem Branchenportal CNET Intel als den Bremsklotz der Entwicklung. Der Chipriese hat offenbar keine Eile, seine Mainboardchipsätze mit USB-3.0.-Unterstützung auszustatten. O'Rourke zufolge werde sich USB 3.0 aber erst dann durchsetzen, wenn Mainboardchipsätze diesen Standard direkt unterstützen. Bisher müssen die Mainboard-Hersteller auf zusätzliche Bausteine von Drittanbietern ausweichen, wenn sie mit USB-3.0-Unterstützung werben wollen. Das allerdings verkompliziert und verteuert die Produktion, weshalb viele Hersteller den Aufwand scheuen.

Bremst Intel USB 3.0 bewusst aus?

Dass Intel bei USB 3.0 auf die Bremse tritt, werten Experten als Versuch, einer eigenen neuen Technologie bessere Startbedingungen zu verschaffen. Auf der Intel Entwickler Konferenz 2009 präsentierte Intel unter anderem mit wie Apple, Nokia und Sony eine neue Technologie namens Light Peak. Dabei werden Daten über flexible Lichtwellenleiter übertragen. Die Übertragung mit Lichtsignalen ist um ein Vielfaches schneller als die von elektrischen Signalen am drahtkabelbasierte USB 3.0-Anschluss. Ursprünglich wollte Intel diese Technik bis 2010 zur Marktreife bringen, doch mittlerweile ist frühestens 2012 damit zu rechnen. Die Annahme, dass Intel einer Konkurrenztechnologie keinen Vorsprung lassen will, liegt nahe.

USB 3.0 erst Ende 2011?

Auf die Nachfrage von CNET bei Intel kommentierte Intel-Sprecher Nick Knupffer ausweichend, dass Intel sehr engagiert sei, um den angemessenen Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem USB 3.0 in die Chipsätze integriert werde. Das Branchenportal Heise Online zitierte im März mit einem Intel-Vertreter mit der Aussage, USB 3.0 würde erst mit der nächsten Version von Windows als Standard etabliert. Das würde bedeuten, das Intel den neuen Standard erst Ende 2011 in seine Chipsätze integriert.

"USB 2.0 reicht aus"

Neben Intels ureigenen Interessen sehen verschiedene Experten weitere Gründe für Intels Zögern. Technologie-Analyst Nathan Brookwood sagt, dass USB 3.0 bei Intel einfach keine hohe Priorität habe: "USB 2.0 reicht für die meisten Leute aus." O'Rourke argumentiert ähnlich: "Es gibt deutlich weniger Anwendungen, die USB 3.0 dringend brauchen, denn höhere Bandbreite ist nicht unbedingt nötig." Zudem wären Kunden, die mit HD-Kameras datenintensive Geräte besitzen, meist auch bereit mehr Geld für High End-PCs auszugeben, die USB 3.0 als Sonderausstattung bieten. Eine weitere Ursache könnten konkurrierende Standards wie HDMI im Bereich der hochauflösenden TV- und Multimediaanwendungen sein.

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