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Der Apple Mac mini im Test

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Apple Wohnzimmer-PC  

Mac mini im Test

26.07.2010, 15:13 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Der Apple Mac mini im Test. Apple Mac mini im Test (Foto: pcwelt)

Apple Mac mini im Test (Foto: pcwelt)

Schon das Vorgängermodell des Apple Mac mini war ein Blickfang. Das Design des neuen Modells des Mini-Computers lehnt sich an die aktuellen iMacs und Macbooks an: Das Gehäuse ist nun auch auf der Oberseite aus Aluminium und nicht mehr aus weißem Kunststoff.

Apple Mac mini: Design

Als erstes fiel im Test die veränderte Bauform des Apple Mac mini auf. Das Gehäuse ist flacher als beim Vorgänger, dafür breiter. Ein Kritikpunkt beim Vorgänger war, dass der Anwender das Gehäuse nur unter großen Mühen öffnen konnte - und zwar mit einer Spachtel. Der neue Mac mini hat auf der Unterseite einen runden Kunststoffdeckel, der sich mit einer Drehung öffnen lässt. So können Sie die beiden Arbeitsspeichermodule schnell auswechseln. Für den Einsteiger nicht zugänglich sind allerdings optisches Laufwerk und Festplatte: Um den Mac mini komplett zu zerlegen, sind spezielle Schraubenzieher und etwas Geschick notwendig.

Der runde Kunststoffdeckel auf der Unterseite dient außerdem als Standfläche für den Mac mini, hat aber keine Gummifüße. Der PC scheint also zu schweben - rutschfest steht er allerdings nicht. Durch das veränderte Design ist nun auch das bisher externe Netzteil im Gehäuse untergekommen.

Außer dem schwarzen Apfel-Logo auf der Gehäuseoberseite ist auch die Rückseite mit dem Anschlussfeld aus Kunststoff. Was Apple unverständlicherweise weggelassen hat, ist die Öffnung für ein Kensington-Schloss. Gerade der Mac mini, der in vielen Büros, beispielsweise im Grafik- oder DTP-Bereich seinen Dienst tut, ist ein lohnendes Objekt für Gelegenheitsdiebe, da er in jeden Rucksack passt.

Apple Mac mini : Ausstattung

Kritikpunkte am letzten Mac-mini-Modell waren fehlende Funktionen für den Einsatz im Wohnzimmer: Insbesondere ein Speicherkartenleser und eine HDMI-Schnittstelle vermissten die Nutzer. Diese Bitten hat Apple erhört: Neben einer HDMI-Buchse gibt es auf der Rückseite einen Kartenleser, der allerdings nur SD-Karten unterstützt. Die Mini-DVI-Buchse ist ebenfalls verschwunden, Apple legt dem Mac mini dafür einen Adapter von HDMI auf DVI bei. Zusätzlich gibt es einen Mini-Displayport und eine Firewire-800-Buchse. Die Umgestaltung hat noch ein weiteres Opfer gefordert: Das Vorgänger-Modell verfügte noch über fünf USB-Anschlüsse, beim neuen sind es nur noch vier.

Erschreckend wenig verändert hat sich beim Mac mini unter der Oberfläche. Statt auf die neuen Core-i-Prozessoren von Intel, setzt Apple weiterhin auf den nicht mehr ganz taufrischen Core 2 Duo, jetzt wahlweise mit 2,4 oder 2,66 GHz. Rund 250 Euro mehr kostet der aktuelle Mac mini im Vergleich zum letzten Modell. Dass Apple trotz dieser Preissteigerung die Basiskonfiguration nur mit 2 GB Arbeitsspeicher belässt, ist fast schon unverschämt, zumal die Grundkonfigurationen von iMac und Macbook Pro 4 GB RAM mitbringen. Auch die Festplattenkapazität von 320 GB ist bei diesem Preis alles andere als spendabel - 500 GB hätten es in der Standardkonfiguration ruhig sein dürfen. Die Grafiklösung ist wieder aus dem Hause Nvidia: Statt der Chipsatzgrafik Geforce 9400M kommt nun die Geforce 320M zum Einsatz, die mindesten 256 MB vom ohnehin schon kleinen Arbeitsspeicher abzweigt.

Das optische Laufwerk in Slot-In-Bauweise kann mit DVDs umgehen, Blu-ray ist bei Apple nach wie vor kein Thema. Vorbildlich sind die Verbindungsmöglichkeiten im Netzwerk: Neben Gigabit-Ethernet und WLAN 802.11n hat der Mac mini ein Bluetooth-Modul an Bord. Ärgerlich: Tastatur, Maus und Fernbedienung liegen nicht bei. Dafür müssen Sie im Apple-Shop extra bezahlen, und zwar 49 Euro für die billigste Tastatur, 49 Euro für die günstigste Maus und 19 Euro für die Apple Remote Fernbedienung. Damit liegt der Kaufpreis für den Rechner bei stolzen 926 Euro.

Die maximale ausgestattete Konfiguration mit 2,66-GHz-CPU, 8 GB RAM, 500-GB-Festplatte, kabelgebundener Maus und Tastatur sowie Remote-Fernbedienung lässt sich Apple übrigens mit dem fürstlichen Preis von 1.600 Euro entlohnen.

Apple Mac mini : Handhabung

Neben dem Einschaltknopf gibt es keine weiteren Bedienelemente, beispielsweise auch keine Auswurftaste für den DVD-Brenner. Das Laufwerk selbst arbeitete im Test allerdings mit akzeptabler Geschwindigkeit: Unter Windows dauerte das Brennen einer CD knapp unter fünf Minuten, eine DVD war nach rund zehn Minuten fertig. Die PC-WELT-Test-DVD mit 4,12 GB kopierte der Mac mini in rund acht Minuten auf die Festplatte.

Apple Mac mini : Rechenleistung

Beim Vergleich der Benchmark-Ergebnisse mit dem Vormodell des Mac mini konnte nur die neue Grafiklösung überzeugen: Unter 3D Mark 06 war der neue Mini um etwa 130 Prozent schneller, was er fast ausschließlich der Nvidia-Grafikkarte zu verdanken hat. Das reine CPU-Ergebnis ist nur um etwa sieben Prozent besser. Unter PC Mark 05 war auch nur der Graphics-Wert (um etwa 93 Prozent) höher, alle anderen Ergebnisse sind mit denen des Vorgängers vergleichbar. Dies trifft auch auf den Vergleich der CPU-Rendering-Testergebnisse unter Cinebench 10 zu: Einen echten Geschwindigkeitsvorteil bringt der Core 2 Duo mit 2,4 GHz nicht.

Trotzdem kann sich der Mac mini mit dieser Leistung aber deutlich von Wohnzimmer-PCs auf Basis des Intel Atom absetzen. Für Bildbearbeitung und Videos in Standard-Auflösung ist die Rechenleistung in Ordnung. Für den Schnitt von Videos in Full-HD-Auflösung bekommen Sie in der Windows-Welt für 800 Euro aber einen deutlich leistungsfähigeren PC.

Apple Mac mini : Stromverbrauch und Betriebsgeräusch

Eine echte Sensation ist der niedrige Energieverbrauch des Apple Mac mini. War schon der Vorgänger mit 15,2 Watt im Desktop-Modus eine Referenz, glänzt der neue Mini nun mit einem Verbrauch von nur 13,2 Watt. Selbst Systeme auf Basis des Intel Atom hatten das im PC-WELT-Test bisher nicht geschafft. Diese arbeiteten allerdings unter Volllast sparsamer als der Mac mini. Der von uns ermittelte Maximalverbrauch von 42,1 ist - verglichen mit einem Standard-PC - aber immer noch niedrig.

Wie das Vormodell arbeitet auch dieser Mac mini beinahe unhörbar. Das Messgerät ermittelte 0,1 Sone im Desktop-Modus. Minimal lauter als beim Vorgänger war unter Last allerdings das Knistern der Festplatte. Dieses hören Sie jedoch nur in einer absolut ruhigen Umgebung. Der gemessene Wert von 0,2 Sone ist auch hier vorbildlich.

Fazit Apple Mac mini

Ein Fortschritt gegenüber dem alten Mac mini ist das Vollaluminium-Gehäuse, der Speicherkartenleser und die neue HDMI-Schnittstelle. Ebenfalls lobenswert sind der überaus niedrige Energieverbrauch und das fast unhörbare Betriebsgeräusch. Der Wechsel der Speicherriegel geht nun viel einfacher vonstatten. Für den saftigen Aufpreis von 250 Euro hätte die Ausstattung aber reichhaltiger und die CPU-Leistung deutlich besser als beim Vorgänger sein müssen. Nur die Grafiklösung bringt ein messbares Tempoplus.

Alternativen

Unter den Wohnzimmer-PCs bietet die Arlt Mediabox 7 Intel Atom N330 mit Blu-ray, TV-Empfang, 4 GB RAM und Terabyte-Festplatte zum Preis von knapp 700 Euro deutlich mehr Ausstattung fürs Geld.

Varianten

Apple Mac mini mit einer CPU-Taktfrequenz von 2,66 GHz
Apple Mac mini mit Arbeitsspeicherkapazität bis zu 8 GB
Apple Mac mini mit 500 GB Festplattenkapazität
Apple Mac mini mit Mac OS X Snow Leopard Server (ohne DVD-Brenner)

Weitere PC-Modelle finden Sie auf unserer PC Test-Seite

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Apple Mac mini: Testergebnis und technische Daten

ALLGEMEINE DATEN: Apple Mac mini (Wohnzimmer-PC)

Testkategorie

Wohnzimmer-PC

Nettop-PC-Hersteller

Apple

Apples Internetadresse

www.apple.de

Preis (Straßenpreis, Stand 21.07.2010)

rund 809 Euro

Apples technische Hotline

01805/009433

Garantie des Wohnzimmer-PC-Herstellers

12 Monate

Vor-Ort-Service des Wohnzimmer-PC-Herstellers

0 Monate

TESTERGEBNIS (Noten): Apple Mac mini (Wohnzimmer-PC)

Ausstattung (35%)

3,94

Rechenleistung (25%)

3,10

Stromverbrauch/Betriebsgeräusch (25%)

1,66

Handhabung (10%)

3,64

Service (5%)

3,50

Testnote

befriedigend (3,11)

Preisurteil

teuer

TESTERGEBNISSE: Apple Mac mini (Wohnzimmer-PC)

Benchmarks

PC Mark 05

5233 PC-Marks

PCMark05 CPU

5764 Punkte

PCMark05 Memory

4850 Punkte

PCMark05 Graphics

5060 Punkte

PCMark05 HDD

3842 Punkte

3D Mark 06

4398 3D-Marks

3D-Mark 06 SM 2.0

1631 Punkte

3D-Mark 06 HDR/SM3.0

1779 Punkte

3D-Mark 06 CPU

2145 Punkte

Cinebench 10 Rendering 1 CPU

2841 Punkte

Cinebench 10 Rendering X CPU

5397 Punkte

Cinebench 10 Rendering OpenGL

3183 Punkte

Cinebench 11.5 OpenGL

11.41 B/sec.

Cinebench 11.5 Bildvergleich

99.5 %

Cinebench 11.5 CPU

1.40

Cinebench 11.5 CPU (Einzelkern)

0.72

Cinebench 11.5 MP-Verhältnis

1.94fach

Stromverbrauch

Betrieb

13,2 Watt

Last

42,1 Watt

Standby

1,0 Watt

Shutdown

0,0 Watt

Aus

0,0 Watt

Betriebsgeräusch

Ruhe

17,9 dB(A) / 0,1 Sone

Last

20,0 dB(A) / 0,2 Sone

DIE TECHNISCHEN DATEN: Apple Mac mini (Wohnzimmer-PC)

Hauptplatine

Apple Mac-F2208EC8

Chipsatz

Nvidia Geforce 320M

Prozessor (Taktrate)

Intel Core 2 Duo P8600 (2,4 GHz)

Bios-Version

Apple MM41.88Z.0042.B00.1004221740

Arbeitsspeicher

2048 MB

Grafikchip

Nvidia Geforce 320M, 256 MB (vom Arbeitsspeicher)

Grafiktreiber-Version

Nvidia Geforce 8.17.11.9739

Festplatte

Toshiba MK3255GSXF; 320,0 GB

Brenner

DVD-Brenner (HL-DT-ST GA32N)

Betriebssystem

Mac OS X 64-Bit (Windows über Boot Camp möglich)

Office-Paket

nicht vorhanden

Brennprogramm

nicht vorhanden

DVD-Wiedergabeprogramm

nicht vorhanden

Kommunikation

Ethernet

10/100/1000 MBit/s

WLAN

802.11n

Bluetooth

ja

Kartenleser

ja (SD)

Schnittstellen Peripherie

Infrarot, 4x USB, Firewire

Schnittstellen Video

HDMI, Displayport

Schnittstellen Audio

Mikrofon

1

Kopfhörer

0

Line-In

0

Line-Out

1

S/P-Dif in

0

S/P-Dif out

0

Strahlungsarm nach CE

ja

TCO-Prüfsiegel

nein

Lieferumfang

Mac mini, Netzkabel, HDMI-zu-DVI-Adapter, 2 Installations-/Wiederherstellungs-DVDs, Handbücher

powered by © www.pcwelt.de

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