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Zuse Z3: Der erste Computer der Welt wird 70

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Zuse Z3  

Erster Computer der Welt wird 70

09.05.2011, 12:32 Uhr | dpa, dpa

Der Berliner Erfinder Konrad Zuse stellte vor 70 Jahren mit dem Z3 den ersten funktionsfähigen Computer der Welt vor. Am 12. Mai dieses Jahres feiert der deutsche Rechner seinen Geburtstag. Das Original des Z3 wurde im Krieg zerstört, doch Erfindersohn Horst Zuse baute den Z3 nach.

Vor 70 Jahren läutete ein Berliner Erfinder die Computer-Ära ein. Der Z3, den Konrad Zuse am 12. Mai 1941 präsentierte, war so groß wie eine Wohnzimmerschrankwand, wog mehr als eine Tonne und konnte in drei Sekunden multiplizieren, dividieren und Quadratwurzeln ziehen. Es war der erste programmierbare Rechner der Welt und auch der erste, der mit dem binären Zahlensystem (0 und 1) arbeitete. Die Speicherkapazität betrug gerade einmal 64 Worte.

Der Bauingenieur Zuse (1910-1995) arbeitete bei den Henschel-Flugzeugwerken und zeigte den Computer in seiner Werkstatt in Berlin-Kreuzberg nur ein paar Wissenschaftlern. "Das große Echo blieb aber aus: keine Presse, keine Weltsensation - es herrschte Krieg", sagt Horst Zuse, der älteste Sohn des Computer-Visionärs.

Konrad Zuse als Vater des ersten PC

In der Nachkriegszeit versuchte Zuse, mit seiner großen Idee Geld zu verdienen. In Osthessen gründete er seine eigene Firma. Doch reich wurde Zuse mit dem Computerbau nicht. Die Konkurrenz aus den USA und Deutschland holte schnell auf, in den 60er Jahren schluckte Siemens die verschuldete Zuse KG. Der heute 65-jährige Horst Zuse trat später in die Fußstapfen des berühmten Vaters. Er ist Elektrotechnik- und Informatik-Fachmann im Ruhestand und doziert dennoch mit Vorliebe über die technischen Errungenschaften.

Erster Original-Z3-Nachbau

Im Sommer vergangenen Jahr präsentierte Horst Zuse den weltweit ersten absolut originalgetreuen Z3-Nachbau, wie er sagt. Das Original war bei einem Bombenangriff am 21. Dezember 1943 zerstört worden. Z3-Nachahmungen gab es zwar schon früher, doch nur in abgewandelter Form. Die neue Version kostete viel Zeit und (Sponsoren-)Geld. "Dafür hätte man sich schon ein hübsches Cabrio kaufen können", vergleicht Zuse, ohne die genauen Ausgaben zu nennen.

Mit der Rekonstruktion ging Zuse in den vergangenen Monaten auf Tournee und zeigte den Z3 bei Ausstellungen und Messen. "Das wissenschaftliche Ziel bestand darin, den Menschen damit anschaulich die Frage zu beantworten, wie ein Computer funktioniert", sagt Zuse. Denn auch mit dem Technik-Dino will Zuse demonstrieren: "Mein Vater hat schon damals eine neue, revolutionäre Computer-Architektur entwickelt, die bis heute Standard ist."

Auch in den aktuellen Kisten finden sich noch viel der damaligen Grundidee. Zu sehen ist der nachgebaute Riesen-Apparat als nächstes vom 1. Juli an im Museum des vor 25 Jahren gestorbenen Computerpioniers Nixdorf in Paderborn. Den ersten, abgewandelte Nachbau des Z3 hatte 1961 noch die Zuse KG in Bad Hersfeld hergestellt.

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